Notwendiger Wandel in Landeskirche und Kirchenbezirk

Dekanin Gerlinde Hühn

Dekanin Gerlinde Hühn


"Notwendiger Wandel im Kirchenbezirk"

„Notwendiger Wandel“ was ist damit gemeint?
 
Notwendiger Wandel"
Neues wächst!    
Gemeinde als begabter Leib
 
Im "Notwendigen Wandel" verbindet sich ein Ansatz, Kirche von unten her zu verändern mit einer Initiative von Landessynode und Oberkirchenrat.
Die Kirchenleitung will mit dem Prozess "Notwendiger Wandel" Veränderungen an der Basis aufnehmen und unterstützen, doch auch strukturieren und zu einem nachhaltigen Entwicklungs- und Lernprozess für die ganze Landeskirche bündeln.
 
Inspiriert vom paulinischen Gemeindeverständnis, der in Röm 12 und
1. Kor 12 Gemeinde und Kirche als lebendigen Leib mit vielfach und vielfältig begabten Gliedern beschreibt, erarbeiten die Mitwirkenden im "Notwendigen Wandel" Konzeptionen und Praxiserfahrungen für die Arbeit in Kirchengemeinden und -bezirken.
Diese fokussieren sich um drei Leitimpulse.

 
 
Leitimpulse:

(1) Konzentration:
Hier geht es um Schwerpunktsetzung und Profilierung, um die Klärung von Zielen und die Erarbeitung von Gemeindekonzeptionen, um die Unterscheidung von Vordringlichem und Nachgeordnetem, immer unter der Leitfrage, wie eine Gemeinde oder ein Kirchenbezirk, seinen Auftrag, hier und heute Gemeinde Jesu Christi zu sein, mit leben füllen kann. Hier geht es um die Frage, wie die verschiedenen Berufsgruppen und Ämter in der Landeskirche profiliert und auf einander bezogen werden können, so dass deutlich wird und eingegrenzt werden kann, z.B. was Aufgabe und Verantwortung des Pfarramtes ist und wofür Ehrenamtliche in der Gemeinde eigenverantwortlich beauftragt sind.
 
(2) Kooperation
Hier geht es um den Aufbau sinnvoller Zusammenarbeit zwischen benachbarten Kirchengemeinden - auch in konfessionsverbindender Zusammenarbeit. Durch Zusammenarbeit sollen Schwerpunktabsprachen möglich werden, die die einzelne Gemeinde von manchen Arbeitsbereichen entlasten. Durch Zusammenarbeit und Schwerpunktabsprachen sollen Spielräume gewonnen und Kräfte gebündelt werden, die neue Angebote möglich machen und auf Menschen zugehen, die sich von der bisherigen kirchlichen Arbeit wenig angesprochen fühlen.
 
(3) Koordination/Delegation
Hier geht es um die Frage, wie denn die verschiedenen Gaben der Glieder am Leib der Gemeinde wahrgenommen, geweckt und gefördert und verbunden werden können. Zielorientierung und Gabenorientierung sollen aufeinander bezogen werden; Gemeinden sollen strukturell fähig werden, neue Konzepte des Ehren- oder Freiwilligenamtes aufzunehmen und breiter als bisher unterschiedlichen Begabungen, Interessen und Frömmigkeitsformen Raum geben.

Hauptarbeitsformen im "Notwendigen Wandel" sind Lokale Erprobungsprojekte (LEP).
Insgesamt 50 Kirchengemeinden, -bezirke und Einrichtungen wurden über ca. 1 1/2 Jahre durch ein Beratungsteam in ihrer Entwicklung begleitet. In Zwischen- und Schlussberichte wurden die Erfahrungen der Lokalen Erprobungsprojekten ausgewertet; aus den Berichten wurden Praxisimpulse erarbeitet, die als Broschüren, über das Internet und über Fortbildungen und Studientage allen Gemeinden zugänglich gemacht worden sind.                  
 
www.kirche-gestalten.de  
 
 
 


Kongress Gemeindeentwicklung

Im Februar 2003 fand in Böblingen der erste Gemeindeentwicklungs-Kongress  der Württembergischen Landeskirche statt.
Auf ihm präsentierten sich die verschiedensten Gemeinden und Einrichtungen der Landeskirche mit ihren Erfahrungen und Ergebnissen aus ihren Veränderungsprozessen dar.

