© Evangelischer Kirchenbezirk Geislingen

Die neue Kirchenbezirks-Zeitung Geislingen

Die neue Kirchenbezirks-Zeitung Geislingen ist da


"Reformation"  ist das Thema der neuen Ausgabe 2016.

Damit beschäftigen sich viele Autorinnen und Autorinnen in dieser Geislinger Kirchenbezirks-Zeitung.


Wie in den vergangenen Jahren wird die Kirchenbezirks-Zeitung in alle evangelischen Haushalte im Kirchenbezirk verteilt. Wer weitere Exemplare möchte, kann diese in den Kirchen, bei den Pfarrämtern bzw. im Dekanatamt in Geislingen erhalten.

 

Die neue Ausgabe:

 

Kirchenbezirks-Zeitung 2017

© Evangelischer Kirchenbezirk Geislingen

Dekan Martin Elsässer

 

Dekan Martin Elsässer schreibt in seinem Vorwort zur Kirchenbezirks-Zeitung:

 

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

 


„alles auf Reformation – oder was?“ – so hörte ich vor kurzem einen Zeitgenossen fragen, anerkennend und mit leicht ironischem Unterton, „es luthert allüberall.“

 

Es gibt wohl kaum eine Person, die uns auf so unterschiedliche Weise begegnet wie der Mönch, Professor und Publizist aus Wittenberg, der sich seinen Nachnamen Luther erst selbst veränderte und vom altgriechischen (eleutherios = der Freie) ableitete. Ob als Playmobil-Figur oder als Tee-Tasse, Martin Luther muss manches über sich ergehen lassen. Aber er hatte durchaus eine Gabe für dasöffentliche Wirken, dasgibt seiner Überzeugung und seiner Widerständigkeit bis heute Ausdruck.

Nun sind es auchnicht jedes Jahr 500 Jahre, die Anlass für Jubiläumsfeiern und für kritisches Nachdenken geben. Wohl noch nie hat ein Reformationsgedenken in solcher Offenheit statt-gefunden. Vieles gehört in die Geschichte und das Erbe der Reformation: Die Lichtgestalten und der soziale Umbruch, die Schattenseiten der polemischen Verwerfung anderer Gruppen, der Schmerz der bis heute andauernden Spaltung der westlichen Christenheit, die Freiheit des Einzelnen als hohes Gut und das Obrigkeitsdenken vieler evangelischer Christen in dunkler Zeit bis heute. Zum Thema gibt es eine Vielzahl neuer, spannender Veröffentlichungen auf dem Buchmarkt, im Internet, in Ausstellungen.
Das Interesse kommt auch „von innen“: Wie einzelne Menschen ihren Glauben und ihre Wege mit der Kirche neu als wesentlichen Teil ihres Lebens verstehen wollen; wie Freiheit des Gewissens und Bindung an das Evangelium im 21. Jahrhundert gelebt werden können; ob und wie eine Kirche ihre Prägung aus der Reformation aktualisiert für die Herausforderungen der Gegenwart. Dieses Interesse „von innen“ ist ein wirklich reformatorischer Zug, der auch in den Beiträgen dieser Kirchenbezirkszeitung lebendig ist.

 

Da schlägt das theologische, das historische, das weltweit und ökumenisch orientierte, das dem Weg der Kirche mit Leidenschaft zugewandte Herz. So hat das Redaktionsteambei weitem nicht alle Sichtweisen auf die Folgen der Reformation zum Thema machen können. Doch profilierte Positionen und anstoßende Vertiefungen von den Autoren der Redaktion und in Gastbeiträgen haben genauso Platz gefunden wie Meinungen von Menschen anderer Konfessionen und Religionen. Der Protestantismus verbindet persönliche Mündigkeit im Glauben, lokale Verortung der Gemeinde mit globalem Selbstverständnis und will in dieser Weise, zwar nicht organisatorisch, aber doch geistlich eine weltweite Kirche sein. Auf dem Weg dahin gibt das Reformationsjubiläum uns Einsichten und Impulse, wie sie in vielen Artikeln zu entdecken sind.

 

Reformation ist ein Prozess mit Fortsetzung. Sie lebt davon, dass Menschen sich immer neu fragen und fragen lassen, wie sie gemeinsam protestantisch und ökumenisch Kirche gestalten und verantworten.

Die Frauen und Männer der Reformation hielten viel auf das geschriebene und gelesene Wort. Auch wenn uns heute viele andere Medien zusätzlich zur Verfügung stehen, wünsche ich Ihnen  Gewinn, Anstoß und Freude bei der Lektüre unserer Kirchenbezirkszeitung. Ich danke sehr herzlich allen, die von der Entstehung bis zur Verteilung an dieser Ausgabe mitgearbeitet haben.

 

Dekan Martin Elsässer


Das Redaktionsteam

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Redaktionsteam der Kirchenbezirks-Zeitung Geislingen