Herbstsitzung der Bezirkssynode Geislingen am 17. November 2017

Dekan Martin Elsässer

Leitung:         Hansjörg Frank

Protokoll:       Pfarrerin Magdalena Smetana
Andacht:        Pfarrer Matthias D. Ebinger


TAGESORDNUNG

1.    Kurzbericht aus der Landessynode, Landessynodale Anita Gröh

2.    Prädikantenarbeit im Kirchenbezirk: Verpflichtung und Wiederverpflichtung

3.    Personelle Veränderungen im Kirchenbezirk

4.    Evangelisches Jugendwerk Geislingen –
Ausweitung Stellenplan für Jugendreferenten um 25%

5.    PfarrPlan 2024
Vorstellung und Beratung der Ergebnisse des PfarrPlan-Ausschusses
Vorschlag für ein bezirkliches Stellenverteilungskonzept (Entscheidung März 2018)
Begleitende Maßnahmen: Information und Beratung
Ausblick auf das weitere Vorgehen

PAUSE mit Imbiss

6.    Feststellung Rechnungsabschluss 2016

7.    Plan für die kirchliche Arbeit: Umlagebeschluss 2017
 - Bekanntgabe Genehmigung des OKR

8.    Verwendung der Mittel Weltmission 2017 – Vorschlag und Beschluss



9.    Pauschalierte Kirchensteuerzuweisung 2018 an die Kirchengemeinden
- Kirchensteuerverteilung 2017-2021 im Kirchenbezirk Geislingen
- Berechnung der Kirchensteuerzuweisung 2018
- Übersicht Pauschalierte Kirchensteuerzuweisung 2018
- Beschlussvorlage Kirchensteuerzuweisung 2018 an die Kirchengemeinden

10.    Plan für die kirchliche Arbeit des Kirchenbezirks 2018
-Erläuterung des Planes
-Einzelpläne – Anlage
Beschluss des Planes 2018 und der Bezirksumlage

11.    Sonstiges


Protokoll der Sitzung Bezirkssynode am 17. November 2017

Drei volle Pfarrstellen fallen weg

Claudia Burst, Geislinger Zeitung

Montag, 20. März 2017



Es sind drei volle Pfarrstellen, die im Kirchenbezirk Geislingen bis zum Jahr 2024 eingespart werden müssen. Darüber informierte Dekan Martin Elsässer die Synodalen bei der Bezirkssynode am Freitagabend. „Von momentan 20,75 Stellen müssen wir auf 17,75 Stellen reduzieren“, verdeutlichte er die inzwischen vorliegenden Zahlen des Pfarrplans 2024.

 

Der Pfarrplanausschuss, dem der Dekan vorsitzt, will bis Sommer konkrete Vorschläge erarbeiten, wie dies durchgeführt werden kann und diese dann den betroffenen Gemeinden zukommen lassen. Das endgültige Stellenverteilungskonzept wird jedoch erst in der Frühjahrssynode im kommenden Jahr beschlossen.


Drei Punkte schlug Martin Elsässer als „unterstützende Maßnahmen“ vor: Vom Strukturfond des Landeskirche könne Geld beantragt werden, etwa um beim Wegfall einer Pfarrstelle Sekretariatsstunden aufzustocken oder eventuell ein Distriktsbearbeitungsbüro einzurichten. Als zweiten Vorschlag nannte er die Zusammenarbeit zweier Gemeinden in Form einer „Verbundgemeinde.“ „Das bedeutet Zusammenarbeiten, aber selbstständig bleiben“, erläuterte er und empfahl allen Gemeinden, über dieses Modell zumindest nachzudenken. Außerdem gebe es die Möglichkeit „integrierter Beratung“, bei dem ein multiprofessionelles Team der Landeskirche mit Kirchengemeinden nach Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden suche. Infos dazu gebe es im Internet unter „Landeskirche“.

 

„Wir vermeiden den Pfarrplan nicht, wenn wir diese Maßnahmen nicht in Anspruch nehmen“, machte der Kirchenbezirks-Chef deutlich, „aber wir verpassen vielleicht die eine oder andere sinnvolle Gestaltungsmöglichkeit“, appellierte er, diese Unterstützung in Anspruch zu nehmen.

