Herbstsynode 2007

Die Vorsitzenden der Bezirkssynode

Die Bezirkssynode Geislingen am

Freitag, 16. November 2007

 

hatte folgenden Ablauf:

 

Leitung: Hans-Peter Bühler
Andacht: Pfarrer Dietrich Crüsemann, Geislingen-Stadtkirche

 

 

TAGESORDNUNG

1. Begrüßung durch den Vorsitzenden, Herrn Bühler
2. Grußworte
3. Kurzbericht von Dekanin Hühn
und Begrüßung neuer PfarrerInnen und MitarbeiterInnen
4. Gustav-Adolf-Fest 2009 in Geislingen: 26.-28. Juni 2009
5. Kreisbildungswerk: Änderung der Vereinbarung zwischen Göppingen und Geislingen
6. Pfarrplan 2011: Vorläufiger Beschluss von Wiesensteig und Gruibingen
7. Kirchenbezirk: Stellenveränderungen

Pause mit Imbiss

8. Pauschalierte Kirchensteuer-Zuweisung  2008 an die Kirchengemeinden (siehe Beilage)
9. Haushaltsplan und Umlagebeschluss 2007, Genehmigung des OKR
10. Feststellung Rechnungsabschluss 2006
Das Rechnungsergebnis 2006 ist aus dem HHPlan 2008, 3. Betragsspalte, ersichtlich.
11. Haushaltsplan 2008 des Kirchenbezirks
- Überblick über den Haushaltsplan 2008
- Einzelpläne (bitte Fragen und Anträge vorbereiten)
- Beschluss des Haushaltsplanes 2008 und der Kirchenbezirksumlage
12. Sonstiges

 

 

Es war die letzte Sitzung der Bezirkssynode in dieser Zusammensetzung.

 

Protokoll dieser Sitzung am 16. November 2007:

im Jugendheim in Geislingen
Beginn:  17:30 Uhr
Ende:   20:45 Uhr

Anwesenheit: Normalzahl: 72
  Anwesend: 52
  Entschuldigt: 20

 

Andacht
Pfarrer Dietrich Crüsemann, Stadtkirche Geislingen, zu Elisabeth von Thüringen

 

TOP 1 Begrüßung durch den Vorsitzenden, Herrn Bühler
Dekanin Hühn, Schuldekan Geiger, die Mitglieder der Bezirkssynode und Gäste werden begrüßt.
Herr Bühler teilt mit, dass die Bezirkssynode erstmals in neuer Umgebung in Altenstadt tagt, da das Martin Luther Haus als Tagungsort inzwischen stillgelegt wurde.
Herr Bühler gratuliert allen neu Gewählten zum Kirchengemeinderat und für die Landessynode, verbunden mit den herzlichsten Segenswünschen.

Herr Bühler begrüßt außerdem
- Frau Keller, Landessynodale
- Die Vertreter der Bezirkswerke, MAV und neuer Mitarbeiter/innen
- Frau Burst als Berichterstatterin von der Geislinger Zeitung

Entschuldigt haben sich
- Dekan Hermann, Pfarrer Eilhoff von der Katholischen Kirche
- OB Wolfgang Amann, Geislingen
- Frau Schlumberger und Herr Bauch, Landessynodale
- Frau Holstein, Vertreterin BAF
- Frau Eberhard, Vorsitzende der MAV
- Landrat Weber, Göppingen

 

Wahl des Schriftführers
Bezirksrechner Klaus Machacek hat sich bereit erklärt, einmalig das Protokoll zu erstellen. Die Wahl von Herrn Machacek erfolgt per Akklamation.

 

TOP 2 Grußworte
Frau Keller, Landessynodale, bedankt sich für das ihr entgegengebrachte Vertrauen der Wahl zur Landessynode.

Dekanin Hühn überreicht Frau Elisabeth Siegrist die Urkunde über einen Sakramentskurs für Lektorinnen.

 

TOP 3 Kurzbericht von Dekanin Hühn

 

Liebe Synodale, liebe Gäste!