Auch der Kirchenbezirk Geislingen war mit einem Stand (Stand 5.22) vertreten.

„Notwendiger Wandel im Kirchenbezirk Geislingen“ mit der
Lenkungsgruppe „Notwendiger Wandel im Kirchenbezirk Geislingen“
In der Dokumentation kann man lesen:
Wir haben eine Lenkungsgruppe gegründet, die die Veränderungen im Kirchenbezirk Geislingen beobachtete, dokumentierte und anregte.
Es tat sich viel im Kirchenbezirk.
 
Die vielfältigen Innovationen im Kirchenbezirk Geislingen haben wir zusammengefasst zur "Blume des Notwendigen Wandels".
 
Diese Darstellung macht die bunte und zum Teil unübersichtliche Landschaft der
Innovationen im Kirchenbezirk Geislingen durchschaubar, versucht, die gemeinsamen Ziele zu entdecken und zu formulieren und dient damit der inneren und äußeren Kommunikation.
Einen ausführlichen Bericht zur Lenkungsgruppe im Kirchenbezirk finden Sie hier.
 
 


Gemeindeentwicklung im Kirchenbezirk

Gemeindeentwicklung im Kirchenbezirk



Beschreibung der Grafik

Unter dem Gesamt-Thema: „Notwendiger Wandel im Kirchenbezirk Geislingen“ finden sich 6 große gelbe Blütenblätter zu 6 Themen,
daran hängen verschiedenfarbige kleinere Blütenblätter mit ausgewählten Beispielen, jedes der Segmente hat eine bestimmte Zielformulierung.
 
Finanzen - Zukunftsfähig bleiben trotz reduzierter Finanzen
Deckelung der Bezirksumlage
Budgetierung der Gemeinden
Budgetierung der Bezirkswerke
Fundraising

Delegation/   -   MA fördern, begleiten, würdigen, motivieren
Koordination  -   Freude an der Mitarbeit soll entstehen
EJW: Förderung von EA
MA-Pflege
KGR-Arbeit
 
 
Kooperation    -   Bereitschaft zum Lassen, Aufhören, Abgeben
Erwachsenenbildungsprojekte     Erarbeiten von Prioritäten
Kirchentag
Gemeinsame Predigtreihen
 
Konzentration -  Zielorientierter Ressourceneinsatz

Altenstadt: Seelsorgeeinheit
Schalkstetten: Übergemeindliche Zusammenarbeit auf dem Lande
Dienstleistungszentrum MLH
 

Public Relations -  „Das Evangelium unter die Leute bringen” 
                              Als Kirche in der Öffentlichkeit präsent sein  

- Kunstausstellungen   
- Kirchenmusik
- Spätlese
- Citykirche
- Gemeindebriefe
- Kirchenbezirkszeitung
 
 
Leitung - Beteiligungskultur/ Abbau von Hierarchien
Leitbildentwicklung -  klare Steuerung von Entscheidungsprozessen
Donzdorf
PE-Gespräche
Lenkungsgruppe Notwendiger Wandel
 

Diese Blütenblätter geben den Stand von 2003 wieder, sie waren danach ergänzbar und müssen heute weiter ergänzt werden
(siehe auch Internetseite: www.wachsendekirche.de)
 
Siehe auch Unterseite  „Wachsende Kirche“ im Kirchenbezik Geislingen.
 
