Verabschiedung Dekanin Gerlinde Hühn

Dekanin Gerlinde Hühn

CLAUDIA BURST, Geislinger Zeitung

 

Eine Dekanin wie alter Whisky

 
Über 500 Gäste waren am Sonntag, 20. Juli 2014, bei Verabschiedung von Dekanin Gerlinde Hühn  in der Stadtkirche


Nach 19 Jahren als Dekanin im Kirchenbezirk Geislingen wurde Gerlinde Hühn gestern im Gottesdienst verabschiedet. In den Reden klangen sowohl Respekt als auch Freundschaft an.

 

Ja, ist denn heute schon Weihnachten? Dieser Werbeslogan wirbelte in manchen Köpfen der Besucher, die sich gestern um 11 Uhr in der Stadtkirche einfanden. Zum Verabschiedungs-Gottesdienst von Dekanin Gerlinde Hühn waren so viele Gäste und Wegbegleiter gekommen, dass die Sitzbänke in der großen Kirche nicht ausreichten und im vorderen Bereich noch zusätzliche Stühle aufgestellt werden mussten.

19 Jahre lang war Gerlinde Hühn als Dekanin im Kirchenbezirk Geislingen tätig, ab 31. August geht sie offiziell in den Ruhestand. Dabei präsentiert sich die 65-Jährige „keineswegs amtsmüde“, wie Prälatin Gabriele Wulz in ihrer Rede betonte, in der sie im Namen der Landeskirche die Dekanin „offiziell von diesem Amt entpflichtete“.  Hühn sei eine „leidenschaftliche Dekanin“ gewesen, die Geislingen zu einer Art Vorzeige-Dekanat gemacht habe. „Du, Gerlinde, erinnerst mich an einen Ausspruch, den du selber mal gesagt hast: Dekaninnen sind wie Whisky, je älter, desto milder“. Vielen Menschen habe sie tatkräftig zur Seite gestanden.

Organisieren, strukturieren, fusionieren seien Adjektive, die das Wirken Hühns kennzeichneten, genauso wie die Substantive Innovation, Veränderung, Aufbruch. „Jetzt musst du dich verändern, aber das wirst du schaffen“, versprach Gabriele Wulz, bevor sie „von Herzen Gottes Segen“ wünschte.

Die Predigt des Verabschiedungs-Gottesdienstes – der ausgesprochen feierlich in eine Johann-Sebastian-Bach-Kantate der Kantorei eingebettet war und darüber hinaus vom Bezirks-Posaunenchor begleitet wurde – hielt Gerlinde Hühn selbst. Das Predigen an diesem Ort sei für sie immer ein Privileg gewesen, betonte sie, bevor sie über das Kreuz und den Gekreuzigten sinnierte und in dieser Predigt unter Beweis stellte, was Landrat Edgar Wolff in seinem Grußwort nach dem Gottesdienst speziell aufzählte: ihre versierte Rhetorik. Er dankte ihr im Namen des Landkreises Göppingen, für den die Kirche ein wichtiger Sozialpartner sei. Viele Impulse habe sie gegeben und zahlreiche Ideen eingebracht.

Respektvoll und freundschaftlich verabschiedete sich der katholische Kollege Martin Ehrler, der sie als „offen, mit deutlicher Stimme und klarer Botschaft“ charakterisierte und als verlässlich wohlwollende Partnerin in der ökumenischen Zusammenarbeit. „Ich werde Ihre entwaffnend direkte Art vermissen – und auch Ihre Ungeduld, wenn es irgendwo nicht so voranging, wie Sie es sich wünschten“, gab der kommissarische katholische Dekan seiner evangelischen Kollegin mit auf den Weg und brachte sie zum Lachen, als er auf ihre „gemeinsamen Auftritte bei der Kreissäge“, anspielte.

Frank Wössner, Vorstandsvorsitzender der Samariterstiftung und einer, der den Immobilienprozess der evangelischen Kirche über Jahre intensiv und aktiv begleitete, hatte die Gäste auch gleich an seiner Seite, als er seine Rede begann: „Was für eine Woche! Erst Philipp Lahm, jetzt du!“ Er bezeichnete die Dekanin als „aufrecht und streitbar, deren klare Aussagen wenig Graubereiche zur Interpretation ließen“. „Du hast deinen Glauben mit der Verantwortung für die Welt zusammengebracht“, betonte er und gab das solidarische Abendgebet für die Mitarbeiter der WMF als konkretes aktuelles Beispiel.

Die „wunderbare Direktheit“ lobte auch Pfarrer Dietrich Crüsemann auf humorvolle Weise. „Bei Ihnen gibt es kein Lavieren, selbst wenn Sie dabei gelegentlich ein Fettnäpfchen tangieren…“

Der Pfarrkollege charakterisierte die Dekanin als liberal, sie lasse auch andere gelten. Als Dekanin sei sie gleichzeitig eine „kluge Predigerin, die geschäftsführende Pfarrerin der Gesamtkirchengemeinde sowie die vollverantwortliche Vorgesetzte im Kirchenbezirk gewesen“. Letzteres sei für manchen unsichtbar – „aber man ist gern in diesem Dekanat“, lobte Crüsemann.