Zur letzten Bezirkssynode in dieser Zusammensetzung begrüße ich Sie herzlich.
Wir sind nun auch zum ersten Mal im Jugendheim und nicht mehr im Martin-Luther-Haus, versammelt. Das Martin-Luther-Haus ist inzwischen komplett leer geräumt. Es wohnt niemand mehr drin. Es findet nur noch ein Konzert vom Kulturverein statt und dann wird das Haus leer sein.
Wie Sie der Göppinger Zeitung entnehmen können, ist ja auch die Martin-Luther-Kirche in Göppingen durch den Immobilienrückbau betroffen, und in Ulm ebenfalls eine Martin-Luther-Gemeinde in einen Immobilienreduktionsprozess involviert.
Es scheinen die Martin-Luther-Kirchen oder Martin-Luther-Gemeindehäuser zu sein, die davon betroffen sind. Wahrscheinlich sind sie alle in einer bestimmten Zeit entstanden.

 

1. Danksagung
Nun zurück zu Ihnen: Ich möchte Ihnen an dieser Stelle meinen Dank sagen für die Zeit und Ihr Engagement, die Sie als Bezirkssynodale in die Arbeit der Bezirkssynode eingebracht haben. Viele von Ihnen waren ja nicht nur zu den Sitzungen der Bezirkssynode da, sondern auch in Sonderausschüssen aktiv, als da sind:
 KBA
 Leitungskreis des Hauses der Begegnung
 BA = Bezirksarbeitskreis Jugendarbeit
 Diakonischer Bezirksausschuss   oder
 dann auch wieder der Pfarrplanausschuss.

Sie bekommen dieses Mal von uns ein kleines Dankgeschenk: einen Adventskalender für Erwachsene mit einem großen Chagall-Bild und eine Gustav-Adolf-Werk-Schokolade, zu der ich nachher noch etwas sagen werde.
 
2. Begrüßung neuer Mitarbeiter.

1. Da ist zunächst zu nennen, Herr Sascha Luz. Er ist der neue Suchtberater an der Suchtberatungsstelle, hauptsächlich für den Bereich illegaler Drogen zuständig. Er wohnt in Gruibingen. Von daher ist zu hoffen, dass er uns länger erhalten bleibt, als seine Vorgängerinnen.

Sascha Luz stellt sich kurz vor.

2. Ist zu begrüßen Günther Alius aus Owen.
Er ist unser neuer Erwachsenenbildungsreferent. Die Stelle hat nun nur noch einen Umfang von 60%.
Der Gottesdienst zu seiner Amtseinführung wird am 20. Januar 2008, um 9.30 Uhr in der Stadtkirche sein. Herzliche Einladung dazu an dieser Stelle.

Herr Alius stellt sich vor.

3. In Türkheim wurde Frau Pfarrerin Helga Striebel investiert. Sie war ja schon eine Weile unständig in Türkheim tätig. Damit ist die Pfarrstelle zu 50% besetzt. Und das ist gut so.

In Aufhausen wurde wunderbarerweise jemand gefunden, der die zweite Hälfte der Türkheimer Pfarrstelle übernimmt: Frau Pfarrerin Gertraude Reich-Bochtler.
Sie wird am ersten Advent investiert.
Frau Striebel und Frau Reich-Bochtler teilen sich die Pfarrstelle Türkheim, sodass Frau Striebel hauptsächlich für Türkheim zuständig sein wird und Frau Reich-Bochtler hauptsächlich für Aufhausen. Mit den anderen 50% wird sie Alten- und Pflegeheim-Seelsorgerin im Dekanat Blaubeuren sein.

Die Pfarrstelle heißt (noch!): „Türkheim“.
Ich gebe allerdings den Gremien den Rat, ihre Pfarrstelle umzubenennen in „Pfarrstelle Türkheim-Aufhausen“.

