Weltgebetstag

Weltgebetstag 2018 ist am Freitag, 02. März.

Im Jahr 2018 steht Surinam im Mittelpunkt des Weltgebetstags. Christliche Frauen aus dem kleinsten Land Südamerikas haben den Gottesdienst dazu verfasst. Er hat das Motto:

 „Gottes Schöpfung ist sehr gut!“

 

 

 

Termine:


1.    Teamtreffen:          30. November 2017, 20.00 Uhr im Markusgemeindezentrum
2.    Teamtreffen:          11. Januar 2018,       20.00 Uhr in St. Sebastian
3.    Teamtreffen:          09. Februar 2018,     19.00 Uhr in St. Maria


Bezirksvorbereitungstag:

27. Januar 2018 von 9.30 Uhr bis ca. 13.00 Uhr im Gemeindesaal von St. Sebastian

WGT Gottesdienst:         2. März 2018, um 16.00 Uhr in St. Maria
Beginn um 15.00 Uhr mit Länderinformation, Kaffee und, soweit möglich, landestypische Süßspeisen.


Gefeiert wird dann weltweit am Freitag, den 2. März 2018: Frauen, Männer, Kinder und Jugendliche - alle sind dazu eingeladen!

 

Seit über 100 Jahren gibt es die Weltgebetstagsbewegung. Ihre Anfänge hatte sie in den USA und Kanada.  Heute feiern Menschen in über 170 Ländern weltweit immer am ersten Freitag im März den Weltgebetstag. Der Gottesdienst wird jedes Jahr von Frauen aus einem anderen Land vorbereitet. Nicht nur die Schreiberinnen des Gottesdienstes gehören verschiedenen christlichen Konfessionen an. Auch die Frauen vor Ort arbeiten in ökumenischen Gruppen zusammen. In unzähligen Gemeinden in ganz Deutschland organisieren und gestalten sie so den Weltgebetstag.

Weltgebetstag - Nachlese und Ausblick

© Evangelische Kirchengemeinde Geislingen

Weltgebetstagsgottesdienst in der Pauluskirche Geislingen

 

Frauen des Philippinischen Weltgebetstagskomitees verfassten die Gottesdienstordnung für den diesjährigen Weltgebetstag „Was ist denn fair?“ (Mt. 20, 1-16, Von den Arbeitern im Weinberg).
Wie jedes Jahr lud das ökumenische Weltgebetstags-Team der Gesamtkirchen-gemeinden Geislingen zu einer Bezirksvorbereitung am Samstagvormittag, den 28. Januar 2017 in das Markuszentrum ein, um sich über das Land zu informieren und sich mit dem Weltgebetstagsthema auseinanderzusetzen.
Ungefähr 40 Frauen nahmen an dieser Vorbereitung teil.


Nach der Begrüßung informierte Lilith Kugler, die im Rahmen ihres Studiums
insgesamt 3 Jahre auf den Philippinen verbrachte und an mehreren Projekten, wie z.B. „Bildung trifft Entwicklung“ beteiligt war, über Land und Leute, die landschaftlichen Besonderheiten – fruchtbare Reisfelder, tropische Früchte aufgrund des Klimas, gleichzeitige Bedrohung durch Naturkatastrophen – und das Leben der Menschen auf den ca. 7000 Inseln.
Auch die wirtschaftliche und politisch-soziale Situation der Bevölkerung waren Teil ihrer Informationen.
Untermalt wurde ihr Bericht durch eine Powerpointpräsentation mit zum größten Teil selbst fotografierten Bildern. Das Thema ihres Vortrages lautete „Mabuhay – Willkommen auf den Philippinen.“

Nach einer kurzen Tee- bzw. Kaffeepause, in der man am Stand des „Eine Welt Ladens“, einkaufen konnte, beschäftigten wir uns mit der Gottesdienstordnung und Ideen zur Gestaltung des Gottesdienstes.
 
Dazu wurden 4 Gruppen angeboten:
- Bibelarbeit -  Auseinandersetzung mit dem Bibeltext
- Basteln: Fächer und Orchideen falten
- Fragerunde über die Philippinen mit Frau Kugler 
- Musikworkshop
Anschließend wurden dann, gemeinsam mit unserer tollen WGT-Musikgruppe, unter der Leitung von Hanne Laun, die Lieder des Gottesdienstes eingeübt.