Am Ende der zweieinhalbstündigen Feier sangen die Pfarrer aus dem Bezirk Gerlinde Hühn ein persönliches Ständchen auf die Melodie von „Über den Wolken“ und überreichten ihr damit einen Flug übers Dekanat als Abschiedsgeschenk.

Während sich ein Großteil der Besucher über Häppchen und Imbiss hermachten, entwickelte sich die Menschenschlange derer, die sich von Hühn noch persönlich verabschieden wollten, zur Riesenpython, die selbst nach einer halben Stunde noch nicht kleiner zu werden schien.



Die Predigt des Gottesdienstes hielt Dekanin Hühn.
Sie sprach über das Kreuz

Predigt bei der Verabschiedung Dekanin Gerlinde Hühn am Sonntag, 20. Juli 2014:

 

"Der am Kreuz ist meine Liebe"

 

Abschiedsgebet

Herr, ich denke zurück.
Ich gehe noch einmal den Weg
durch alle meine Jahre.
Nicht an meine Leistung denke ich,
sie ist nicht so groß,
nicht an das Gute,
das ich getan habe.
Es wiegt leicht
gegen die Last des Versäumten.

An das Gute,
das du mir getan hast, denke ich
und danke dir.
An die Menschen,
mit denen ich gelebt habe,
an alle Freundlichkeit und Liebe,
von der ich mehr empfangen habe,
als ich wissen kann.

An jeden glücklichen Tag,
und an jede erquickende Nachtruhe.
An die Güte, die mich bewahrt hat,
in den Stunden der Angst
und der Schuld
und der Verlassenheit.
An das Schwere, das ich getragen habe
denke ich.
An die Mühen,
deren Sinn ich nicht sehe.
Dir lege ich sie in die Hand
und bitte dich:
Zeige mir den Sinn!

Ich denke zurück, Herr,
an all die vielen Jahre.
Meine Zeit hier ist vorüber,
nicht alles ließ sich verwirklichen,
du aber bleibst.
Dir befehle ich mich an.

Und ich lege Dir auch
die Gemeinden ans Herz:
In Geislingen und im Bezirk.
All die Menschen,
die dich lieben
und in deinem Sinne arbeiten.
In der Kirche
und in der Gesellschaft,
in der Politik,
in den Firmen
und in den Gewerkschaften
in den Krankenhäusern
und der Diakonie
in den Beratungsstellen
und bei der Polizei.
Begleite sie bei ihrer Arbeit
Und segne sie.


Ehre sei dir,
dem Vater und dem Sohne
und dem Heiligen Geiste,
wie es war im Anfang,
jetzt und immerdar
und von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Amen
 

 

 

Prälatin Gabriele Wulz entpflichtet Dekanin Gerlinde Hühn

Prälatin Wulz



Liebe Gerlinde,
liebe abschiedlich gestimmte Festgemeinde,

der Dank der Landeskirche steht an dieser Stelle.

Es geht ja jetzt und heute darum, eine verdiente und dabei keineswegs amtsmüde Dekanin in den Ruhestand zu verabschieden.
Das Beispiel der bayerischen Nachbarkirche hat den rite de passage der Entpflichtung auch in Württemberg hof- und salonfähig gemacht, auch wenn viele erstmal stutzen und fragen: Entpflichtung – was ist das?

Ganz einfach: Es ist die öffentliche Ausrufung, dass die zu verabschiedende Person von nun an aller beruflichen Pflichten  los und ledig ist.
Unwiderruflich gilt das i.R. – als in Ruhe, und nicht – wie oft von Ruheständlern behauptet wird: in Reichweite.

Dabei wirst Du in Reichweite bleiben, aber klug, wie Du bist, nicht meinen, noch alles wissen zu müssen und noch überall mitmischen zu wollen.
Und das, obwohl Du eine leidenschaftliche Dekanin gewesen bist. Eine, die sich viele Gedanken und auch viel Mühe gemacht hat. Mit Lust und Leidenschaft hast Du Geislingen zu einem Vorzeigedekanat in der Landeskirche gemacht. Immer vorne dran. Immer Pilotregion.  

 

Ich habe Dich, liebe Gerlinde, in  Gesprächen – auch zu sehr außergewöhnlichen Zeiten – als eine erlebt, die unablässig überlegt, wie und wo etwas zu organisieren, zu strukturieren oder zu fusionieren sein könnte.

Aber nun ist die Zeit gekommen, die Verantwortung aus der Hand geben, und zu sehen, wie ein anderer das tut, was Du über viele Jahre und Jahrzehnte getan hast. Das ist eine besondere Herausforderung. Fast eine Demutsübung.
Aber ich traue sie Dir zu.

Als Meisterin der prägnanten Formulierung werden mir von Dir besonders im Gedächtnis bleiben.
Der erste: Dekaninnen sind wie Whisky – je älter sie werden, umso milder werden sie.
Das haben die Geislinger erlebt  - die zunehmende Milde, die ausstrahlte und mit der Du vielen tatkräftig und ermutigend zur Seite standst.

