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Schwester Claudia, Pfarrer Hoene, Dekanin Hühn (v.l.)
Schwester Claudia schreibt:
Am 24. Mai 1967 wurde ich in Stuttgart geboren und bin dann in Bernhausen auf den Fildern aufgewachsen.
Zwei Tage nach meinem 15. Geburtstag lernte ich Jesus als meinen persönlichen Herrn und Erlöser kennen. Von da an hat es mich immer geärgert, dass ich mich in der Bibel so wenig auskenne. Am liebsten wäre ich sofort auf eine Bibelschule gegangen. Da das nicht ging, begann meine Freundschaft mit dem Wort Gottes ganz privat beim täglichen Lesen und durch die Mitarbeit im Jugendkreis.
Als es dann um die Berufswahl ging, dachte ich nicht mehr an den Bibelschul-Wunsch und hatte auch nicht die Idee, dass ich Jesus fragen könnte was er für mich gut findet.
Also machte ich mich dran, das Buch vom Arbeitsamt "Berufe 1983/84" durchzulesen. Ergebnis: Bauzeichnerin. Das war okay. Doch schon während der Lehre kam das Thema Bibelschule wieder auf. Ganz unspektakulär beim Bibellesen. Ich wollte gehen – nicht, weil ich es toll fand, sondern weil Jesus mir das sagte.

Schwester Claudia Günther
Wohin? – nach Aidlingen. Ich hatte keine Ahnung, wo das ist und was da auf mich zukommt... Ich wusste nicht einmal, dass dort so viele – und überhaupt die Schwestern leben.
Während meiner Bibelschulzeit beschäftigte mich im Gespräch mit Jesus sehr stark die Frage, was Jesus mit meinem Leben anfangen will – denn das war klar, dass er die beste Idee und einen guten Plan für mich ganz persönlich hat.
Ich hätte gerne Familie gehabt, aber es lockte mich auch, ganz frei für den Dienst zu sein. Es war eine Zeit des Hin- und Hergerissenseins. Ich hatte noch nie zuvor an ein Leben in der Schwesterngemeinschaft gedacht. Mit Ausdauer und Geduld lenkte Jesus meine Gedanken genau in diese Richtung. Sein Ruf wurde immer deutlicher und schließlich unmissverständlich klar: Ich gehöre ins Mutterhaus Aidlingen.
Nach der Ausbildung war ich mit zwei Mitschwestern in der Gemeindearbeit in Esslingen. 6 Jahre später bekam ich für "vorübergehend" eine ganz andere Aufgabe in unserem Verlag in Döffingen. Es war eine gute Zeit – die nach 10 Jahren vorüber ging.
Und jetzt bin ich seit Januar Amstetter Bürgerin und werde Jugendreferentin im Alb-Distrikt.
Wie das kam, werden viele von Ihnen wissen: