Februar-Synode informiert

Die Vorsitzenden Hans-Peter Bühler und Dekanin Gerlinde Hühn

Am 22. Februar 2008, fand um 17.30 Uhr im Jugendheim Geislingen, Friedensstraße 44, die erste Bezirkssynode mit den neugewählten Bezirkssynodalen des Geislinger Kirchenbezirkes statt. Auch die stellvertretenden Bezirkssynodale waren eingeladen.

 


Diese Bezirkssynode diente der Information über den Kirchenbezirk und die Einrichtungen mit ihren Gremien und dem gegenseitigen Kennen lernen. Die „Wahl-Synode“ wird erst am Freitag, 04. April 2008, 17.30 Uhr, stattfinden. So ist für Vorüberlegungen, welche KandidatInnen man für welches Amt vorschlägt, Zeit gelassen. 

 

 

1. Bericht Dekanin Hühn über den Geislinger Kirchenbezirk:

Was uns die letzten Jahre beschäftigt hat und was für die nächsten Jahre ansteht

 

2. Vorstellung der Arbeit im Kirchenbezirk
Information über die Arbeitsbereiche des Kirchenbezirks und die dazugehörigen Organe

2.1. Diakonie: Ernst-Wilhelm Weid, Leiter der Diakonischen Bezirksstelle

Doris Ita-Sawall, Mitarbeiterin der Diakonischen Bezirksstelle
aus der Sicht des Diakonischen Bezirksausschusses: Marianne Buchsteiner

und drei Vertreterinnen des Diakonieladens Kunterbunt

 

2.2. Evangelische Erwachsenenbildung: Günther Alius, Erwachsenenbildungsreferent
Aus der Sicht des Leitungskreises: Frau Eberhardt, Gingen

2.3. Evangelisches Jugendwerk: Sabine Angnes, Bezirksjugendreferentin,

Schwester Claudia Günther, Alb-Distriktsreferentin
aus der Sicht des BA und BAK: Martin Geiger

 

2.4. Indien-Ausschuss: Dr. Elfriede Nusser-Rothermundt und Iris Kümmel

 

2.5. Frauenbeirat und die Arbeit des baf =Bezirksarbeitskreis Frauen: Marion Holstein

 

2.6. Kirchenbezirksausschuss: Hans-Peter Bühler

2.7. Pfarrstellenbesetzungsausschuss: Theodor Banzhaf

2.8. Dekanswahlgremium: Dekanin Gerlinde Hühn

2.9. Innovationsausschuss: Hans-Peter Bühler

 

 

Die neuen Bezirkssynodale

Kirchenbezirk Geislingen/Steige
Protokoll der Sitzung der Bezirkssynode
am 22. Februar 2008 im Jugendheim in Geislingen
Beginn:  17:30 Uhr
Ende:   21:45 Uhr

Normalzahl:  69
Anwesend:  57
Entschuldigt:  12
StellvertreterInnen   9

 

 

Andacht
Dekanin Hühn trägt die Andacht von Pfarrerin Maier, Süssen aus dem Info-Brief des EJW zum Thema „Streusalz“ vor.

Begrüßung durch den Vorsitzenden, Herrn Bühler
Herr Bühler begrüßt die Synodalen und ihre Stellvertreter zur ersten Frühjahrs-Synode, die die Übersicht über die Struktur des Kirchenbezirks zum Thema hat.
Gäste wurden zu dieser Synode nicht eingeladen.
Herr Bühler begrüßt Frau Burst als Berichterstatterin von der Geislinger Zeitung.


TOP 1 a) Bericht von Dekanin Hühn: Was hat uns die letzten Jahren im Kirchenbezirk  beschäftigt und was steht für die nächsten Jahre an ?

 

Lieber Herr Bühler,
liebe Bezirkssynodale und VertreterInnen,
liebe noch amtierende KBA-Mitglieder,
liebe Zugewählte, liebe Gäste!

 

1. Begrüßung
Zur ersten Bezirkssynode der neuen Wahlperiode begrüße ich Sie herzlich.
Ich denke, es hat sich bewährt, dass wir am Anfang 2 Bezirks-Synoden einberufen:
 eine, um die Arbeitsbereiche vorzustellen
 und eine, um zu wählen.