 

3. Abschiede
1. Da ist als erster zu nennen: Bezirksreferent Eberhard Laun. Herr Laun war nun über 20 Jahre Erwachsenenbildungsreferent im Kirchenbezirk Geislingen. Er gehört gewissermaßen zum Urgestein des Kirchenbezirks. Am Sonntag wird er 65 Jahre alt. Sein Dienst endet am
30. November. Es wird ein rauschendes Abschiedsfest im Paulus-Gemeindezentrum gefeiert werden.
An dieser Stelle spricht die Bezirkssynode ihren Dank für seinen Dienst aus. (Applaus)

2. Leider verlässt uns auch das Pfarrersehepaar Judith und Peter Heiter.
Eigentlich sagt ja der Fuchs zum kleinen Prinzen: „Man ist immer verantwortlich für das, was man sich gezähmt hat.“ Sie haben gewissermaßen die Gemeinden Stötten und Eybach, zunächst miteinander, und dann Herr Peter Heiter allein, „gezähmt“. Die Gemeinden Stötten und Eybach wurden mit neuen Impulsen versorgt und aufgeweckt.
In diesem Sinne muss man Ihnen bescheinigen, Herr Heiter, dass Sie erwecklich sind und missionarische Kompetenz haben, denn Sie haben den gesamten Fußballverein der Kirche nahe gebracht.
Aber es locken die weiten Möglichkeiten der großen Landeskirche, Anfang Januar 2008  ziehen die beiden nach Asperg im Dekanat Ludwigsburg.

Pfarrer Lerch wird Ende des Jahres in den Ruhestand treten. Er hat in seinen letzten Amtsjahren im Kirchenbezirk ausgeholfen.

 

4. Kirchenwahl
Die Dekanate Göppingen und Geislingen bilden miteinander den Wahlbezirk 16. Dieser Wahlbezirk hat seine drei Offene-Kirche-Kandidaten durchgebracht. Und eine Kandidatin der Lebendigen Gemeinde: Beate Keller, die bereits eine Wahlperiode lang in der Landessynode war. Wir gratulieren Beate Keller für 30% der Stimmen und Frau Gröh für 22% der Stimmen. Sie hat aus dem Stand den Sprung ins landeskirchliche Parlament geschafft. (Beifall).

Frau Keller bekommt eine Flasche Sekt überreicht

Frau Gröh feiert mit mir auf andere Weise, da sie keinen Sekt trinkt.

Jemand hat zu mir gesagt, ich hätte jetzt ja gewissermaßen eine „Standleitung“ zur Synode. Ich denke, daran ist so viel richtig, dass ich sicher in Zukunft besser informiert darüber sein werde, was sich zurzeit in der Landeskirche auf synodaler Ebene tut.
Aber ich denke, Frau Gröh und ich denken von einander unabhängig, so dass keiner Angst zu haben braucht, dass sie in der Synode nur meine Meinung verträte. Sie hat durchaus ihre eigene Meinung. Dass auch ich sie gewählt habe, brauch auch ich nicht zu verschweigen.

Zum Fall Tuygun möchte ich noch etwas sagen. Er hat ja die Gemüter etwas erregt.
Frau Tuygun ist vom aktiven und passiven Wahlrecht ausgeschlossen worden, weil sie keine eindeutige Haltung zu ihrer Wiedertaufe hat, die sie als Glaubenstaufe bezeichnet.

In der ganzen Debatte habe ich gemerkt, dass es in den Gemeinden viele Menschen gibt, bei denen offenbar wenig Klarheit darüber vorherrscht, was die Tauflehre der Landeskirche ist. Ich denke, man sollte darauf als GemeindepfarrerIn und auch als Kirchengemeinderat Acht haben und gegebenenfalls theologische Erwachsenenbildung betreiben.

 

5. Besondere Ereignisse
Im vergangenen Jahr fanden 4 Kirchenjubiläen statt:
die Pauluskirche in Geislingen wurde 40 Jahre alt,
die Donzdorfer Christuskirche wurde 50 Jahre alt,
die Süßener feierten 300 Jahre Ulrichkirche nach dem Stadtbrand.

Alle drei Kirchenjubiläen wurden zum Anlass genommen für ein umfangreiches interessantes Erwachsenenbildungsprogramm um das Jubiläum herum.
Diese drei Programme sind gelungen und ich danke an dieser Stelle dafür.

Auch die Stephanuskirche in Oberböhringen feierte 40 Jahre Bestehen.

Im nächsten Jahr steht das Kirchenjubiläum in Hofstett-Emerbuch ins Haus.