Und der zweite Satz: Nicht jede Kirchengemeinde hat einen Pfarrer oder eine Pfarrerin, aber jedes Gemeindeglied hat einen Pfarrer oder eine Pfarrerin.
Ich zitiere das gerne. Auch an anderen Orten. Weil in dieser Zuspitzung ein Sachverhalt auf den Punkt gebracht ist, der uns gerade in den ländlichen Regionen stark beschäftigt.  

 

So kennen wir Dich: Du hast mit klarem Blick und unerschrockener Rede gesagt, was ist, und damit nicht nur Freunde gefunden. Zuweilen gab`s regelrechte Stürme und Aufregungen, die dann aber auch wieder abgeebbt sind.
So kannst Du heute nun dankbar auf das schauen, was Du gemeinsam mit anderen im Geislinger Kirchenbezirk zustande gebracht hast. Denn in der Summe – und darauf bist Du als eine, die auch Mathematik studiert hat – besonders geeicht: In der Summe stimmt`s.

Innovation, Wandel, Veränderung, Aufbruch… das sind Wörter, die in Dir viel Resonanz ausgelöst haben und wohl immer noch auslösen. Dass unser Sein ein Werden ist, das lernen wir manchmal auch mit Schmerzen.

Nun kommt wieder eine Veränderung. Du trittst zurück, nimmst von Liebgewordenem Abschied.  Scheidest aus dem Amt der Dekanin, bleibst ordinierte Pfarrerin.
Dialektik ist Dir nicht fremd, sondern sehr vertraut.
Deshalb denke ich, dass Du es schaffen wirst. Auch diesen Spagat, auch diese Veränderung, und dabei wirst Du auch der größten Herausforderung nicht ausweichen:
Der Einübung ins abschiedliche Leben.

 

Dazu wünsche ich Dir von Herzen Gottes Segen und verbinde diesen Wunsch mit dem Dank für alles Geleistete, für alle Kollegialität, Beratung, Unterstützung und dafür, wie Du das Amt der Dekanin gelebt und ausgefüllt hast.
Und so sage ich ganz einfach: Adieu – behüt dich Gott.



Grußwort von Landrat Edgar Wolff

Landrat Edgar Wolff


Sehr geehrte, liebe Frau Dekanin Hühn,
sehr geehrte Frau Prälatin Wulz,
sehr geehrter Pfarrer Crüsemann,

werte Vertreter der Kirchengemeinden und Einrichtungen im
Evangelischen Dekanat Geislingen,


Kommen und Gehen bestimmen unser Leben. Viele von Ihnen, meine
Damen und Herren, und ganz sicher Sie, liebe Frau Dekanin Hühn
haben heute an den Tag gedacht, an dem Sie vor 19 Jahren mit
vielen Erwartungen bedacht, als damals einzige Frau in der
württembergischen Landeskirche, zur Dekanin gewählt wurden. 19
Jahre, in denen Sie viel bewirkten. Heute ist der Tag des Abschieds
gekommen, Sie gehen nun in den wohl verdienten Ruhestand.

Damit ist heute auch der Tag gekommen, Ihnen zu danken. Für Ihr
Wirken im Dienst der Kirche und die Anstöße, die Sie gegeben
haben, für die gute Zusammenarbeit und das offene Ohr, das Sie
stets für alle hatten.

Auch ich, ein Vertreter der weltlichen Gemeinde, möchte Ihnen, der
Vertreterin der christlichen Gemeinde, heute für die gute
Zusammenarbeit im Namen des Landkreises Göppingen und
persönlich sehr herzlich danken.

 
Die Kirche und die Politik, sie gehen ja nicht immer konform, aber sie
haben doch auch manches gemein. Nicht von ungefähr hat es sich im
Sprachgebrauch erhalten, sowohl die kirchlichen Gemeinschaften als
auch die Kommunen als eine Gemeinde zu bezeichnen.


Die Gemeinde der Gläubigen und die Gemeinde der Staatsbürger –
ihr gemeinsamer Nenner ist das Wohl der Mitmenschen.
Was alles zu diesem Wohl gehört, wird etwas unterschiedlich
gesehen, aber es gibt auch eine ganze Reihe von
Übereinstimmungen.
Und deshalb kommt den kirchlichen Aktivitäten in allen Kommunen
eine große Bedeutung zu. Die sozialen Einrichtungen der Kirche sind
unverzichtbar, ihre Stellungnahmen zu aktuellen Fragen werden
gehört. Wir wissen und schätzen, was wir an den kirchlichen
Kindergärten und weiteren kirchlichen Einrichtungen auf Kreisgebiet
haben.

 
Im Rahmen ihres diakonischen Handelns nehmen die
Kirchengemeinden auf kommunaler Ebene in vielen Bereichen der
Bildung, Jugend-, Behinderten- und Altenhilfe wichtige Aufgaben der
Daseinsvorsorge wahr. So sind das Diakonische Werk und die
dazugehörigen Träger von Einrichtungen wie z. B. Diakoniestationen
und Pflegeheime seit vielen Jahrzehnten wertvolle und anerkannte
Kooperations- und Netzwerkpartner für den Landkreis.