So können Sie in der Zwischenzeit in Ruhe, in den Gemeinden oder im Distrikt überlegen, wer sich für welchen Ausschuss interessiert.

 

2. Dank
Zunächst möchte ich Ihnen danken, dass Sie sich für das Amt als Kirchengemeinderat/ -rätin und für die Bezirkssynode zur Verfügung gestellt haben.
Sie werden merken, es gibt hier, wie dort, wichtige Dinge zu beraten, die auch einschneidend sind für die Zukunft des Kirchenbezirks und der Gemeinden. Sie haben also ein doppelt verantwortliches Amt inne.

 

3. Was hat uns in den vergangenen 6 Jahren (2001 – 2007) im Kirchenbezirk bewegt?

Ich habe die alten Einladungen ansehen müssen. Vieles entfällt einem aus dem Gedächtnis.
Die 1. Bezirkssynode begann mit einer Darstellung des Prozesses „Notwendiger Wandel im Kirchenbezirk Geislingen“.
Es stellten sich die verschiedenen Gemeindeberatungsprojekte dar.
Am Anfang stand auch der Kongress „Notwendiger Wandel“ in Böblingen, an denen sich der Kirchenbezirk Geislingen und einige seiner Gemeinden beteiligten (Februar 2003).
In diesem Zusammenhang wurde auch der Innovationsfonds im Kirchenbezirk eingerichtet, um das Feuer des Wandels nicht verlöschen zu lassen und Geld zur Verfügung zu stellen für innovative Projekte. (Es könnte übrigens mehr abgerufen werden!)

Einführung der PE-Gespräche.
In der Zeit der zurückliegenden Bezirkssynode wurden im Kirchenbezirk, wie in der gesamten Landeskirche die PE-Gespräche eingeführt und werden seither flächendeckend durchgeführt. Ich denke, ohne Probleme. Sie haben sich bewährt.

Besuch der Indiendelegation im Herbst 2004
Im Herbst 2004 besuchte uns eine Delegation aus Indien mit dem damaligen Bischof Isaac. Wir hofften, dass damit der Indienpartnerschaft ein neuer Schub gegeben werden könnte. Leider musste Bischof Isaac aus gesundheitlichen Gründen sein Amt niederlegen.
Über den gegenwärtigen Stand unserer Indienpartnerschaft wird nachher Frau Nusser-Rothermund berichten.
Wir haben Ihnen ein Heft ausgeteilt, das unsere Partner in Indien darstellt.

Internetseiten, Kirchenbezirkszeitung
Im vergangenen Jahr konnten wir 10 Jahre Kirchenbezirkszeitung feiern.
Unsere Zeitung ist bewährt und hat einen hohen Wiedererkennungswert – allen Unkenrufen zum Trotz.
Danke an das Redaktionsteam unter kontinuierlicher Mitgliedschaft von Frau Gröh; ihr ein besonderer Dank.

„Kirchenfenster“
In Göppingen erscheint ja gerade das „Kirchenfenster“, als Beilage zur Göppinger und Geislinger Zeitung. Man wird sehen, wie lange es sich hält.
Die Neuerungen auf dem Öffentlichkeitssektor werden auch von uns aufgenommen.
Die Internetseite des Kirchenbezirks und der Gemeinden wurde eingerichtet. Das Baustein-System der Landeskirche hat sich bewährt. Es bietet ein Corporate-design, so dass man die Zusammengehörigkeit erkennt. Inzwischen haben wohl alle Kirchengemeinden das Gratisangebot genutzt und eine eigene Homepage eingerichtet.

Veränderungen im sozialen Bereich
war das Thema einer Bezirkssynode mit Referenten aus dem Diakonischen Werk. Ein Thema, das die Menschen immer mehr beschäftigt, ein wichtiges Thema. Es führte auch zur Gründung der Vesperkirche in Geislingen. Sie wird von den Gemeinden des Kirchenbezirks engagiert unterstützt. Herr Weid und seine Mitarbeiterinnen werden nachher im Beitrag über Diakonie darüber berichten.

Vor drei Jahren wurde zum ersten Mal ein Konfi-Camp durchgeführt, ein Wochenende für alle Konfirmanden im Kirchenbezirk. Dieses Jahr findet es zum vierten Mal statt. Das ejw wird darüber berichten.  Dank an alle Organisatoren.Herzliche Einladung an alle Konfirmandengruppen.