Viel Kirchensteuer

Claudia Burst, Geislinger Zeitung



Als „wieder überraschend gut“ bezeichnete Eberhard Schmid von der Kirchlichen Verwaltungsstelle in Göppingen bei der Bezirkssynode in Geislingen am Freitag die Kirchensteuer-Einnahmen im Jahr 2016. Eine entsprechend hohe außerordentliche Kirchensteuer-Zuweisung über 64371 Euro erhalte der Kirchenbezirk Geislingen deshalb im kommenden Jahr. „Davon profitieren die einzelnen Gemeinden, denn es bedeutet eine zusätzliche Zuweisung von 2,50 Euro pro Gemeindeglied“, machte der Experte deutlich.

Claudia Burst, Geislinger Zeitung

 

Bezirkssynode Anita Gröh berichtet über die kommende Abstimmung in der Landeskirche zum Thema Trauung gleichgeschlechtlicher Paare.

 

Die Landessynode der Evangelischen Kirche in Württemberg entscheidet am 29. November über einen Entwurf, kirchliche Richtlinien für eine gottesdienstliche Trauung (Trau-Agende) so anzupassen, dass es in Zukunft möglich ist, gleichgeschlechtliche Paare zu trauen. Dafür benötigt die Landessynode eine Zweidrittel-Mehrheit.

Darüber berichtete die Landessynodale Anita Gröh bei der Bezirkssynode am Freitagabend. „Die Württembergische Landeskirche ist die einzige Landeskirche der Evangelischen Kirche in Deutschland, in der eine kirchliche Segnung beziehungsweise Trauung eines gleichgeschlechtlichen Paares im Rahmen einer öffentlichen Feier nicht möglich ist“, sagte Gröh.

Bisher darf eine Segnung gleichgeschlechtlicher Paare in Württemberg nur „nichtöffentlich“ stattfinden. Der Oberkirchenrat will jetzt mit der Änderung der Agende Ausnahmen ermöglichen.

Im Lauf ihrer Ausführungen machte Anita Gröh auf die vielen Hürden aufmerksam, die einer solchen Trauung selbst dann im Weg stehen, wenn die „Trau-Agende“ entsprechend abgeändert werden sollte: Jede Kirchengemeinde muss für sich beschließen, ob sie eine solche Möglichkeit in Zukunft will: Dazu muss das Paar gleichen Geschlechts auf den Pfarrer zugehen. Der Pfarrer stellt einen Antrag an den Kirchengemeinderat. Eine Gemeindeversammlung muss sich mit diesem Vorhaben auseinandersetzen und ihr zustimmen. Und schließlich muss der Kirchengemeinderat mit Dreiviertel-Mehrheit dem Antrag zustimmen.

Was die Vertreterin des Gesprächskreises „Offene Kirche“ davon hält, sagte sie deutlich: „In unserer Landeskirche ist die Trauung kein Sakrament. Ich verstehe nicht, warum diese Amtshandlung an gleichgeschlechtlichen Paaren so hoch gehängt wird.“

Die Angst vor einer Spaltung der Kirche, die sie hinter den komplizierten Vorschriften vermutet, teile sie nicht, sagte Gröh. Auch in allen anderen Landeskirchen seien keine auffallenden Austrittszahlen feststellbar gewesen.

Am Ende ihrer Ausführungen machte Gröh darauf aufmerksam, dass es sich heute um die „gleichen Argumente handelt, wie sie vor beinahe 50 Jahren gegen die Ordination von Frauen vorgebracht wurden.“ 

 

 

Unverzichtbarer Dienst

Claudia Burst, Geislinger Zeitung



Zwei neue Prädikanten verpflichtete Dekan Martin Elsässer im Rahmen der Bezirkssynode am Freitagabend: Doris Staudinger aus Weiler und Albert Appenzeller aus Kuchen.
Beide halten seit einiger Zeit ehrenamtlich die Predigt in evangelischen Gottesdiensten überall dort, wo der Pfarrer aus irgendeinem Grund fehlt und wurden beide dafür ausgebildet und geschult. „Das ist ein unverzichtbarer Dienst für die Vielfalt in der Verkündigung“, betonte Elsässer und bedankte sich für den Einsatz. „Dieser Dank gilt natürlich allen Prädikanten sowie auch Ruhestandspfarrer und Ruhestandsdekanen“, fügte er ausdrücklich hinzu. cb