Wichtige sozialpolitische Themen werden zwischen den
Kirchenvertretern und dem Landkreis bei den zur Tradition
gewordenen Treffen der Dekane besprochen, zu denen wir als
Landkreis jedes Jahr einladen.

Dies zeigt, dass die Kirchen für den Landkreis ein wichtiger
Sozialpartner sind. Gemeinsame Fragen und Themen sind z. B. die
Lebenslagen von Langzeitarbeitlosen, Alleinerziehenden, von
Altersarmut Betroffenen, die Integration von Menschen mit
Migrationshintergrund, die Inklusion etc.

Für diese gute, fruchtbare Zusammenarbeit spreche ich dem
evangelischen Dekanat Geislingen meinen Dank aus und freue mich
auf eine weitere partnerschaftliche Zukunft mit künftig Dekan Elsässer
an der Spitze.

Mein besonderer Dank geht an Sie, Frau Dekanin Hühn, denn Sie
haben an der Spitze des Dekanats mit seinen 26 Kirchengemeinden
in den Distrikten Geislingen, Oberes Filstal, Unteres Filstal und Alb
organisiert sind, diese Aktivitäten gesteuert, ihnen Impulse vermittelt
und waren die zentrale Ansprechpartnerin. Und dies haben Sie neben
Ihrer Tätigkeit als Pfarrerin der Stadtkirche I geleistet und neben
Ihrem Vorsitz des Gesamtkirchengemeinderats Geislingen.


Sie, Dekanin Hühn, gelten als eine hervorragende Theologin und
Seelsorgerin und Sie sind eine begnadete und rhetorisch begabte
Predigerin. In ihrer 19-jährigen Amtszeit haben Sie als Dekanin die
Entwicklung im Evangelischen Kirchenbezirk vorangebracht und viele
Projekte initiiert. Hervorzuheben ist der Diakonieladen, der seit fast 15
Jahren existiert und eine hervorragende Resonanz verzeichnet.
Weiter gehören dazu das Kaffeehaus, die Geislinger Vesperkirche,
das ökumenische Projekt „Rückenwind“. das besondere Engagement
für Alleinerziehende und die Besuchsdienste.


Alle genannten Beispiele haben ein wunderbares gemeinsames
Fundament, ohne welches solche Projekte nicht funktionieren würden
und dies ist das Ehrenamtliche Engagement.
Dafür gebührt allen Ehrenamtlichen an dieser Stelle mein
ausdrücklicher Dank und meine besondere Anerkennung.


Sie, Dekanin Hühn, haben sich im „Sozialwort der drei Dekane im
Landkreis Göppingen“ im Mai 2013 zu Fragen der Arbeit und sozialen
Gerechtigkeit geäußert. Sie haben persönlich die sog. Drei-Kirchen-
Stiftung Geislingen, das große Sanierungsprojekt, ins Leben gerufen.
In den Jahren 2005 bis 2010 wurde in dessen Rahmen die
Renovierung der Außenfassaden Nord und Süd der Stadtkirche
verwirklicht.

Gerne bin ich ihrem Wunsch gefolgt und habe anstelle eines
Abschiedsgeschenks für den Landkreis Göppingen eine Spende für
die Drei-Kirchen-Stiftung veranlasst.

 
Und ganz aktuell ist Ihre Stadtkirche, liebe Frau Dekanin Hühn, jeden
Mittwochabend Ort der solidarischen Gebete angesichts des
geplanten Stellenabbaus der Firma WMF, was uns alle mehr als
berührt, was uns geradezu in einen ohnmächtigen Schockzustand
versetzt hat.
 
Alles, was Menschen nur bewegt und bedrängt, kommt in der
Seelsorge zur Sprache. Die Gemeindemitglieder suchen Rat und
Trost bei ihrer Pfarrerin; sie wenden sich an sie in allen Lebenslagen.
Dazu gehören die schönen Momente, wenn sich alles gut fügt; dazu
gehören aber auch die schwierigen Situationen, wenn Sorgen und
Nöte, wenn Trauer und Verzweiflung das Leben bestimmen.


In den vergangenen 19 Jahren haben Sie das Dekanat geleitet und
haben Sie als Pfarrerin Ihre Gemeindemitglieder sozusagen durch
das ganze Leben begleitet. Sie haben Feste mit ihnen gefeiert und
ihnen beigestanden in dunklen Stunden. Sie haben Kinder getauft
und Jugendliche konfirmiert; Sie haben Ehen geschlossen und
Verstorbene zur letzten Ruhestätte geleitet.
Sie, liebe Frau Dekanin Hühn, setzen mit Ihrem Engagement viele
Impulse für ein neues soziales Bewusstsein, für Solidarität und
Nächstenliebe, für eine gerechte Teilhabe insbesondere von
hilfebedürftigen und sozial benachteiligten Menschen.

 
Jetzt streben Sie neue Ziele an, jetzt können Sie das Leben etwas
geruhsamer angehen. Sie werden dies weiterhin in Ihrem Geislingen
als Wohnort tun.
Von Herzen wünsche ich Ihnen persönlich und im Namen des
Landkreises Göppingen einen gesegneten Ruhestand und eine
gesegnete Zeit, die Sie in Gesundheit, Freude und Muße verbringen
mögen.