Das neue Gottesdienst-Buch für die Gottesdienste der Gemeinden wurde eingeführt.
Es macht die Gottesdienste bunter und vielfältiger.

 
Der Pfarrplan 2011
Der Pfarrplan hat die Bezirkssynode sehr beschäftigt. Es wurde ein Pfarrplanausschuss gegründet. Die Beschlüsse sind gefasst. Nachfolgende Gemeindeberatungen der betroffenen Gemeinden gehen weiter. Sie werden bezahlt vom Innovationsfonds.
Die Gemeindegliederzahlen sinken insgesamt. Die Pfarrstellengrößen müssen angepasst werden an die sinkenden Gemeindegliederzahlen und neue Strukturen eingerichtet, die es möglich machen, zu kürzen und woanders einzusparen.
Die damit zusammenhängenden Themen werden auch in Zukunft die Kirchenbezirkssynode beschäftigen

Finanzen, Budgetierung – 5-Jahresplan
Die Budgetierung hat sich bewährt. Der 5-Jahresplan zeigt, dass in absehbarer Zeit überall Defizite drohen.
Gerade wird das neue Rechnungswesen eingeführt und umgesetzt in den Gemeinden.
Ein Teil der Kirchengemeinderäte wurde geschult, sie werden ihr Wissen an die Neuen weitergeben. Das Problem wird sein, wie man die Substanzerhaltungsrücklagen für die Häuser aufbringen kann. Folge ist, dass man nur so viele Immobilien halten kann, wie man sich leisten kann. Das wird dazu führen, dass man auch in anderen Gemeinden Häuser abgeben muss, wie z.B. das Martin-Luther-Haus in Geislingen.
Der Geldpegel insgesamt sinkt. Es ist eine wichtige Aufgabe des Kirchenbezirksausschusses, zu diesem Thema Ideen zu entwickeln, um damit umzugehen.

Wachsende Kirche und Kongress im April
Anknüpfend an das Projekt „Notwendiger Wandel“, gibt es nun das Projekt „Wachsende Kirche“. Wir sind dabei einen Reader für alle Kirchengemeinderäte herzustellen. Ich fordere Sie auf, sich doch an dem Kongress im April zu beteiligen. Gehen Sie hin!

 

4. Ausblick auf die Zukunft
Uns werden beschäftigen:
 - die Finanzen
 - das Gustav-Adolf-Fest im Jahr 2009
 - wir machen im Vorfeld ein großes Erwachsenenbildungsprojekt unter dem Titel
  „Evangelisch Kirche sein“ (und ich fordere hiermit noch einmal alle
  Gemeindeleitungen und alle Leitungen von Gemeindekreisen auf, zu der ersten
  Brainstorming-Sitzung zu kommen)

„Lasset uns aufsehen auf Jesus Christus, den Anfänger und Vollender unseres Glaubens.“    Hebr. 12, 2
Mit Diesem Blick nach oben werden wir unsere Aufgaben meistern dessen bin ich gewiss.


TOP 1 b) Bericht von KMD Klumpp zur Situation der Kirchenmusik
Herr Klumpp teilt mit, dass ein Handbuch für die Kirchenmusik erschienen ist. Darin sind die kirchenmusikalischen Aktivitäten aller Kirchenbezirke der Landeskirche aufgeführt. Das Handbuch wird an alle Bezirkssynodalen verteilt. Zur Situation der Kirchenmusik im Kirchenbezirk Geislingen teilt Herr Klumpp mit, dass er in zweieinhalb Jahren in den Ruhestand geht. Sein Nachfolger wird möglicherweise andere Akzente in der Kirchenmusik setzen. Zurzeit machen 12 Personen eine Organisten-Ausbildung.
In den Kirchengemeinden soll für die kostengünstige Ausbildung verstärkt geworben werden, damit für die Gottesdienste auch künftig genügend Organisten zur Verfügung stehen. Schwierig ist bereits die Wiederbesetzung von Chorleiterstellen. Die kirchenmusikalische Ausbildung im Pop-Bereich wird zunehmend an Bedeutung gewinnen.