Der Pfarrkonvent war dieses Jahr in Meissen und in Dresden. Wir haben uns dort mit einer Superintendentin aus Brandenburg getroffen, Ulrike Voigt, die uns sehr ermutigend und beeindruckend von den kirchlichen Problemen in ihrer Superintendentur erzählt hat, die ja von ganz anderem Schwierigkeitsgrad sind als bei uns.
Sie hat knapp über 20 Pfarrstellen und 90 Kirchen, für die der Kirchenbezirk zuständig ist. Von diesen 90 Kirchen stehen 89 unter Denkmalschutz. Sie können sich vorstellen, was das für Finanzprobleme gibt.
Dann haben wir ein interessantes Arbeitslosigkeitsprojekt in Mittweida besucht und in Dresden die Synagoge und die Frauenkirche.

Zu erwähnen ist auch die Kirchenrenovierung in Kuchen, die jetzt, um den Reformationstag herum, fertig geworden ist. Die Kirche ist sehr schön geworden.
Ich lade alle ein, sie einmal zu besuchen.

 

6. Die Kirchensteuer
-Geldsegen für die württembergische Landeskirche, aber nicht für uns-

Der wirtschaftliche Aufschwung beschert der Landeskirche ein ungeahntes Kirchensteuer-Plus. Unser Finanzdezernent Kastrup hat uns darüber informiert, dass die Landeskirche nominal seit 1992 nicht mehr soviel Kirchensteuer eingenommen hat, wie dieses Jahr. Wohl gemerkt, nominal, real ist es natürlich weniger.
Real, d.h. bereinigt um den Inflationsanstieg, handelt es sich nur um ein Zwischenhoch auf einer sinkenden Linie.
Solch ein Steuerplus weckt natürlich immer viele Begehrlichkeiten. Die Strategie der Landeskirche ist aber die Versorgungsstiftungen für die Mitarbeiter und Pfarrer mit Geld zu versorgen, damit dermaleinst die Versorgungsleistungen aus diesen Stiftungsgeldern zu bezahlen sind und nicht aus dem laufenden Haushalt.
Dann wäre die Kirche in diesem Punkt besser dran, als das Land Baden-Württemberg.
Ich halte diese Strategie für gut.

Der Überschuss der Steuereinnahmen soll für strategische Investitionen verwendet werden z.B. Energiesparmaßnahmen bei kirchlichen Gebäuden und Pfarrhäusern. Das würde dem Klimaschutz dienen oder zum Ausbau von Kindergärten.
Im Kirchenbezirk Geislingen kommen bei den Kirchensteuerzuweisungen 2% mehr an. Das ist aber im Grunde nur ein Inflationsausgleich. Insgesamt sind unsere Kirchensteuer-Zuweisungen sinkend wegen der Biberacher Tabelle (Ausgleich unter den Kirchenbezirken) und sinkender Gemeindegliederzahlen

 

7. „Kirchenfenster“
Auf Initiative des Dekanats Göppingen wird für 1 Jahr ein Versuch gestartet, eine Beilage zur GZ und NWZ zu gestalten mit dem Titel „Kirchenfenster“.
Das war zunächst eine Initiative des Kollegen Kunz in Göppingen. Nachdem aber die Katholiken nur ein Dekanat haben, wurde dann auch das Verbreitungsgebiet der GZ hinzugezogen, und das evangelische Dekanat Geislingen wollte sich da nicht ausklinken.
Frau Gröh ist Mitglied im Redaktionsteam. Die erste Beilage dieser Art wird zum ersten Mal im Advent erscheinen.
Es ist eine entsprechende unterstützende Summe im Haushaltsplan eingestellt.
Wir werden sehen, ob sich das Ganze finanziell tragen wird.

 

8. Gustav-Adolf-Fest
Sie haben jetzt alle eine Schokolade bekommen mit einer Bauchbinde. Innen auf der Buchbinde steht, was das Gustav-Adolf-Werk leistet und was seine Prinzipien sind.
Im Leitungskreis des Hauses der Begegnung haben wir angedacht, ein umfassendes Erwachsenenbildungsprojekt, Arbeitstitel: „Warum es sich lohnt, evangelisch zu sein!“ – begleitend zum Gustav-Adolf-Fest im Kirchenbezirk zu initiieren.
Wir werden dazu am Anfang des kommenden Jahres die PfarrerInnen und die Leitenden der Kreise in den Gemeinden zu einem großen Brainstorming zusammenrufen und dann die daraus entstehenden Ideen in einem gemeinsamen bezirksübergreifenden Prospekt veröffentlichen.

