Visitation des Kirchenbezirks

Prälatin Gabriele Wulz visitiert Geislingen

Ein großes Thema in diesem Jahr wird die Visitation durch Prälatin Gabriele Wulz sein.

 

Visitation heißt

 intensiv besuchen
 schauen, was es alles gibt
 wahrnehmen, welche Einrichtungen es gibt, wie sie zusammenarbeiten?
 welche Rückmeldungen können/ müssen gegeben werden?

 

Welche Schlüsse sind daraus zu ziehen?

 

Die Visitation wird drei Ebenen des kirchlichen Lebens betreffen, zuerst den Kirchenbezirk, dann die Gesamtkirchengemeinde und ihre Einrichtungen, zuletzt die Stadtkirchengemeinde.


Zum Auftakt der Bezirks-Visitation fand ein Bezirksforum statt, an dem sich die Einrichtungen und Werke des Kirchenbezirks einer Öffentlichkeit vorgestellt haben.

Neben den drei Hauptarbeitsbereichen des Kirchenbezirks, dem Jugendwerk, der Diakonie und der Erwachsenenbildung, haben sich auch zwei Gemeinden aus dem Bezirk vorgestellt, Donzdorf und die Gesamtkichengemeinde Stubersheimer Alb.


Ein wichtiges Element des Forums waren die Rückmeldungen von außen. Dies haben der katholische Dekan Dietmar Hermann und Chefredakteur Roderich Schmauz habe sich dazu bereit erklärt.

 

 

 

 

Den Auftakt zur Visitation der Gesamtkirchengemeinde bildete die Vollversammlung der Kirchengemeinderäte der vier Kirchengemeinden: Stadtkirche, Weiler, Paulus, Geislingen Altenstadt.

 

Sie fand am Dienstag, den 4. Mai um 19.30 Uhr im Paulusgemeindezentrum statt.

Es steltlen sich die Einrichtungen der Gesamtkirchengemeinde vor:
die Kirchenpflege, die Diakonie-
Sozialstation, die Kindergärten und der Jugend- und Waldheimausschuss.

 

Zudem wurde der Immobilienprozess der Gesamtkirchengemeinde dargestellt.


Sabine Wettstein, Leiterin des bürgerschaftlichen Engagements, und Stadtrat und Stellvertreter des OB, Holger Scheible waren gerne bereit,  ihre Rückmeldungen und Wahrnehmungen auf die Kirchengemeinde zur Verfügung zu stellen.

 

Über alles Gehörte wurde dann in Kleingruppen diskutiert. Die Anregungen aus den Kleingruppen werden  in der Folgezeit vom Gesamtkirchengemeinderat und auch von den Gremien der Kirchengemeinden weiterbearbeitet werden.

 

 

 

Über die Visitation auf der dritten Ebene, der Stadtkirchengemeinde, berichtet Pfarrer Crüsemann. Da ich als Dekanin Mitglied im Stadtkirchengemeinderat bin und direkte Kollegin des Pfarrerehepaares Crüsemann, sieht die Ordnung unserer Landeskirche vor, dass in diesem Fall die Visitation durch die Prälatin geschieht.


Pfarrer Crüsemann schreibt:
„Visitation der Stadtkirche und Weiler

Alle acht bis zehn Jahre wird eine Kirchengemeinde „visitiert“, das heißt „besucht“. Normalerweise geschieht dies durch die Dekanin oder den Dekanin. Weil die Stadtkirche aber selbst Dekanatskirche ist, wird sie traditionell von der Prälatin visitiert. So wird Ende diesen und Anfang nächsten Jahres Prälatin Wulz zu Besuch kommen – mit dem Ziel, gemeinsam über unsere Gemeinden nachzudenken. Was geschieht alles, was gibt es an Angeboten, was läuft weniger gut, wo könnten Dinge verbessert werden? Neben vielen Gesprächen mit haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist das Gemeindeforum ein wichtiger Baustein bei der Visitation. Alle Gruppen und  stellen sich dabei vor und eingeladene Gäste geben kurz wieder, wie sie von außen die Kirchengemeinde im Positiven wie im Negativem erleben.