 

Grußwort von Martin Ehrler, stellvertretender katholischer Dekan

Dekan Martin Ehrler, katholische Kirche

Liebe Gäste und Ehrengäste,
verehrte Frau Dekanin Hühn!

19 Jahre war Sie, liebe Frau Hühn Stimme und Gesicht der evangelischen Kirche hier in Geislingen und im ganzen Kirchenbezirk. Ein freundliches, offenes Gesicht mit einer deutlichen Stimme und einer klaren Botschaft. Sie haben sich nicht verbiegen lassen, sondern sind sich und ihrer Berufung treu geblieben und haben das, was sie im Glauben erkannt haben, mit aller Vehemenz auch öffentlich vertreten und so nicht nur ihre Kirche, sondern auch das öffentliche Leben in Geislingen und im Landkreis mitgeprägt und mitgestaltet.

In Namen der Katholischen Kirche danke ich Ihnen heute für die gute ökumenische Zusammenarbeit in den vergangenen zwei Jahrzehnten. Sie waren uns eine absolut verlässliche und auch wohlwollende Partnerin.

Oft haben wir uns getroffen um Kindergartenfragen mit der Stadt zu klären.
Und gerne erinnere ich mich an zahlreiche ökumenische Sitzungen und Arbeitskreis, an gemeinsame Gottesdienste und Vorträge, die Sie mitgestaltet und wesentlich mitgeprägt haben.

Jährlich kamen sich die evangelischen und katholischen Dekane im Landkreis Göppingen zum Austausch zusammen, nicht nur um sich besser kennen zu lernen, sondern eben auch um gemeinsame Vorhaben und Vorgehensweisen zu abzuklären, was schließlich zum ökumenischen Sozialwort der Dekane im Landkreis führte.

Wertvolle Begegnungen gab es bei den ökumenischen Pfarrerstreffen, die sie, liebe Frau Dekanin mit großer theologischer Kompetenz und Leidenschaft wesentlich mitgestaltet haben. Sie waren nie verlegen, wenn um gute Themen ging oder darum, einen geeigneten Referenten zu finden, und meist lagen sie mit Ihren Einschätzungen genau richtig.

Bei der Notfallseelsorge im Landkreis waren Sie Gründungsmitglied und mit ganzem Herzen dabei. Und wenn es während der kirchlichen Hauptkampfzeiten um Weihnachten oder Ostern oder auch in der Urlaubszeit Lücken im Dienstplan gab, waren Sie immer wieder bereit einzuspringen, um ihren Pfarrern und Pfarrerinnen den Rücken frei zu halten und den wichtigen Dienst der Notfallseelsorge zu gewährleisten.

Liebe Frau Dekanin Hühn, ich danke Ihnen für ihre ökumenische Offenheit und Klarheit, für ihre Fairness und ihr Wohlwollen, gerade auch dann, wenn sie hin und wieder mit katholischen Besonderheiten konfrontiert waren.
So ist es halt in der Ökumene, wenn zwei große Kirchen mit langer Tradition auf einander zu gehen. Jede Kirche hat ihre Eigenheiten und nicht nur die Kirchen, auch die handelnden Personen. Aber das macht die Sache interessant und bereichernd.

Wir haben gut zusammengearbeitet in den vergangenen Jahren und Sie, liebe Frau Hühn, werden uns fehlen.

Ich werde sie vermissen, ihre unkomplizierte und manchmal entwaffnend direkte Art, ihre theologische Kompetenz, ihre Fähigkeit Dinge auf den Punkt zu bringen, ihre schnörkellosen E-Mails, ihre treffenden Kommentare und Einschätzungen, ihre Ideen; und auch ihre zu weil zu Tage tretende Ungeduld; ihre heilige Ungeduld, wo immer es darum ging, Dinge und Sitzungen zielstrebig voran zu bringen und gute Lösungen zu finden.
Daran werde ich mich gerne erinnern, ebenso natürlich an unsere gemeinsamen Auftritte, vor allem auch an die bei der Kreissäge; das war auch eine Art Verkündigung und ein gelungenes Zeugnis guten ökumenischen Miteinanders.

Liebe Frau Hühn, im Namen des katholischen Dekanats Göppingen Geislingen und im Namen unserer Gesamtkirchengemeinde und aller katholischen Pfarreien sage ich ihnen ein herzlichen Vergelt´s Gott.

Für Ihren nun anstehenden Ruhestand wünsche ich Ihnen alles Gute. Ich bin überzeugt, dass sie die Herausforderungen des neuen Lebensabschnitts meistern werden. Sie müssen nun nicht mehr arbeiten, sie dürfen; und das ist ein gewaltiger Unterschied. Sie haben vielfältige Interessen und werden nun Zeit finden, manches nachzuholen, was bisher zu kurz kam.

Was schenkt man einer Dekanin zu Abschied?
Wenn man die Einladung richtig gelesen hat, dann weiß man ja, dass sich Frau Hühn zum Abschied eine Spende an die Drei-Kirchen-Stiftung gewünscht hat. Und das haben wir auch getan, denn wer könnte und wollte den Wunsch einer Dekanin abschlagen.