 

Notwendiger Wandel im Kirchenbezirk - die Projekte

Die Steuerungsgruppe der Landeskirche hat seit 1999 über 100 Bewerbungen von Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen am Projekt besucht und zu den geplanten Erprobungen interviewt.
Aus den Bewerbern wurden 50 Lokale Erprobungen ausgewählt, denen die ganze oder teilweise Kostenübernahme in einem Beratungsprozess zugesagt wurde.
Die Projektstelle hat in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft für Gemeindeberatung in Württemberg und dem Evangelischen Gemeindedienst für die Lokalen Erprobungsprojekte Beraterinnen und Berater ausgewählt und mit dem Beratungen beauftragt.

Auch im Kirchenbezirk Geislingen gab es einige LEPs (= landeskirchliche Entwicklungsprojekte), die von der Lenkungsgruppe der Landeskirche ausgewählt und bezuschusst wurden.
Daneben gab und gibt es weiterhin es selbstverständlich noch viele Einzelinitiativen in den Bezirksgemeinden, die auch unter dem Thema „Wandel“ zusammengefasst werden könnten.
 

Die extern beratenen Projekte


5.22.2 Pilotprojekt Personalentwicklung im Kirchenbezirk Geislingen

Drei Jahre lang wurden im Dekanat Geislingen als Pilotprojekt des landeskirchlichen Projekts "Personalentwicklung und Chancengleichheit"
Personalentwicklungsespräche (PE-Gespräche) auf Dekanats-, Gesamtkirchengemeinde- und Gemeindeebene geführt.
 
Erfahrungen und Struktur eines Personalentwicklungsgesprächs finden Sie hier.
 
 
Kontakt: Dekanin Gerlinde Hühn, Geislingen
Fon: 07331/41761  Mail: Ev.Dekanat.Geislingen@dont-want-spam.t-online.de
Internet:  www.kirche-gestalten.de/cms/15/home (Projekt Personalentwicklung)

5.22.3 Kooperation von Nachbargemeinden (LEP Geislingen-Altenstadt)

Gemäß Pfarrplan muss bis 2006 im Distrikt Geislingen eine halbe Pfarrstelle gekürzt werden. Man einigte sich darauf, dass nicht eine Gemeinde allein die Belastungen tragen soll, sondern dass die Kürzung von einem Gemeindeverbund aufzufangen sei: der Begriff "Seelsorgeeinheit Altenstadt" wurde geboren. Die bisher dort angesiedelten drei Pfarrstellen mit insgesamt 300% sollen auf 250% reduziert werden.
Ziel des Erprobungsprozesses war es, miteinander Wege und Strukturen zu finden, die einerseits die Bedürfnisse der Menschen im Blick behalten, andererseits aber auch zu einer Konzentration der vorhandenen Dienste führen. Das Miteinander der beiden Nachbargemeinden soll gestärkt werden.
 
Einen ausführlichen Bericht finden Sie hier
 
Infos zum LEP finden Sie hier
 
Kontakt: Pfarrer Christoph Wiborg
Fon:  07331/62300 Mail:  Martinskirche-West-Geislingen@dont-want-spam.t-online.de
 

5.22.4 Kooperation auf dem Land (LEP Schalkstetten u.a.)

4 + 1 = 1, wie geht das?
Der Notwendige Wandel macht es möglich.
Dorfgemeinden auf der Schwäbischen Alb im Kirchenbezirk Geislingen haben sich vollends zusammengeschlossen und daher gilt seit 1. Januar 2003:
4 Gemeinden + 1 Gemeinde = Gesamtkirchengemeinde Stubersheimer Alb.
 
Einen ausführlicheren Bericht finden Sie hier
Infos LEP finden Sie hier
 

Kontakt: Pfarrer Holger Platz (früher Pfarrerin Kathinke Kaden), Schalkstetten
Fon: 07331/42228  Fax: 07331/40768
Mail:  Pfarramt.Schalkstetten@dont-want-spam.elk-wue.de
 
Die vielfältigen, bunten Dinge, die sich im Kirchenbezirk darüber hinaus tun:
 
Das Projekt Citykirche an der Stadtkirche Geislingen                
 
Die Leitbildentwicklung in der Gemeinde Donzdorf