Das Visitationsforum für die Stadtkirchengemeinde fand am 28. Oktober,
in der Stadtkirche statt.

Dazu sang die Kantorei der Stadtkirche: 

 

 

 

 

"Lobet den Herren" - dreistimmiger Choralsatz unter Leitung von KMD Gerhard Klumpp.

 

 

Aus dem Bezirksforum

In der Geislinger Zeitung erschien am 27. April darüber folgender Artikel, geschrieben von Chefredakteur Roderich Schmauz:

 

„Keine Leistungsschau“ 
Bezirksforum als Auftakt zur Visitation des evangelischen Kirchenbezirks Geislingen

 

„Ich nehme viel mit“, freute sich Prälatin Gabriele Wulz am Ende des ersten Forums des evangelischen Kirchenbezirks Geislingen. Es bildete einen aspektreichen Auftakt zur Visitation durch die Prälatin.


Geislingen. Über 80 Teilnehmer kamen am Freitagabend für gut drei Stunden ins „Jugendheim“ zu dem von Gisela Dehlinger moderierten Zukunftsforum des evangelischen Kirchenbezirks Geislingen. Für Prälatin Gabriele Wulz aus Ulm bildete diese Zusammenkunft den Auftakt einer mehrmonatigen Visitation des Dekanats. Die letzte liegt mehr als ein Dutzend Jahre zurück.

Die Visitation und das Bezirksforum seien „keine Leistungsschau“ stellte Gabriele Wulz klar. Sie böten aber die Chance, „mal am Stück das eigene Tun zu überdenken“, Selbstverständliches wieder wahrzunehmen und sich Frust und Ärger von der Seele zu reden. Die Grundfragen, um die es geht, formulierte die Prälatin so: „Wer sind wir? Was haben wir?“ Es gehe nämlich nicht darum, von außen zu kommen, um zu taxieren und zu bewerten, sondern Anregungen und Hilfestellung zu geben. All das diene dem Ziel, zu den Quellen des Glaubens zu finden.

 

Der Prälatin stellten sich in aller Kürze die drei auf Bezirksebene wichtigen Werke vor. Willi Weid erläuterte, wie die Diakonie ihrer Aufgabe nachkommt, Armen, Kranken, Schwachen und in Not Geratenen helfend zur Seite zu stehen - zum Beispiel in den Beratungsstellen. Der Konkurrenzdruck in der Arbeitswelt nehme zu, bedauert Weid.

 

In welch vielfältigen Formen sich Jugendarbeit entfaltet, stellten die Vertreter des Evangelischen Jugendwerks dar. Sie wiesen auf diese Probleme hin: wenig Geld und Zeit, Nachwuchs und Mitarbeiter fehlen, die Konkurrenz durch professionelle Freizeitanbieter nimmt dagegen zu.

 

Biblisch-theologische Veranstaltungen, „Herzens- und Charakterbildung“, gesellschaftliche Themen und viele Fortbildungen, so benannte Günther Alius knapp die wichtigen Bereiche der Evangelischen Erwachsenenbildung.

Pfarrer Gerd-Ulrich Wanzeck erläuterte, wie seine große Kirchengemeinde Donzdorf strukturiert ist — mit den Teilgemeinden Nenningen, Weißenstein, Winzingen und Reichenbach u. R. Trotz mehr als 2500 Gemeindegliedern - davon viele Zugezogene - befinde man sich mit einem Bevölkerungsanteil von 20 Prozent in der Diaspora. Wanzeck verwies zugleich auf ausdifferenzierte Gemeinde- und Organisationsstrukturen.