Nach der Mittagspause, während der sich jede, mit vom Weltgebetstagteam gekochten philippinischen Gerichten (Linsensuppe, Nudelpfanne, Bilingka-Kuchen etc.), stärken konnte, klang der Vormittag mit einem meditativen Tanz, angeleitet von Annemarie Frey aus.


Am 3. März begann der Weltgebetstag um 15.00 Uhr mit Kaffee und philippinischem Gebäck im Gemeindesaal der Pauluskirche.
Um den Besucherinnen und Besuchern  die Philippinen näher zu bringen und damit auch das Gottesdienstthema „Was ist denn fair?“,  informierte Regina Menzel anhand einer Bildpräsentation ausführlich über die politische, soziale und wirtschaftliche Lage des Landes, angefangen bei der spanischen Inbesitznahme als Kolonie und der späteren Abtretung der Philippinen an die USA gegen Zahlung von rund 20 Millionen US-Dollar. Deshalb ist heute die Landessprache sowohl Spanisch als auch Englisch, neben Dutzenden regional unterschiedlichen Dialekten, die sich auf den mehr als 7000 Inseln entwickelten.
Der besondere Schwerpunkt der Ausführungen lag auf der wirtschaftlichen und sozialen Situation der Bevölkerung und hier insbesondere der von Frauen.
Die Machtentfaltung einer kleinen Oberschicht auf Kosten des Volkes führt zu großer Ungerechtigkeit und sozialen Verwerfungen.
Verdeutlicht wurde dieses Ungleichgewicht im Titelbild des Weltgebetstags, das von Frau Menzel  eindrücklich erklärt und mit einer Meditation abgeschlossen  wurde.

Dann begann  der Weltgebetstagsgottesdienst in der Kirche, an dem ca. 100 Besucherinnen und Besucher teilnahmen und mit  „Mabuhay – herzlich willkommen zum Weltgebetstag“ auf philippinisch  begrüßt wurden.
“Was ist denn fair?“ war das Thema des Gottesdienstes. In einem Interview,
in dem 3 philippinische Frauen, stellvertretend für viele, ihre Geschichte erzählten über Armut, Ungerechtigkeit, Mühsal, Naturkatastrophen, erfuhren die Besucher aber auch viel über Solidarität, die Kraftquelle, aus der die Frauen in guter Gemeinschaft miteinander leben.

Im Mittelpunkt der Liturgie stand die Lesung aus Matthäus 20, 1 – 16, „Von den
Arbeitern im Weinberg“. Der Bibeltext wurde vertieft durch Fragen der Frauen
nach Gerechtigkeit und Nachdenken vom Ich zum unbedingten Wir.
Besonders zum Ausdruck kommt dieses Wir in der philippinischen Tradition „Dagyaw“, der Nachbarschaftshilfe in der Landwirtschaft, bei der niemand bezahlt wird, aber alle etwas von der Ernte bekommen.
Am Schluss  dieser Lesung stand die Frage an uns: Wo hören wir Gottes Ruf an uns, gerecht zu handeln. Was ist denn fair?

Mit den Kollekten der Gottesdienste zum Weltgebetstag werden weltweit die sozialen, politischen und wirtschaftlichen Rechte von Frauen und Mädchen unterstützt, unter anderem, auf den Philippinen die Organisationen METSA in Davao oder MTWRC in Cotabato; sie unterstützen Frauen im ländlichen Raum bei Anbau und Verkauf ökologisch erzeugter Lebensmittel. Das stärkt das Selbstbewusstsein der Frauen und ihre Position in der Familie.

Die Musikgruppe unseres WGT-Teams unter der Leitung von Hanne Laun hat es wunderbar verstanden, trotz der Probleme der Frauen auf den Philippinen deren Lebensfreude und Gelassenheit zu vermitteln – zum Schluss des Gottesdienstes
mit einem traditionellen philippinischen Folkloretanz – „Tinikling“ genannt.

Für die Projektarbeiten des WGT konnten wir in diesem Jahr eine Gesamtkollekte von 1036,40 Euro überweisen. Herzlichen Dank für alle Gaben.