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Arbeitskreis für die Indien-Partnerschaft
Warum Nord-Kerala?
Zu den Christen in Nord-Kerala hat der Evangelische Kirchenbezirk Geislingen seit langem eine besondere Verbindung. Samuel Hebich aus Nellingen/Alb war im vergangenen Jahrhundert einer der bedeutendsten Basler Missionare in diesem Gebiet Indiens.
Jahrzehnte später war dort der aus Eislingen stammende Missionar Richard Lipp tätig. Er wurde nach dem zweiten Weltkrieg im unabhängigen Indien zum Bischof unserer Partnerdiözese gewählt. Seinen Ruhestand verbrachte er in Süßen. Über ihn kam die Anfrage aus Nord-Kerala nach einer Partnerschaft an den Evangelischen Kirchenbezirk Geislingen.

Emblem der Kirche von Nordkerala
Zur Geschichte und Situation unserer Partnerkirche:
Nach einer in Indien lebendigen Tradition gehen die ältesten Kirchengründungen des Landes auf den Apostel Thomas zurück. Auch die durch missionarische Verkündigung der christlichen Botschaft im 18. und 19. Jahrhundert entstandenen Kirchen wissen sich dieser Tradition verbunden. 1947 entstand die Kirche von Süd-Indien (Church of South India: CSI) als eine Unionskirche, gebildet durch den Zusammenschluss von anglikanischen, methodistischen und reformierten Kirchen, zu denen in den darauf folgenden Jahren die aus der Tätigkeit der Basler Mission hervorgegangenen Gemeinden hinzu kamen.
Die CSI hat 2,8 Millionen Mitglieder, 21 Diözesen und 10.114 Gemeinden. In ihr sind 2.244 Pfarrer tätig. Sie unterhält 1930 Schulen, 38 Colleges, 104 Krankenhäuser und 512 Kinderheime. In Nord-Kerala selbst werden die ca. 60.000 Kirchenmitglieder in 50 Gemeinden von 63 Pfarrern versorgt. Damit ist Nord-Kerala die größte Diözese in Kerala. Der Anteil der Christen in diesem Bundesstaat ist mit 21% einer der höchsten in ganz Indien. Die meisten Christen gehören der katholischen und verschiedenen orthodoxen Kirchen an.
Geographisch, politisch, wirtschaftlich:
Kerala ist ein schmaler Küstenstreifen mit 39.000 qkm Fläche und 30 Millionen Einwohnern. Klimatisch günstig gelegen wird er auch als Garten Indiens bezeichnet. Gewürze wie Pfeffer, aber auch Tee, Kaffee und Bananen werden angebaut. An der Küste wird Fischerei und Schiffsbau betrieben. Trotz eines Alphabetisierungsgrads von über 90% im Bundesstaat sind sehr viele Keralesen arbeitslos.
Unsere Partnerschaft hat folgende Ziele:
Dienst für Mission, Ökumene und Entwicklung
Kirche von Südindien
Broschüre Diözese Nordkerala