 

Stubersheimer Alb: Dort steht die Kirche noch mitten im Dorf
Demgegenüber porträtierten Pfarrer Holger Platz und Pfarrerin Edeltraud Meyer kurz ihre kleine Gesamtkirchengemeinde Stubersheimer Alb mit 1128 Evangelischen, die sich auch in fünf „selbstbewusste“ Gemeinden gliedert.
,, Die Kirche steht im Dorf“, formulierte es Platz: „sie sei in diesen Orten und Gemeinschaften noch selbstverständlicher Lebensmittelpunkt.“

Weitere Stellungnahmen von Gliederungen des Kirchenbezirks liegen schriftlich vor, zum Beispiel vom Arbeitskreis Frauen, vom Kantorat, dem Team der Kirchenbezirkszeitung und den Lektoren.

 

Als Externer erläuterte GZ-Redaktionsleiter Roderich Schmauz an einigen Beispielen, wie er die evangelische Kirche erlebt: in ihren Gebäuden - von der Stadtkirche bis zum Martin-Luther-Haus, in kirchenmusikalischen Glanzlichtern, in vorbildlichen sozialen Initiativen gelebter Nächstenliebe und nicht zuletzt in überzeugenden kirchlichen Repräsentanten.

 

Der katholische Dekan Dietmar Hermann lenkte den Blick auf die Zusammenarbeit der Konfessionen und viele Beispiele „gelebter Ökumene“.

Zehn Arbeitsgruppen reflektierten die Stellungnahmen. Erste Rückmeldungen waren vielfältig.

Als roter Faden zog sich die nüchterne Feststellung durch, dass der Kirchenbezirk für die Menschen keine wichtige Größe ist - im Gegensatz zur Gemeinde. Als wichtige Aufgabe sehen es viele an, mehr Ehrenamtliche für die kirchliche Arbeit zu gewinnen.

In ihrem Schlusswort lobte Prälatin Wulz die Beiträge als anregend, munter und schwungvoll. Hörbar gewesen sei auch selbstkritisches Nachdenken. Ihre Visitation beginnt jetzt und mündet in eine Bezirkssynode am 12. November.

 

 

Ernst-Wilhelm Weid, links, berichtet über die Diakonie im Kirchenbezirk. Zur Erwachsenenbildung informieren Dorothea von Lünenschloß, Pfarrer Gerd-Ulrich Wanzeck und Bildungsreferent Günther Alius (rechtes Bild)

Jugendarbeit im Kirchenbezirk - Martin Geiger, Vorsitzender des Jugendwerkes, Theresa Machacek vom BAK und Jugendreferentin Sabine Angnes berichten

Wandzeitungen und Info-Material informieren über die Arbeitsbereiche im Kirchenbezirk

Die Außenwirkung der evangelischen Kirche im Raum Geislingen

Roderich Schmauz, Chefredakteur der Geislinger Zeitung

Eine kurze Einschätzung von Roderich Schmauz, Redaktionsleiter der Geislinger Zeitung; katholisch

 

- Die evangelische Kirche vor Ort erscheint mir vielgestaltig und in vielfältiger Weise präsent

- Schon ein Blick in die GZ  belegt das: Regelmäßig finden sich dort zahlreiche Beiträge – Stichworte: Geistliches Wort; Gottesdienstankündigungen, christliche Feste im Jahreskreis bzw. Kirchenjahr; Berichte über Synoden, Veranstaltungen und Vorträge, aus Kindergärten, über Kinderbibelwochen und Jugendfreizeiten, über Gemeindefeste, Treffen und Ausflüge kirchlicher Kreise, über Kirchenkonzerte, wir stellen neue Pfarrer in Porträts ausführlich vor; nicht zu vergessen Aktionen und Aktivitäten im sozialen Bereich und vieles mehr

Im Folgenden beschränke mich auf die Erwähnung einiger Besonderheiten, die mir auffallen – wobei mein Blick stark auf Geislingen konzentriert ist und ich extrem selektiere.