Aber ein bisschen unfolgsam wollten wir dann doch sein, so dass ich Ihnen, liebe Frau Hühn nun noch eine Kleinigkeit überreichen will.

Wir schicken sie fort auf Reisen. Und da Sie Rom besser kennen als die meisten Katholiken, haben wir als Ziel für Sie eine andere katholische Stadt erwählt, unsere Bischofsstadt Rottenburg. Dort gibt es ein beachtliches Diözesanmuseum, mit einem reichen Bilderschatz, den ich Ihnen heute schon in Form einen Bildbandes überreichen möchte. Und dazu einen Gutschein für das Hotel Martinshof, das den Namen unseres Diözesanpatrons trägt und Sie für ihre Kunstexkursion stärken wird.

Jeder, der sich die Fähigkeit erhält, Schönes zu erkennen, wird nie alt werden, sagt Franz Kafka. Und das wünschen wir Ihnen, liebe Frau Hühn.

Vielen Dank für Alles und Gottes reichen Segen für die kommenden Jahre.

Grußwort von Frank Wößner, Vorstandsvorsitzender Samariterstiftung

Frank Wößner, Vorstandsvorsitzender Samariterstiftung


Sehr geehrte, liebe Frau Hühn,

sehr geehrter Herr Landrat Wolff,

liebe Prälatin Gabriele Wulz,

liebe Festgäste aller Ehren und Würden!

 

Was für eine Woche! Zuerst Philipp Lahm und jetzt Sie!

 

Irgendwann ist es so weit. Heute ist es soweit. Heute ist es für Sie, liebe Frau Hühn soweit: Sie nehmen Abschied. Abschied vom, nennen wir es einmal vom aktiven Teil des Amtes. Gibt es das Amt, unser Amt, das Pfarramt, passiv? Kann es passiv sein oder werden nur weil Sie in den Ru-hestand gehen?
Und schon merke ich, dass ich achtsam sein muss. Denn ohne Zweifel werden Sie mich hier und jetzt und vor der ganze n Festgesellschaft zur Disputation heraus fordern, sollte ich mich zu sehr jenseits Ihrer Überzeugungen bewegen. Und gerade dies hat mich an Ihnen von Anfang an und immer begeistert: Dass Sie aufrecht und streitbar durch Amt und Leben gehen, mit klaren Ansagen, wachem Geist und nicht wirklich leicht zu irritieren. Auch dann, wenn es nicht einfach ist. Vielleicht gerade dann.

 


Heute stehe ich hier als Vorstandsvorsitzender der Samariterstiftung.

Zusammen gebracht hat uns aber das Martin-Luther-Haus. In einer Situation, die Sie selbst so beschrieben haben: Trauer ist angesagt: Sie können mir glauben, dass auch ich traurig war am Abend des 24. Januar 2004. Traurig und erschöpft. Abschied nehmen von einer guten Idee, weil sie nicht finanzierbar ist. Das tut weh. - Zitatende. Manches tut weh. Und doch ist uns aufgetragen, die Welt-Wirklichkeit zu gestalten, Glaube und Weltverantwortung zueinander zu bringen. Das haben Sie immer getan. Auch jetzt wieder getan mit dem solidarische Abendgebet zur Situation in der WMF. Noch ein letztes Mal O-Ton: Glaube und Religion werden in weiten Teilen der Gesellschaft zur Privatsache erklärt. Aber die Kirche lässt sich nicht privatisieren. Die Kirche ist ein Teil der Gesellschaft und kein mit sich selbst beschäftigter Religionsverein.

 

Auch unseren Samariterstiften waren Sie eine gute, eine verlässliche Begleiterin. Die heraufziehenden demografischen Veränderungen haben Sie ernst genommen und sich für eine adäquate Bildung von Hilfsstrukturen eingesetzt. Diakonie und Kirche haben Sie konsequent zusammen gedacht. So haben sich immer wieder dafür eingesetzt, dass es in Geislingen auch Stellen für die Altenheimseelsorge gab und gibt. Dafür, dass es ein vitales Miteinander zwischen Kirchengemeinden und Samariterstiften gibt. Dafür, dass Ressourcen gemeinsam genutzt werden im Sinne einer zukunftsfähigen Quartiers- und Sozialraumorientierung. Und dazu gehören auch Samariterstifte als offene, einladende, heraufordernde Orte.

 

Ich mache keinen Hehl daraus, wir als standortkonservativer Träger – d.h. wo wir sind wollen wir nachhaltig und leidenschaftlich sein und bleiben – verlieren mit Ihnen eine kritische Begleiterin, eine diskussionsfreudige Mitstreiterin, eine engagierte Theologin. Aber da Sie ja in Geislingen bleiben vielleicht ja auch nicht so ganz. Gleichwie, viele gute Wünsche begleiten Sie im Neuen. Mögen Sie im Ruhestand auch ein wenig unruhig sein. Mögen Sie Ihre Wege dahin führen, wo Sie sein möchten. Mögen gute Gedanken und treue Menschen nie fehlen in der Zeit, die kommt.