9. Wachsende Kirche im Kirchenbezirk Geislingen
Zunächst weise ich darauf hin, dass es einen Gemeindeentwicklungskongress zum Thema: „Wachsende Kirche“ nächstes Jahr im April, 11. – 12.04.2008 geben wird.
Ein einladender Prospekt geht gerade durch die Reihen.
Dieser Kongress ist im Grunde eine Fortsetzung des Gemeindeentwicklungskongresses, der vor einigen Jahren in Böblingen stattgefunden hat, an dem sich der Kirchenbezirk Geislingen damals intensiv beteiligt hat.
Nachdem ich die Themenfäden dieses Kongresses gelesen hatte, fiel mir auf, dass wir im Kirchenbezirk Geislingen ja sehr viele Dinge bereits tun, die in diese Fäden einzusortieren sind. Deshalb habe ich alle diese vielen Initiativen gesammelt. Sie werden gerade von Frau Neumann im Haus der Begegnung in einem ansprechenden Prospekt gesammelt und grafisch gestaltet.

 

10. Grüner Gockel
Die Gesamtkirchengemeinde Geislingen beteiligt sich am Umweltmanagement „Grüner Gockel“. Heute ist gerade die Zuschusszusage vom Umweltministerium eingegangen. Es könnten sich natürlich auch noch andere Gemeinden im Kirchenbezirk daran beteiligen, das wäre sehr wünschenswert. Vielleicht können sie auch noch nachträglich aufspringen. Es wäre jedenfalls eine Form, der Verantwortung gegenüber der Schöpfung nachzukommen.

So weit mal, ich danke für Ihre Aufmerksamkeit und stehe nun für Nachfragen zur Verfügung.

 

TOP 4 Gustav-Adolf-Fest in Geislingen vom 26.-28. Juni 2009
Dekanin Hühn teilt mit, dass das zentrale Programm in Geislingen stattfindet. Es wäre jedoch wünschenswert, wenn sich auch Mitarbeiter/innen aus dem Kirchenbezirk daran beteiligen würden. Gesucht werden auch Personen, die auswärtige Gäste für das Festwochenende aufnehmen können.
Im Zusammenhang mit dem Gustav-Adolf-Fest ist ein Erwachsenenbildungsprojekt des Kirchenbezirks im Frühjahr 2009 geplant. Dazu sollen 2008 VertreterInnen aller Kirchengemeinden und Kreise zum Brainstorming eingeladen werden.

Bereits geplant sind zwei Studienreisen mit Pfarrer Keinath (Waldenser Täler in Italien)  Pfingsten 2008 und Dekanin Hühn (Sizilien), Frühjahr 2009.
Der Pfarrkonvent 2008 wird in Polen stattfinden und sich vor Ort über die evangelischen Minderheiten in Polen informieren.
Steffen Möller, Kabarettist, wohnhaft in Polen, kommt am 02.04.2008 zu einem Abend nach Geislingen.

 

TOP 5 Kreisbildungswerk: Änderung der Vereinbarung zwischen Göppingen und Geislingen
Pfarrer Wanzeck, Vorsitzender des Leitungskreises für Erwachsenenbildung, teilt mit: Das Kreisbildungswerk wurde 1978 von den Kirchenbezirken Göppingen und Geislingen gegründet, um die Abrechnungen der Unterrichtseinheiten für die Erwachsenenbildung mit den Fördermitteln des Landes abwickeln zu können. Dafür wurde ein Bildungsreferent als Geschäftsführer des Kreisbildungswerkes bestimmt. Die Geschäftsführung wurde bisher vom Kirchenbezirk Geislingen durch Herrn Laun ausgeübt.
Der Hauptunterschied der überarbeiteten Vereinbarung besteht in § 13 – Geschäftsführung:
Aufgrund der Stellenreduzierung des Bildungsreferenten im Kirchenbezirk Geislingen von 100% auf 60 % ab 01.12.2007 wird die Geschäftsführung künftig durch den Bezirks-referenten des Kirchenbezirks Göppingen ausgeübt. Die höheren Personalkosten für die Geschäftsführung, die bisher vom Kirchenbezirk Geislingen getragen wurden, werden künftig zu zwei Dritteln vom Kirchenbezirk Göppingen und zu einem Drittel vom Kirchenbezirk Geislingen finanziert.
Die Selbständigkeit des Kirchenbezirks Geislingen im Rahmen der Erwachsenenbildung bleibt wie bisher erhalten. Kooperationen sind jedoch weiterhin möglich.