- Ich erlebe die evangelische Kirche in ihren Bauwerken:
- - Kirchenbauten ragen hoch, Glocken läuten, Kirchen stehen erhöht oder städtebaulich im Mittelpunkt
- - Unsere GZ-Redaktion steht direkt neben der Geislinger Stadtkirche
- - Die Stadtkirche ist das tollstes Gebäude Geislingens; damit verknüpfen sich weitere Themen wie Renovierungen, Drei-Kirchen-Stiftung, Spendenaktionen, grüner Gockel
- - Bauwerke: Dazu gehörte aber auch der schmerzhafte, fast schon selbst zerstörerische Prozess für die Geislinger Gesamtkirchengemeinde, sich vom Martin-Luther-Haus trennen zu müssen

-  Ich erlebe die evangelische Kirche „gesellschaftlich“ in dem Sinn, dass sie Jahresempfänge ausrichtet, Feste feiert; beim Kirchencafé in der Stadtkirche während des Weihnachtsmarkts wird Kirche zum Treffpunkt einer kunterbunten, fröhlichen, lebendigen Gemeinde

- Ich erlebe die evangelische Kirche kulturell:  Zuhörer vieler wunderbarer Kirchenkonzerte war ich in der Stadtkirche und in der Martinskirche – was eng verbunden ist mit den beiden Namen Klumpp und Komaya.

- Ich erlebe die evangelische Kirche vor allem im sozialen Bereich durch ihre vielen Initiativen – das ist gelebte Mitmenschlichkeit, Nächstenliebe;
gerade lief die Aktion Rückenwind (Diakonie und Caritas); ganz wichtig erscheint mir der Diakonieladen. Und mit der Vesperkirche setzt die Kirche vollends ein wichtiges Zeichen. Sie sagt: Ja, es gibt Armut bei uns, unter uns; wir laden Bedürftige ein und setzen uns mit ihnen an einen Tisch.

- In ihrer religiösen Dimension erlebe sich die evangelische Kirche natürlich auch; wiederum abgesehen vom „üblichen“ (Gottesdienste, Predigten, Synoden, Religionsunterricht...) erinnere ich mich gerne
- an die hervorragend besuchte Veranstaltungsreihe „Spätlese“, die auch wichtige ökumenische Impulse gesetzt hat.
- an die Veranstaltungsreihe „Kinder Abrahams“
- an den Dialog mit dem Islam, der gut, aber auch mühselig war

- Die evangelische Kirche ist für mich auch eine moralische Instanz: 
- - es gibt eine Autorität des Amtes, sie verbindet sich mit Gesichtern, diese kirchlichen Repräsentanten müssen durch ihr Beispiel immer wieder neu diese Autorität des Amtes erwerben
- Die Kirche, Gott sei Dank wenigstens noch sie, lenkt den Blick auf das Wesentliche, auf das, was uns trägt – im Gegensatz zur Oberflächlichkeit einer Spaßgesellschaft; ich als Journalist stehe z.B. latent in der Gefahr, mich zu stark von schnelllebiger Tagesaktualität vereinnahmen zu lassen.
- Kirche ist für mich eine ethische und soziale Instanz, sie soll Korrektiv sein, sie soll mahnen
- Ganz wichtig sind die Repräsentanten. In meinem (Berufs-)Leben habe ich zahlreiche Pfarrer etwas kennen gelernt –  ganz unterschiedliche Personen, besser: Persönlichkeiten. Durch die Bank waren sie gebildet, was sie sagten, war überlegt und durchdacht; nahezu jeder verkörperte und lebte auf seine Art glaubwürdig seinen Beruf.

 

Wünsche

5 Wünsche, Anregungen, Fragen

1.) Ökumene: ein paar Impulse mehr würden nicht schaden.

2.) Doppel- und Mehrfachstrukturen: Beispiel evangelische und katholische Erwachsenenbildung, Volkshochschulen, Häuser der Familie – wären sie zusammen  nicht „schlagkräftiger“?

3.)  Die evangelische Kirche und die Geislinger Stadtspitze: ein reserviertes Verhältnis, was wohl an der personellen Konstellation auf beiden Seiten liegt – schade.