TOP 2 Vorstellung der Arbeit im Kirchenbezirk
Dekanin Hühn erläutert anhand des vorliegenden Organigramms die Zusammensetzung der Bezirkssynode und die durchzuführenden Wahlen für die Synode und die Ausschüsse.
Zusätzlich muss auch ein Schuldekans-Wahlausschuss gebildet werden. Dass inzwischen in der Landeskirche die Besetzung der Schuldekansstellen ebenfalls im Wahlverfahren wie bei Dekansstellen durchgeführt wird, geht letztlich auf eine Initiative des KBA Geislingen unter Mitwirkung des Synodalen Bauch zurück. Man sieht, auch eine Landeskirche lässt sich bewegen!

Im Anschluss werden die Ausschüsse vorgestellt:

 

TOP 2.1 Diakonie
Herr Weid und Frau Ita-Sawall geben einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der Diakonie im Kirchenbezirk Geislingen. Die Diakonische Bezirksstelle in Geislingen ist eine wichtige und die einzige Anlaufstelle im Oberen Filstal, für alle, die in Not geraten sind. Die Beratungsstelle steht allen Ratsuchenden (Familien-, Lebens- und Sozialberatung) offen. Die Themen reichen von plötzlicher Arbeitslosigkeit, finanziellen Notlagen, über Gewalt-erfahrungen und Lebensfragen bis hin zur Mütterkur- bzw. Mutter-Kind-Kur-Vermittlung.
Knapper werdende Mittel einerseits und eine steigende Zahl Hilfe suchender Menschen andererseits belasten die Arbeit der Diakonie. Deshalb ist der Diakonieladen mit dem Kaffeehaus ein unverzichtbarer Bestandteil der Diakonischen Bezirksstelle, der wesentlich zur finanziellen Unterstützung beiträgt.
Drei ehrenamtliche Mitarbeiterinnen stellen den Diakonieladen als eine Einrichtung vor, die der Wegwerf-Gesellschaft entgegenwirkt. Das Team des Diakonieladens besteht aus 23 Frauen und einem Mann.
Die Kirchengemeinderäte werden von Herrn Weid zum Kennenlernen der Diakonischen Arbeit und zur Besichtigung des Diakonieladens und des Kaffeehauses eingeladen.

Die Gewinnung von Diakoniebeauftragten aus den Kirchengemeinden ließ sich bisher nur schwer umsetzen. Vom Projekt „Sozialführerschein“ erhofft man sich Interessenten für dieses Amt

Als Mitglied des Diakonischen Bezirksausschusses (DBA) berichtet Frau Buchsteiner. Der DBA sei ein homogenes Gremium, in dem interessante Themen beraten werden.
Der Ausschuss, der sich in der Regel zu 3 Sitzungen im Jahr trifft, besteht aus insgesamt 9 Mitgliedern, wobei 6 Mitglieder von Bezirkssynode zu wählen sind (davon ein Drittel Synodale).

 

TOP 2.2 Erwachsenenbildung
Herr Alius, neuer Bildungsreferent seit 1.10.2007, berichtet:
Nachdem der Erwachsenenbildung im Kirchenbezirk das Haus der Begegnung nicht mehr vollständig zur Verfügung steht und die Geschäftsführung für das Kreisbildungswerk jetzt vom Bildungsreferenten des Kirchenbezirks Göppingen ausgeübt wird, wurde für die Erwachsenenbildung eine neue Konzeption erarbeitet. Zu den bisherigen Aufgabenfeldern:
- biblisch-theologische Bildungsarbeit mit Erwachsenen
- personen-orientierte Bildungsarbeit mit Erwachsenen
- gesellschaftlich-orientierte Bildungsarbeit mit Erwachsenen
wurde das Aufgabenfeld
- Begleitung und Fortbildung für Ehrenamtliche
in die neue Satzung der Erwachsenenbildung im Kirchenbezirk Geislingen aufgenommen.
Fortbildungen aus diesem Aufgabenfeld werden für Leiter/innen von Seniorenkreisen und Mutter-Kind-Kreisen angeboten. Am 19.04.2008 findet eine Fortbildung für KGR-Mitglieder statt.
Bei den bisherigen Gesprächen mit Vertretern der Kirchengemeinden hat Herr Alius festgestellt, dass Erwachsenenbildung in vielen Gemeinden veranstaltet wird, aber oft nicht als solche wahrgenommen wird.