Die geänderte Vereinbarung wird von der Bezirkssynode, wie vorgelegt, einstimmig angenommen.

 

TOP 6 Pfarrplan 2011: Vorläufiger Beschluss der Kirchengemeinden Wiesensteig und Gruibingen

Dekanin Hühn erinnert daran, dass die Bezirkssynode am 30.03.2007 beschlossen hatte, die Entscheidung über die Zuordnung der 100 % und der 50 %-Pfarrstelle an die beiden Kirchengemeinden zurückzugeben, damit diese selbständig über ihre künftige Zusammenarbeit mittels Gemeindeentwicklungsprozess zu einer Entscheidung kommen.

Pfarrer Spieth, Wiesensteig, berichtet, dass die erste Phase des Gemeindeentwicklungs-prozesses gescheitert sei. Ein neuer Prozess habe bereits begonnen, der jedoch von den Wahlen zum Kirchengemeinderat unterbrochen wurde. Damit sich beide Kirchengemeinden „auf Augenhöhe“ begegnen, wird zunächst eine Stellenaufteilung von je 75 % vereinbart. Der GB-prozess solle jedoch weitergehen und eine andere Lösung gefunden werden.

Die Möglichkeit einer späteren Änderung der Pfarrstellengröße hat der Oberkirchenrat eingeräumt. Diese Änderung sollte jedoch bis zum Wechsel auf einer der beiden Pfarrstellen und spätestens bis zur endgültigen Umsetzung des Pfarrplans im Jahr 2011 vollzogen sein.

Pfarrerin Jutz betont noch einmal, dass der Pfarrplan-Ausschuss damals die Schaffung von 75 %-Pfarrstellen abgelehnt hat.
Herr Bühler betont die Vorläufigkeit des Beschlusses.

Die Bezirkssynode beschließt bei 5 Nein-Stimmen und 10 Enthaltungen:
Der Schaffung von zwei 75 % - Pfarrstellen in Wiesensteig und Gruibingen wird zum jetzigen Zeitpunkt, mit Einverständnis des Oberkirchenrates, zugestimmt, unter der Voraussetzung dass der GB-Prozess weitergeht und eine andere Lösung angestrebt wird.

Damit ist der Pfarrplan 2011 für den Kirchenbezirk Geislingen vorläufig abgeschlossen.

 

TOP 7 Stellenveränderungen im Kirchenbezirk
Bezirksrechner Machacek teilt mit, dass nach den Vorgaben der Arbeitsrechtlichen Kommission der Landeskirche die Neuberechnung und Neubewertung der Hausmeisterstelle im Freizeitheim Stötten durchgeführt wurde, die ab 01.01.2007 wirksam wird. Dabei hat sich eine Erhöhung der Stelle von 5,03 Wochenstunden auf 6,12 Wochenstunden ergeben. Für das Holzhaus, das im Eigentum des Kirchenbezirks ist, wurde Arbeitszeit für Kleinreparaturen und Gebäudekontrollen aufgenommen.

In diesem Zusammenhang wurde auch die Arbeitszeit für die Raumpflegestelle im Freizeitheim Stötten neu berechnet. Dies ergab eine Erhöhung der Stelle von 7,34 Wochenstunden auf 9,99 Wochenstunden (aufgerundet 10 Wo.std.). In der bisherigen Arbeitszeit war der Großputz und die Fenster- und Gardinenreinigung nicht enthalten. Diese Tätigkeiten wurden als Mehrarbeit vergütet. Da es sich dabei jedoch um regelmäßig wiederkehrende Tätigkeiten handelt, muss dies bei der regelmäßigen Arbeitszeit berücksichtigt werden.
Höhere Personalkosten ergeben sich hauptsächlich durch die höhere Bewertung der Hausmeisterstelle.
Der KBA befürwortet die Stellenausweitung. Die MAV hat der Arbeitszeitermittlung bereits zugestimmt.

