Geislingen feierte das Gustav-Adolf-Fest

Gustav-Adolf-Fest in Geislingen

 

Vom 26. bis 28. Juni 2009 fand in Geislingen das Gustav-Adolf-Fest statt.
Zu diesem landesweiten Jahresfest des Gustav-Adolf-Werkes wurde zum 4. Mal - nach 1895, 1922 und 1965 - nach Geislingen eingeladen. 

 

 

Mit einer "fulminanten Begrüßungsfeier" wurde das Gustav-Adolf-Fest eingeläutet. So stand es in der Geislinger Zeitung. Nach dem offiziellen Empfang durch die Stadt Geislingen in der Kapellmühle, bei dem die etwa 120 Gäste aus aller Welt herzlich begrüßt wurden, fanden sich rund 800 Menschen aus dem Geislinger Kirchenbezirk in der Stadtkirche zum Begrüßungsgottesdienst ein.

Die vielen Gäste erwartete ein wahrhaft "globales Erlebnis", denn neben den musikalischen Einlagen der Vereinigten Kirchenchöre des Bezirks und der litauischen Musikgruppe Vite beeindruckte der Gottesdienst durch die Sprachenvielfalt. Der Predigttext sowie die Fürbitten wurden ins Russische, Polnische, Italienische, Spanische, Portugiesische und in die Gebärdensprache übersetzt.

Auf diese Weise entstand eine außergewöhnliche Gemeinschaft, deren Jubel in den vielen Liedern bis unters Kirchendach erschallte.

 

 

 

 

 

 

Programm, Predigten, Vorträge und Reden

beim Gustav-Adolf-Fest in Geislingen: 

 

Das Programm des Gustav-Adolf-Festes in Geislingen

Abschluss-Gottesdienste am Sonntag, 28. Juni 

 

Predigten

Predigt von Prälatin Wulz beim Eröffnungsgottesdienst

Predigt Dr. Wilhelm Hüffmeier beim Schlussgottesdienst Stadtkirche 

Predigt René Krüger beim Gustav-Adolf-Fest

Predigt von Irina Solej beim Gustav-Adolf-Fest

Predigt von Nina Boldt beim Gustav-Adolf-Fest

Predigt von Helmut Markel beim Gustav-Adolf-Fest

Predigt von Michal Dimitruk beim Gustav-Adolf-Fest

Predigt von Dawid Pasz beim Gustav-Adolf-Fest

Predigt von Allesandra Trotta beim Gustav-Adolf-Fest

Predigt von Elliana Briante beim Gustav-Adolf-Fest

 

Bibelarbeit

Bibelarbeit Tatjana Tatsenko

 

Vorträge und Reden

Vortrag Fulbert Steffensky "Zu verkündigen den Armen das Evangelium"

Vortrag René Krüger "Globalisierung - was geht sie uns an?"

Vortrag René Krüger beim Forum Südamerika

Forum Frauen

Forum Polen - Wanda Falk

Forum Polen - Johannes Flothow

Kirchenfahnen und GAW-Fahnen begrüßten an allen Ortseingängen und an den Veranstaltungsorten die Gäste

Prälatin Wulz spricht beim Empfang der Stadt Geislingen

Festgottesdienst zur Eröffnung des Gustav-Adolf-festes mit den vereinigten Kirchenchören unter Leitung von KMD Gerhard Klumpp

Dekanin Gerlinde Hühn beim Festgottesdienst mit Pfarrerin Haag, die in Gebärdensprache übersetzte

Abend der Begegnung auf dem Kirchplatz vor der Stadtkirche

Viele Gäste feiern mit

Landfrauenbrot und Pfefferspießbraten schmecken

Reges Gespräch am Abend der Begegnung

Die Musikgruppe Vite aus Litauen spielt für die Gustav-Adolf-Gäste

Dönnede und schöne Begegnungen beim Fest

Abend der Begegnung auf dem Kirchplatz der Stadtkirche

Der Schorndorfer Dekan Volker Teich übernimmt von Dekanin Gerlinde Hühn den Fest-Stab - im nächsten Jahr ist Schorndorf Gastgeber des Gustav-Adolf-Festes

Vier Foren luden zu Information und Diskussion

Interessierte Gäste beim Forum

Am Samstagvormittag standen vier Foren im Mittelpunkt:

 

Forum Sizilien: Mittelmeerparadies vor diakonischen Herausforderungen

Forum Polen: Von Gott und der Welt verlassen? - Polnische Pflegekräfte in Deutschland

Forum Südamerika: Wider den Luxus der Hoffnungslosigkeit

Forum Frauen: Frauen im Pfarramt: evangelisch selbstverständlich - aber noch nicht überall

 

 

Interessierte Zuhörende in der Stadtkirche beim Sizilien-Forum. Dekanin Hühn interviewt Alessandra Trotta, Direktorin des Diakonischen Zentrums La Noce in Palermo

Frauen aus Polen und Russland informierten über die Situation der Theologinnen in ihren Ländern

Professor René Krüger aus Argentinien und Pfarrer Dietzsch vom GAW im Gespräch mit Pfarrerin Yasna Crüsemann beim Lateinamerika-Forum.