 


Und: Nein: Das Amt wird natürlich nicht passiv im Ruhestand. Schon gar nicht bei Ihnen. Ich wünsche Ihnen im Namen der Samariterstiftung, der Samariterstifte Geislingen und Altenstadt und natürlich persönlich: Einen guten Weg ins neue, das in Vielem vertraut sein wird.

 


Lassen Sie mich theologisch schließen. Mit Helmut Gollwitzers Buchtitel Krummes Holz, aufrechter Gang. Wir Menschen sind nicht vollkommen. Ich nicht und Sie nicht. Krummes Holz. Aber den aufrechten Gang in eine verheißene Zukunft, den haben Sie in meinen Augen ziemlich gut beherrscht!

Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

Grußwort Pfarrer Dietrich Crüsemann

Pfarrer Dietrich Crüsemann, Geislingen-Stadtkirche

Sehr verehrte Frau Prälatin, sehr geehrter Herr Landrat, werte Stadträte und Synodale, liebe Gäste, liebe Gemeinde,

vor allem aber: sehr verehrte Frau Dekanin, liebe Frau Hühn,

es war einen Tag, nachdem in Rom ein Pole zum Papst gewählt worden war. Im Tübinger Stift gab es eine Infoveranstaltung für Theologiestudenten im 1. Semester. Mittendrin saß ein junger norddeutscher Student. Er war noch etwas verwirrt, weil er gerade erst begriffen hatte, dass es in Deutschland außer bayerisch noch andere Dialekte gibt. Auch manche Ausdrucksformen der Frömmigkeit hierzulande lernte er erst kennen und waren noch gewöhnungsbedürftig. Vorn hatte gerade ein Vertreter des Bengelhauses verkündet, was ein Theologiestudent auf jeden Fall zu glauben habe und wie im Besonderen seine Sexualmoral beschaffen sein sollte. Und dann sagte die vorn auf dem Podium sitzende Stiftsrepetentin in eindeutig nichtschwäbischem Tonfall einen wunderbaren Satz der ihn erstmal erleichterte: Wir sind hier halt liberal.

Das war, Sie wissen es, die anderen ahnen es, meine erste Begegnung mit Ihnen, liebe Frau Hühn. Und in diesem Satz, den ich nie vergessen habe, steckt wie in einer Vignette einiges von dem, was Sie ausmacht.

Zuerst: sie sind keine Schwäbin. Es gibt also nicht nur Schwaben im Schwabenland, und das ist gut so. Klar: Württemberg ohne Schwaben, das wäre auch irgendwie doof. Aber hier und da eine Hessin, da und dort ein Hanseat, das peppt, das tut allen gut.

Dann steckt in diesem Sätzchen schon etwas von  dieser wunderbaren Direktheit, die Sie auszeichnet. Sie sagen einfach geradeaus was Sache ist. So manches Mal in schwierigen Sitzungen habe sicher nicht nur ich gedacht: hm was sagt der oder die jetzt wieder. Sie haben es einfach ausgesprochen, gesagt.

Und das habe ich bei Ihnen immer lernen können: keine Angst zu haben vor Tatsachen. Kein Lavieren. Sagen was Sache ist. Und siehe: die Welt geht nicht unter. Es gibt vielleicht Streit, aber es klärt sich auch manches.

Gut, gelegentlich haben Sie vielleicht auch einmal ein Fettnäpfchen gestreift oder einen Zeh getroffen. Aber das gute war immer: Man kann mit Ihnen reden. Man darf Sie auch, freilich begründet, kritisieren. Und dann geht die Welt eben auch nicht unter. Sondern dann wird geklärt und darüber gesprochen – und dann ist die Sache wieder in Ordnung. Und im schlimmsten Fall holt man sich eine externe Beratung. Sie sind nämlich das Gegenteil von beratungsresistent. Sie lieben Beratung.

Und liberal ist ja nicht bloß das Stift. Liberal ist Ihre Grundhaltung. Nicht, dass Sie nicht eine wohlbegründete Meinung hätten. Aber sie lassen andere gelten: andere Charakter, andere Theologien, andere Temperamente. Können bloß das Hintenrum nicht ausstehen. Und Faulheit wohl auch nicht. Was ja nicht schlecht ist für eine Dekanin.

Sie haben bei Ihrer Abschiedsrede in der Bezirkssynode gesagt, dass das Amt der Dekanin für sie im Grunde ein ganz neuer anderer Beruf war – im Gegensatz zum Pfarramt.

Und es ist ja nicht nur ein Beruf. Im Grunde sind es wenigstens drei.
Wir werden Sie hier in der Stadtkirche und in unserm Kirchengemeinderat vor allem in Ihrer ersten Funktion vermissen: als die kluge Predigerin der Stadtkirche nämlich. Als eine zu der man immer neugierig und gern ging, und für Kopf und meist auch fürs Herz was mitbekam. Zu der, nebenbei, immer auch Menschen aus anderen Gemeinden gerne kamen.