Im Hinblick auf das im nächsten Jahr in Geislingen stattfindende GAW-Fest wird es ein Themenprojekt unter dem Motto „Evangelisch Kirche sein“ geben. Dazu sind Vertreter aus allen Kirchengemeinden am 17.04.2008 zur Ideenbörse eingeladen.
Ein weiterer Schwerpunkt der Erwachsenenbildung wird das Thema „Umschwung – Perspektiven ab 50“ sein.
Die Geschäftsstelle der Erwachsenenbildung bietet sich allen Kirchengemeinden als Service-Station an, in dem sie zum Beispiel Referenten vermittelt und die Koordination von Veranstaltungen übernimmt, die im halbjährlich erscheinenden Veranstaltungsprospekt veröffentlicht werden.
Aus den Kirchengemeinden werden noch Beauftragte für die Erwachsenenbildung gesucht.

Aus der Sicht des Leitungskreises berichtet Frau Eberhardt:
Als beschließender Ausschuss stellt der Leitungskreis zum Beispiel den Haushaltsplan auf und verantwortet die personelle Besetzung der Erwachsenenbildung. Durch die Stellenkürzungen und die Aufgabe des „Hauses der Begegnung“ als Erwachsenen-bildungsstätte haben sich auch die Aufgaben des Leitungskreises verändert. Die Weiterentwicklung ist dem Leitungskreis gut gelungen, und er ist für die Zukunft gerüstet. Zu den Aufgaben gehört künftig auch die Mitgestaltung der Themenauswahl, die Themenbeiräte sollen ausgebaut werden, die Verknüpfung der Erwachsenenbildung über die Kirchengemeindengrenzen hinaus soll unterstützt werden.

Der Leitungskreis, der sich in der Regel zu 4 Sitzungen im Jahr trifft, besteht aus 11 Mitgliedern, davon sind 7 Mitglieder von der Bezirkssynode zu wählen.


TOP 2.3 Evangelisches Jugendwerk (EJW)
Die Bezirksjugendreferentinnen Frau Sabine Angnes, Schwester Claudia Günter und der
1. Vorsitzende des EJW, Martin Geiger berichten, unterstützt durch eine gelungene digitale Bildpräsentation, über die Arbeit des EJW im Kirchenbezirk.
Durch den notwendigen Umzug ins Jugendheim hat sich das EJW räumlich neu positioniert. Das Jahresmotto für 2008 lautet „Achtung – Wild“.
Nach der Ordnung des EJW Württemberg besteht „das Besondere der evangelischen Jugendarbeit in ihrem Verkündigungsauftrag“.
Zum Arbeitsbereich Kinder und Jungschar gehören der Jungschartag, Jungschar-Zeltlager, Schulungen für Jungschar-Mitarbeiter, Ökumenische Ostereier-Aktion.
Zum Arbeitsbereich Teens und Konfirmanden gehören verschiedene Freizeitangebote und das Konfi-Camp, das bisher dreimal stattgefunden hat. Teilgenommen haben im letzten Jahr 230 Konfirmanden aus fast allen Kirchengemeinden des Bezirks.

Zum Arbeitsbereich Albdistrikt gehören ebenfalls Freizeiten für unterschiedliche Altergruppen, regelmäßige Jugendtreffs, Mitarbeiterbegleitung, Gemeinschaft, Austausch (die Schwesternwohnung in Amstetten als Anlaufstelle für viele ehrenamtliche Mitarbeiter). Ein Schwerpunkt ist die Mitarbeitergewinnung und –Schulung. Ein Trainee-Programm (Jugendleiter-Kurs) wurde erstmals 2006/2007 für Teilnehmer aus den Kirchengemeinden des Albdistrikts, Geislingen und Donzdorf durchgeführt.
Neu ist der monatliche Treffpunkt „Sheep“ beim EJW für Mitarbeiter, der zum Austausch dienen soll. Des Weiteren werden Mitarbeiter-Wochenenden angeboten.

Zur personellen Situation des EJW wird mitgeteilt, dass nach dem Weggang von Jugend-referent Peter Fischer die zweite Referentenstelle zum 01.09.2008 wiederbesetzt werden soll. Dies wird hauptsächlich durch die finanzielle Unterstützung des Freundeskreises möglich. Arbeitsschwerpunkte sollen neben den Bezirksaufgaben auch die Gemeindearbeit im Distrikt „Unteres Filstal“ sein.

