Visitation der Distrikte im Kirchenbezirk

Kooperationen und Netzwerke im Distrikt

Neue Wege der Visitation

 

Nicht nur eine Kirchengemeinde zu visitieren, sondern den gesamten Distrikt im Blick zu haben war das Ziel, das sich Dekanin Gerlinde Hühn mit den Distrikts-Visitationen gesetzt hat. Übergemeindliche Zusammenarbeit und gemeinsame Projekte stehen dabei im Mittelpunkt.

 

Die Termine der Distrikts-Visitationen waren:

 

Distrikt Alb: Freitag, 17. Mai 2013, 18.00 - 22.00 Uhr, Gemeindehaus Amstetten

Distrikt Geislingen: Donnerstag, 27. Juni 2013, 18.00 - 22.00 Uhr, Jugendheim

Distrikt Obere Fils: Freitag, 08. März 2013, 18.00 - 22.00 Uhr, Deggingen

Distikt Unteres Filstal: Freitag, 18. Januar 2013, 18.00 - 22.00 Uhr, Kuchen

 



Die Visitationen sind thematisch eng begrenzt, sie stehen unter dem Leitthema: Kooperationen im Distrikt/ Regionalisierungsansätze.

Zwei Fragen sind leitend:


1.    Welche Formen der übergemeindlichen Kooperation haben sich in den letzten Jahren im Geislinger Distrikt entwickelt? Dabei soll ein Rückblick auf die bereits geschehenden Kooperationen getan werden.

 

2.     Was müsste man wie weiterentwickeln, welche Ideen zu einem größeren Maß an übergemeindlicher Zusammenarbeit gibt es bereits oder wären nötig?

Keine Gemeinde ist Kirche für sich allein, es gehört der Zusammenhang mit anderen dazu. Kirche besteht aus vielen aufeinander bezogenen Gemeinden.

Zusammenarbeit kann der Entlastung der PfarrerInnen und der anderen Hauptamtlichen dienen. In der Regel bringt Zusammenarbeit Freude, und es wird der Reichtum der Gnadengaben deutlich. Nicht Jede/Jeder muss alles allein machen, es kann nach Begabungen differenziert werden)

Zuletzt machen der Pfarrplan und die damit verbundene Reduzierung der Pfarrstellen solche Überlegungen immer notwendiger.

Der Geislinger Distrikt besteht aus der Gesamtkirchengemeinde Geislingen und den Kirchengemeinden Eybach und Stötten. Zwischen diesen Gemeinden besteht seit langem eine intensive Zusammenarbeit, was nicht in jedem Distrikt so ist.
Der Kirchenbezirk Geislingen hat vier sehr verschiedene Distrikte, demgemäß werden bei den Visitationsrunden auch ganz verschiedene Vorschläge und Ideen herauskommen.

Wie geschieht die Distriktsvisitation?

In einer großen Versammlung treffen sich möglichst alle PfarrerInnen, alle Kirchengemeinderäte, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Pfarramtssekretärinnen, Kirchenpfleger, Hausmeistern etc. und andere für diese Fragen wichtige Ehrenamtliche: z.B. Leiterinnen und Leiter von Kreisen, Jungschar u.ä.

Dazu wirken die Bezirkswerke mit: EJW, Erwachsenenbildung, Diakonie und Bezirksmusik

Der Ablauf sieht so aus:
Die Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinden treffen sich im großen Gemeindessaal des Jugendheimes unter externer Moderation und erörtern die oben genannten Fragen im Plenum und in Arbeitsgruppen.

Arbeitsgruppen werden gebildet, u. a. aus
Ehrenamtlichen:  elches ist die Perspektive der Ehrenamtlichen?
Aus PfarrerInnen: Welches ist die Pfarrersperspektive?

Dazu wird es einen Input von Schuldekan Johannes Geiger geben.

Die Ergebnisse der Distrikts-Versammlungen werden festgehalten. Sie dienen als Ideenspeicher für die künftige Arbeit.

Rede von Dekanin Hühn bei der Distrikts-Visitation

1. Einleitung

Stellen Sie sich vor, der Distrikt „Untere Fils“ wäre so etwas wie eine Musik-Anlage, die eine wunderbare Musik ertönen lässt: die Musik des Evangeliums.
Dafür hat der Distrikt verschiedene Stellschrauben. Die meisten beeinflussen sich gegenseitig, und je nach Einstellung gibt es verschiedene Klänge für verschiedene Situationen oder unterschiedliche Menschen. Zwei dieser Stellschrauben möchten wir Ihnen gleich vorstellen.
Diese zwei sind:
Kooperation
Region

 

2. Stellschraube Kooperation


Bibel
Wie wäre es, wenn wir wichtige biblische Verse mal für die Zusammenarbeit zwischen Gemeinden lesen?
Z.B.: Einer trage des anderen Last (Gal 6:2) – Gemeinden sind füreinander verantwortlich.
Oder Röm 12: Freut euch mit den Fröhlichen, weint mit den Weinenden – wenn uns die schwierige Situation der Nachbargemeinde nicht egal ist, sondern in unsere Fürbitte am Sonntag aufgenommen wird?
Und wenn z.B. ihr wachsender Kindergottesdienst-Besuch oder ihre erfolgreichen Theologie-Kurse eine ehrliche Gratulation bei der Bezirkssynode auslöste?
Und dann die Bitte, dieses erfolgreiche Konzept vorzustellen und zu erläutern?

3. Stellschraube Distrikt/Region


Bibel 
Wissen Sie, warum das Evangelium damals aus der Jerusalemer Urgemeinde auswanderte und sich verbreiten konnte?
Weil es auch damals schon Leute gab, die regional dachten.
Klar, sie waren auch gezwungen dazu, weil es Apg. 11 zufolge nach der Steinigung des Stephanus eine nachdrückliche Verfolgungssituation in Jerusalem gab.
Viele Christen wanderten aus.
Sie entdeckten in den neuen Regionen nicht nur neue Heimat,
sondern auch eine neue Chance zur Verkündigung.

Wer hat was davon?


Wenn wir heute von Distrikt und Entwicklung von Kooperationen im Distrikt (/Region und Regionalentwicklung) reden, dann vielleicht auch, weil es wie damals gewisse Zwänge gibt, etwa der Pfarrplan.

 

Aber der Focus liegt nicht auf den Zwängen, sondern auf den Chancen, die der Distrikt/die Region bietet. Zumindest für all die, die sich den weiten Blick über den Tellerrand bewahrt haben.

 

Und für die, die sich in der Begegnung mit Fremdem, Unbekanntem und Unterschiedlichem eine Bereicherung erhoffen.

 

Wie klingt Kooperation ohne Neid? Zum Beispiel so:

Lass mich mit Freuden (EG 449,6)6.

Lass mich mit Freuden, ohn‘ alles Neiden
Sehen den Segen, Den Du wirst legen
In meines Bruders Und Nächsten Haus.
Geiziges Brennen, Unchristliches Rennen
Nach Gut mit Sünde, das tilge geschwinde
Aus meinem Herzen Und wirf es hinaus.

Links: Distriktsvisitation Obere Fils

Rechts: Distriktsvisitation Unteres Filstal

Links: Distrikts-Visitation Geislingen

Rechts: Distrikts-Visitation Alb

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Distriktsvisitation Obere Fils

 

 

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Distriktsvistation Unteres Filstal

 

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Distriktsvisitation Alb

 

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