Die Bezirkssynode stimmt den Stellenausweitungen bei zwei Enthaltungen zu.

 

TOP 8 Pauschalierte Kirchensteuerzuweisung 2008 an die Kirchengemeinden
Herr Schmid von der Kirchlichen Verwaltungsstelle erläutert die Beratungsvorlagen über die Pauschalierte Kirchensteuerzuweisung für das Jahr 2008 (Anlage 1),
die Zuschläge für die Kirchengemeinden (Anlage 2),
die Entwicklung der Kirchensteuerverteilung für den Kirchenbezirk bis zum Jahr 2011 (Anlage 3)
und teilt die Veränderungen der Zuweisungsbeträge an die Kirchengemeinden gegenüber dem Vorjahr mit.
Die Kirchengemeinde Stötten erhält eine höhere Zuweisung, da sie jetzt über 300 Gemeindeglieder hat.
Die Gesamtkirchengemeinde Geislingen erhält einen zusätzlichen aufgabenbezogenen Zuschlag für die Seelsorgestelle im Altenheim.
Für die Kirchengemeinden wird somit ein Gesamtbetrag in Höhe von 2.226.360 € benötigt. Die darüber hinaus zur Verfügung stehenden Mittel belaufen sich auf 64.176 €.
Die im Vorjahr prognostizierte Reduzierung der Kirchensteuerzuweisung um 2 % tritt aufgrund der guten wirtschaftlichen Lage und der hohen Kirchensteuereinnahmen bei der Landeskirche nicht ein.
Dennoch sollten die Kirchengemeinden im Bemühen um Einsparungen nicht nachlassen. Tatsache ist, dass ab dem Haushaltsjahr 2009 substanzerhaltende Rücklagen für Gebäude gebildet werden müssen.

Der Kirchenbezirksausschuss schlägt deshalb vor, den Kirchengemeinden für das Haushaltsjahr 2008 pro Gebäude 1.000 € zuzuweisen. Dabei werden Kirchengebäude, Pfarrhäuser im Eigentum der Kirchengemeinde und Gemeindehäuser, bzw. Gemeindezentren berücksichtigt.

Die Bezirkssynode stimmt dem Vorschlag des KBA einstimmig zu.

 

TOP 9 Haushaltsplan und Umlagebeschluss 2007
Bezirksrechner Machacek teilt mit, dass der Oberkirchenrat mit Schreiben vom 30.05.2007 entsprechend dem Beschluss der Bezirkssynode vom 10.11.2006 gemäß § 25 Abs. 1 Nr.8 der Kirchenbezirksordnung, zur Deckung des Haushaltsplans im Rechnungsjahr 2007 bei den Kirchengemeinden eine Umlage in Höhe von 537.430 € zu erheben, genehmigt.

TOP 10 Feststellung Rechnungsabschluss 2006
Bezirksrechner Machacek trägt gemäß Tischvorlage zu TOP 10 vor:
Der Rechnungsabschluss wird festgestellt mit Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 742.611,22 €. Dazu werden die durchgeführten Rücklagen-Zuführungen und Entnahmen erläutert.
Die Bezirkssynode stellt den Rechnungsabschluss bei zwei Enthaltungen fest.