Der Beschließende Ausschuss für Jugendarbeit (BA), der die Finanzen des EJW verantwortet und über Stellenbesetzungen entscheidet, trifft sich normalerweise zu zwei Sitzungen pro Jahr. Der Ausschuss besteht aus 12 Mitgliedern, wovon 4 Mitglieder aus der Mitte der Bezirkssynode zu wählen sind.

 

TOP 2.4 Indien-Ausschuss
Frau Dr. Nusser-Rothermundt berichtet über die seit 1993 bestehende Partnerschaft zur Diözese Nord-Kerala der Kirche von Südindien. Schwerpunkt der Partnerschaft ist nicht die finanzielle Unterstützung, sondern die Vorraussetzungen für Begegnungen zu schaffen. Es wurden bereits mehrmals Krankenschwestern zum Austausch nach Indien entsandt. In den Kirchengemeinden wurde danach in Info-Veranstaltungen über die Partnerschaft berichtet. Eine Delegation mit Bischof George Isaac war letztmals im Jahre 2004 im Geislinger Kirchenbezirk zu Gast.
Über ihren Aufenthalt in Nord-Kerala berichtet anschließend die Austauschkrankenschwester Nadine Kümmel in Wort und Bild. Sie gibt einen Einblick in den Krankenhaus-Alltag und die Besonderheiten dieser für uns teilweise fremden Kultur.

Der Indien-Ausschuss wünscht sich als Mitglieder VertreterInnen aus der Bezirkssynode, als auch aus allen Kirchengemeinden zu gewinnen. Er trifft 3- bis 4-mal pro Jahr zu Sitzungen im Gemeindehaus in Gingen zusammen.

 

TOP 2.5 Frauenbeirat und BAF (Bezirksarbeitskreis Frauen)
Frau Holstein berichtet, dass der BAF, der seit 8 Jahren besteht, sich zur Aufgabe gemacht hat, die Frauenarbeit im Kirchenbezirk zu koordinieren und zu organisieren.
Dazu gehören der Bezirksfrauentag, das Frauen-Cafe, ein Frauen-Gottesdienst, die Vorbereitung des Weltgebetstags der Frauen und die Unterstützung der ehrenamtlich Mitarbeitenden in den Frauengruppen.
Dreimal jährlich erscheint ein Rundbrief, der Berichte, aber auch praktische Angebote, z.B. Bastelarbeiten, beinhaltet.
Neuwahlen für den BAF stehen im November diesen Jahres an.
Die Bezirkssynode wählt eine Vertreterin aus der Synode für die Wahl zum Beirat der Frauenbeauftragten, der jetzt Beirat für Chancengleichheit heißt.

 

TOP 2.6 Kirchenbezirksausschuss
Herr Bühler, als 2. Vorsitzender des KBA, berichtet:
Der KBA ist der geschäftsführende Ausschuss des Kirchenbezirks. Da die Synode in der Regel nur zweimal pro Jahr zusammentrifft, ist die Aufgabe des KBA, die Verhandlungen der Bezirkssynode vorzubereiten, für die Ausführungen ihrer Beschlüsse zu sorgen und die Geschäfte zu besorgen, solange die Synode nicht versammelt ist (§ 17 KBO). Weitere wichtige Aufgaben sind zum Beispiel:
- Dienstaufsicht über Mitarbeiter/innen des Kirchenbezirks
- Haushaltsführung und Vermögensverwaltung
- Aufsicht über Vermögensverwaltung der Kirchengemeinden, insbesondere die Genehmigung der ortskirchlichen Haushaltspläne
- -Personalangelegenheiten (Stellenpläne der Kirchengemeinden)

Aufgrund der Erfahrungen der letzten Jahre werden bei den Sitzungen des KBA folgende Themenschwerpunkte beraten:
- Personalangelegenheiten    ca. 25 %
- Finanz- und Bauangelegenheiten   ca. 45 %
- sonstige Tagesordnungspunkte   ca. 30 %

Grundlage für die Zusammensetzung des Gremiums ist die Kirchenbezirksordnung (KBO) und die von der Bezirkssynode beschlossene Satzung. Der KBA besteht aus 15 Mitgliedern: Die beiden Vorsitzenden der Bezirkssynode, der Kirchenbezirksrechner und jeweils zwei gewählte Bezirkssynodale und ein Pfarrer, bzw. Pfarrerin aus den vier Distrikten.
Beratend nehmen an den Sitzungen teil: Dekansstellvertreter, Schuldekan, Vorsitzender des DBA, Mitarbeitervertretung, Landessynodale und die Kirchliche Verwaltungsstelle Göppingen, die für eine gut fundierte kirchenrechtliche und fachliche Beratung sorgt.