Wie viele Bilder haben Sie den Menschen erschlossen, und gern mit Hilfe der Kunst Bibel, Kunst und Leben ganz neu aufeinander bezogen. Anspruchsvoll, gewiss. Aber auch so reichlich, dass jeder was mitkriegte. Bei Ihnen kriegte man was fürs Geld. Und auch unser Stadtkirchengemeinderat kriegte viel von Ihnen: Anregungen, kluge Gedanken, Hilfen bei Entscheidungen.

Und dann waren Sie die geschäftsführende Pfarrerin der Gesamtkirchengemeinde. Das sind Sitzungen, Haushalte. Entscheidungen und Verhandlungen. Ja, der demografische Wandel kommt. Da muss man nicht drumrum reden. Aber Sie haben die Gesamtkirchengemeinde für die Zukunft gewappnet. Rücklagen sind da. Immobilienentscheidungen wurden getroffen und durchgezogen. Sie haben manche Prügel dafür bezogen. Und diese bewundernswert tapfer ertragen. Und es gab wahrlich auch unfaire Kritik. Und manches wurde unzulässig personalisiert. Sie hinterlassen Ihrem Nachfolger eine wohlgeordnete Gesamtkirchengemeinde.

Das ist dann ja die dritte Aufgabe: auf der Ebene des Kirchenbezirks – Entscheidungen treffen, Geld klug und sinnvoll verwalten, Pfarrpläne auf den Weg bringen – und Vorgesetzte für mehr als 24 Pfarrerinnen und Pfarrer sein. Eine Aufgabe, die für die meisten eher unsichtbar abläuft. Was kann besseres gesagt werden als dies: man ist gern im Dekanat. Nicht nur bei wunderbaren, den Horizont erweiternden Pfarrkonventen. Sie haben immer Ihre Leute, Frauen, aber auch Männer  gestärkt und bestärkt, ermutigt, unterstützt. Sie haben es nicht selten verstanden Kolleginnen und Kollegen hierher zu holen und nicht bloß zu warten, ob sich jemand auf eine Ausschreibung bewirbt.

Vor allem aber: man konnte immer zu Ihnen kommen wenn etwas schwierig war oder man Rat oder Hilfe brauchte. Und Sie hatten immer Zeit, Mitgefühl und nüchterne, kluge Ratschläge. Und das ist vielleicht das Beste, was man über eine Dekanin sagen kann.

Viele werden Sie vermissen. Nicht bloß Ihre netten Listen und Pläne und zahlreichen Mails, die man immer so im Postfach seines PCs fand. Ich fürchte, da wird es jetzt sehr leer werden. Und wahrscheinlich schmeißt nie wieder eine Vorgesetzte während einer Dienstbesprechung  mit einer Mandarine nach mir, weil ich was Freches gesagt habe.

Aber so ist es, so soll es sein. Schön, dass der Weg zu Ihnen nur ein kleines bisschen weiter geworden ist. Seien Sie wohl behütet bei dem was kommt, in Ihrem neuen Lebensabschnitt.

Abschiedslied der Pfarrerinnen und Pfarrer

Die Stellvertreterin der Dekanin, Pfarrerin Ulrike Ebisch, überreichte das Geschenk der Pfarrerschaft: Einen Rundflug über den Kirchenbezirk

Gerlinde Hühn, es ist vorbei.
man kann es noch gar nicht glauben
wie es nun in Zukunft sei
wer dreht an den richt´gen Schrauben.
wer führt den Pfarrkonvent nach Rom
lehrt den Vatikan zu lieben
nach Venedig fährt ein Zug
nach Rom muss man fliegen.

Über den Wolken
muss die Rente wohl grenzenlos sein
alle Ängste, alle Sorgen
Sagt man
blieben darunter verborgen
und dann
Würde was uns groß und wichtig erscheint
Plötzlich nichtig und klein

Gerne denken wir zurück
auch an lustige Momente
wie sie bisweilen Stück um Stück
die ganze Tischdeko verschlemmte
niemals hat sie Streit gescheut
mancher hat vor ihr gezittert
an Projekten sich erfreut
und Talente gewittert.

Über den Wolken
Muss die Freiheit wohl grenzenlos sein
Alle Ängste, alle Sorgen
Sagt man
Blieben darunter verborgen
Und dann
Würde was uns groß und wichtig erscheint
Plötzlich nichtig und klein

Nun wird alles still, sie geht -
aber nur in die Parkstraße,
wo die neue Wohnung steht
in ganz ansehnlichem Maße.
Zeit für’s Reisen hat sie nun
muss jetzt keine Mails mehr schreiben
vielleicht wird sie’s trotzdem tun
und so in unserem Postfach bleiben.

Über den Wolken ...

Bezirkskantor Thomas Rapp und Horst Menzel begleiteten die Pfarrerinnen und Pfarrer bei ihrem Lied

Wer Dekanin Gerlinde Hühn eine Freude machen will, möge doch bitte anstelle eines Geschenks einen Betrag an die

Geislinger Drei-Kirchen-Stiftung

spenden.

 

Konto-Nummer:

Volksbank Göppingen

BLZ 610 605 00

Konto: 607 494 000

IBAN: DE49 6106 0500 0607 4940 00

BIC: GENODES1VGP