Das Forum zu den osteuropäischen Haushalts- und Pflegekräften ist auf großes Interesse gestroßen. Wanda Falk, Leiterin der evangelischen Diakonie in Polen und Johannes Flothow, Referent beim Diakonischen Werk Württemberg, präsentierten dem Publikum eine Vielzahl an Daten, Fakten und auch Lösungsvorschlägen. Die Diakonie startet nun das Projekt "Fair Care". Es sollen Modelle im Rahmen gesetzlicher Standards entwickelt werden.

Johannes Flothow und Wanda Falk referieren beim Polen-Forum vor großem Publikum

Beim Podium in der Stadtkirche wurde über die Ergebnisse der einzelnen Foren berichtet

Bibelarbeit beim Gustav-Adolf-Fest

Dr. Tamara Tatsenko bei der Bibelarbeit

Die Bibelarbeit über Maria und Martha hielt am Samstagvormittag in der Stadtkirche Dr. Tamara Tatsenko. Die Theologin ist Frauenbeauftragte der Evangelischen Lutherischen Kirche in Russland.

 

Prälatin Wulz, die 1. Vorsitzende, bei ihrem Rechenschaftsbericht vor der Delegiertenversammlung beim Gustav-Adolf-Fest

Bei Sonnenschein konnte auf dem Kirchplatz die Mittagspause genossen werden

Die litauische Gruppe Vite spielte für die Gäste

"Das Geheimnis von Zelle 10" war Thema des Kindermusicals, aufgeführt in der Stadtkirche

Petrus im Gefängnis - die Kinder spielen und singen

Die Kinder- und Jugendkantorei Geislingen und der Kinderchor Kuchen führten unter Leitung von KMD Gerhard Klumpp das Kindermusical auf

Mit stolzem Gesicht und weitem Horizont leben

Fulbert Steffensky spricht beim Gustav-Adolf-Fest

 

Bis in die hinterste Bank war die Geislinger Stadtkirche gefüllt. Mehr als 250 Personen wollten Fulbert Steffensky hören, der anlässlich des Gustav-Adolf-Festes gekommen war. Er sprach über das Thema „Zu verkündigen das Evangelium den Armen“.

 

Steffensky, ehemals Professor für Religionspädagogik in Hamburg, war verheiratet mit der Theologin Dorothee Sölle. Sie begründeten das Politische Nachtgebet in Köln, eine gottesdienstliche Form, in der „Global denken und lokal handeln“ zusammen gehen.

 

In seinem Vortrag in der Stadtkirche sagte Steffensky: „Wir sind keine Charismatiker mit Wunderkräften, wie Jesus und vielleicht noch seine Jünger es waren. Und doch sind wir von dem Auftrag nicht entbunden, zu trösten und die Gebrechen der Seele und des Körpers zu heilen. Unsere Wunder kommen alltäglich, eher verstaubt und undramatisch daher. Sie heißen heute: Gustav-Adolf-Fest in Geislingen, wo man an das Brot der Armen denkt. Sie heißen Protest gegen das Unrecht und Aufstand gegen den Tod im Leben.“ Dass Christus die Welt heilen wolle, aber nicht alleine, begründete Steffensky mit der Berufung der 12 Jünger. Jesus Christus gab ihnen Macht, dass sie unreine Geister austrieben und alle Krankheiten und Gebrechen heilten.

Die Diakonie und die Einklagung des Rechts für die Schwachen sei eine Grundaufgabe der Kirche. So habe Christus gelehrt, Horizonte zu öffnen, und damit gehe das Interesse und die Sorgen heute in die fremden Länder, zu den evangelischen Geschwistern, die in kleinen und bedrängten Gruppen lebten. Es sei gut, in die Fremde zu gehen, sagte Steffensky. Wer keine Heimat habe, verzweifle. Wer nicht mehr als seine eigene Heimat habe, verblöde. Wer nur sich selber kenne, verdumme. Das heiße, andere wahrnehmen und nicht im Stich lassen. Nicht im eigenen Horizont ersticken, das sei Kirche. Und das verdanke man auch dem Gustav-Adolf-Werk. Sie verhelfe der Kirche zu einem Ort, an dem Menschen mit stolzem Gesicht und mit weitem Horizont lebten.

Fulbert Steffensky (2.v.l.) wurde begrüßt von Pfarrer Dietrich Crüsemann, Dekanin Gerlinde Hühn und Pfarrerin Yasna Crüsemann (v.l.n.r.)

Matinee mit Professor René Krüger

Im Anschluss an den Gottesdienst am Sonntagvormittag sprach Professor Dr. René Krüger, Argentinien, über "Globalisierung - was geht sie uns an?"

Dr. Wilhelm Hüffmeier predigte im Schlussgottesdienst

Die Predigt des Schlussgottesdienstes des Gustav-Adolf-Festes in der Stadtkirche hielt Dr. Wilhelm Hüffmeier. Er ist der Präsident des Gustav-Adolf-Werkes in Deutschland.