Der KBA trifft sich zu ca. 8 Sitzungen im Jahr an unterschiedlichen Sitzungsorten in den Kirchengemeinden des Kirchenbezirks. Herr Bühler, der dem Gremium bereits seit 18 Jahren angehört, versichert den Bezirkssynodalen, dass auch vermeintlich trockene Themen Freude machen können, wenn man an deren Ausgestaltung mitwirken kann.

 

TOP 2.7 Pfarrstellenbesetzungsausschuss
Herr Banzhaf berichtet, dass die Vertreter des Pfarrstellenbesetzungsausschusses die Kirchengemeinden bei der Besetzung von Pfarrstellen unterstützen und beraten. Er stellt das Besetzungsverfahren detailliert vor. Nach seiner Ansicht ist bei Stellenbesetzungen die Beurteilung eines Außenstehenden sehr oft wichtig.

Den Bericht von Herrn Banzhaf können alle vor einer Neubesetzung betroffenen Gemeinden vom Dekanatsbüro anfordern.

Das Gremium besteht aus 5 gewählten Vertretern und Stellvertreter der Bezirkssynode (zuständig in namensalphabetischer Reihenfolge).

 

TOP 2.8 Dekanswahlgremium
Dekanin Hühn teilt mit, dass für die Besetzung der Dekansstellen immer das Wahlverfahren angewandt wird.
Der Dekanswahlausschuss besteht aus 28 Mitgliedern:
- 11 stimmberechtigte Mitglieder des Stadtkirchengemeinderates
- 3 Vertreter des Gesamtkirchengemeinderates
- 14 stimmberechtigte Mitglieder des KBA
- 10 Stellvertreter der Bezirkssynode

Beratende Stimme hat der Schuldekan.

Neu zu wählen ist das Besetzungsgremium für die Schuldekansstellen. Das Gremium besteht aus dem/der Vorsitzenden des KBA und 4 weiteren Personen, darunter ein Vertreter der Bezirkssynode. Von Vorteil wäre dabei eine Person mit Sachkenntnis im pädagogischen Bereich.

TOP 2.9 Innovationsausschuss
Herr Bühler teilt mit, dass die Mitglieder des Innovationsausschusses über Anträge der Kirchengemeinden oder des Kirchenbezirks beraten. Der Innovationsfonds hat zum Ziel, Maßnahmen und Projekte, die auf Gemeinde- Distrikt- oder Bezirksebene neue Wege und Formen kirchlicher Arbeit beinhalten, finanziell zu unterstützen. Die Förderung eines Projektes beträgt maximal 50 % der Gesamtkosten. Der Ausschuss trifft sich einmal jährlich, um über Anträge zu beraten und diese zur Entscheidung an den KBA weiterzuleiten.

Der Ausschuss besteht aus beiden Vorsitzenden des KBA und je einem Vertreter aus den vier Distrikten, der nicht im KBA ist. Der Kirchenbezirksrechner nimmt an den Sitzungen beratend teil.

Dekanin Hühn fordert die Bezirkssynodalen auf, sich in den vier Distrikten des Kirchenbezirks über die Besetzung der verschiedenen Ausschüsse zu verständigen. Der Abgabetermin für die Einreichung der Wahlvorschläge wird noch bekanntgegeben.


TOP 3 Sonstiges
• Die 50 %-Pfarrstelle in Aufhausen wurde mit Pfarrerin Reich-Bochtler besetzt, die sich den Bezirkssynodalen kurz vorstellt.

• Bauernwerk im Kirchenbezirk zum kulinarischen Vortragsabend mit dem Thema „Slow Food“ am 04. März 08 um 20:00 Uhr ins Gemeindehaus in Hausen ein.

• Pfarrer Keinath, Gruibingen lädt zur Studienreise „Auf den Spuren der Waldenser“ ins Piemont vom 17. bis 23. Mai 08 ein, die in Zusammenarbeit mit dem GAW veranstaltet wird.


Protokoll: Klaus Machacek