 

TOP 11 Haushaltsplan 2008
Bezirksrechner Machacek teilt anhand der Übersicht Ordentlicher Haushalt (Einnahmen und Ausgaben) mit:
Nachdem der Haushaltsplan 2007 zur Deckung der Ausgaben eine Entnahme aus der Ausgleichsrücklage des Kirchenbezirks in Höhe von ca. 22.000 € vorsieht (davon 16.000 € für den Umzug des EJW in neue Büroräume), sind im Haushaltsplan 2008 wieder finanzielle Spielräume vorhanden. Der Hauptgrund dafür liegt in der Umsetzung der im Strukturhaushalt festgelegten Stellenreduzierungen bei entsprechender Stellenneubesetzung (Reduzierung der Bildungsreferentenstelle von 100 % auf 60 %). Höhere Kosten entstehen teilweise bei den Personalausgaben (Tariferhöhung wird mit 2,7 % kalkuliert), Sachkosten und bei der MAV für die Einrichtung eines Büros.
Der Haushaltsplan 2008 wird letztmalig in dieser Form aufgestellt, ab dem Jahr 2009 liegt der „Plan für die kirchliche Arbeit“ der neuen Haushaltsordnung zugrunde.

Herr Machacek erläutert die Haushaltsstellen, bei denen sich größere Abweichungen gegenüber dem Planansatz von 2007 ergeben.

Bei der Besprechung der Haushaltsstellen ergeben sich folgende Änderungen:

Gliederung 1400 – Krankenhaus-Seelsorge: Für das Krankenhaus-Pfarramt hat der Kirchenbezirk dem Oberkirchenrat ab 01.01.2008 einen Dienstwohnungsausgleich in Höhe von 7.900 € zu erstatten.

Gliederung 9700 – Rücklagen: Die Rücklagenzuführung des Haushaltsüberschusses wird von 17.390 € um 7.900 € auf 9.490 € reduziert.

Pfarrer Wiborg, Geislingen regt an, sich darüber Gedanken zu machen, ob überschüssige Kirchensteuermittel anstatt für Gebäude, sinnvoller anderweitig verwendet werden könnten. Er nennt dafür zum Beispiel die Budgets der Bezirkswerke, die durch höhere Zuweisungen in der Lage wären, Personalstellen zu erhalten oder auszuweiten.

Beschlüsse:
Die Bezirkssynode beschließt bei einer Enthaltung den vorgelegten Haushaltsplan 2008 (ordentlicher Haushalt, Strukturhaushalt und Sonderhaushalte), einschließlich der obigen Änderungen mit Einnahmen in Höhe von insgesamt 600.870 € und Ausgaben in Höhe von insgesamt 1.134.830 €.
Die Bezirkssynode beschließt bei einer Enthaltung, zum Ausgleich der Mehrausgaben eine Bezirksumlage in Höhe von 533.960 € zu erheben.
Die Bezirkssynode beschließt bei einer Enthaltung als Umlagemaßstab die auf 13.11.2006 fortgeschriebene Gemeindegliederzahl mit 29914 Gemeindegliedern.


TOP 12 Sonstiges
- Pfarrer Wiborg lädt zum Kirchenkino in die Martinskirche ein.
- Im nächsten Jahr wird es wieder eine Vesperkirche geben, die vom 14.Januar bis 01. Februar in der Pauluskirche stattfindet.
- Pfarrer Hoof bietet die Betreuung der Mitarbeiter an, die im Krankenhaus Besuchsdienste übernehmen und wird dafür auch eine Fortbildung für ehrenamtliche Mitarbeiter anbieten.
- Pfarrer Hoof wünscht sich zur anziehenderen Gestaltung der Gottesdienste im Krankenhaus, dass sich Chöre und Musikgruppen aus dem Kirchenbezirk an den Gottesdiensten beteiligen, erbittet darum, dass sich interessierte Musikgruppen bei ihm melden.
- Pfarrer Crüsemann lädt zur Orgelvesper (KMD Klumpp) mit Lesung am Sonntag, 18.11.2007
- und zum Vortrag von Marlene Crüsemann am Buß- und Bettag ein.

Der Vorsitzende der Bezirkssynode, Herr Bühler, bedankt sich aufgrund der zu Ende gegangenen Wahlperiode bei den Mitgliedern des Kirchenbezirksausschusses und der Bezirkssynode für die wertvolle Mitarbeit. Dabei überreicht er Blumen an Dekanin Hühn, Frau Gröh (Geschäftsführerin im Dekanatamt) und Frau Herter-Hoffmann (Leiterin der Kirchlichen Verwaltungsstelle).
Die Bezirkssynode endet mit einem irischen Weihnachtssegen.


Protokoll: Klaus Machacek