4.) Einmischung in die Gesellschaft: Von der Kirche erwarte ich weniger, dass sie im kommunalpolitischen Tagesgeschäft so streitet, wie es politische Parteien am Ratstisch tun – ich denke an das Hickhack um Details der Kindergartenfinanzierung.  Ich erwarte die Einmischung der Kirche in wesentlichen Fragen, die ihre „Kernkompetenz“ berühren.

5.) Grundsätzlich überzeugen mich Kirche und die evangelische Kirche vor Ort. Ich würde mir wünschen, dass es vielen weiteren und nicht immer weniger Menschen auch so geht.

Externe Rückmeldung von Dekan Hermann, katholisches Dekanat Göppingen-Geislingen

Dekan Dietmar Hermann, katholische Kirche


Wie nehme ich Evangelische Kirche in meinen Arbeits- und Lebenszusammenhängen wahr?

 

 

• gesellschaftlich rege: Dialog mit verschiedensten Gesellschaftsgruppen: Göppinger Montagsgebete, Gespräch mit Islam, Kirche und Wirtschaft, Hospiz, Notfallseelsorge, Waldheim, Beratungsstellen der Diakonie, Kirchenfenster und Kirchenzeitung…, Gemeindebriefe der Pfarreien…

 

• aktive Kirchengemeinden, aber auch Umbrüche, z.B. weniger Ehrenamtliche, nachlassender Gottesdienstbesuch, Überalterung der Kerngemeinde


• Ökumene scheint theologisch schwieriger, aber im praktischen Leben und Gemeindeleben nicht mehr wegzudenken, z.B.:
Vernetzung in Familienarbeit, Kinderbibelwochen, Eltern-Kind-Gruppen….
Kinderkirche: Eltern achten mehr auf Qualität als auf Konfession
Konfessionsverbindende Ehen
Ökumenische Gottesdienste als fester Bestandteil im gesellschaftlichen Leben, z.B. Stadtfest, Schulgottesdienste…


• Ökumenische Erwachsenenbildung, ökumenischer Kirchenchor…


• Kindergärten als Chance und Streitpunkt

 

Was ist für mich und mein Arbeitsfeld ein aktuelles Anliegen im Blick auf die Weiterentwicklung kirchlicher Arbeit?

 

• Liberalismus: Gemeinsam müssen wir für Werte und Glauben einstehen; treten wir mit der gleichen christlichen Ethik auf?


• Kindergärten: SGB VIII § 4 Vorrang der freien Träger (= Subsidiaritätsprinzip) und Qualität müssen wir gemeinsam einfordern, nicht Kriterium des Zahlmeisters


• Soziale Frage: Anwaltschaft und konkrete Hilfe ausbauen


• Milieuverengung: Missionarisches Zugehen auf die, die wir als Großkirchen verloren haben. Ökumenische Glaubwürdigkeit gewinnen:

 

Heiliger Vater, bewahre sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast,
damit sie eins sind wie wir.  Joh 17,11

Auf großes Interesse stießen die Beiträge im Bezirksforum

Kirchenbezirks-Zeitung und evangelische Frauenarbeit im Kirchenbezirk stellen sich vor

Aus den Arbeitsgruppen des Bezirksforums

Eine der 10 Arbeitsgruppen beim Bezirksforum

Aus den Arbeitsgruppen beim Bezirksforum kamen unterschiedlichste Rückmeldungen. Hier einige davon:

 

 

 Der Kirchenbezirk ist keine Größe, die Menschen wahrnehmen, sondern Werke und Personen sind bekannt.
 Den Kirchenbezirk nimmt man wahr z.B. durch den Pfarrplan – und da negativ:
 Der hat uns die Stelle reduziert.
 Es kam die Idee auf, dass jedes Werk einmal im Jahr einen kurzen Artikel über seine Arbeit für die Gemeindebriefe verfassen könnte, so dass in allen Gemeinden ein Stück Bezirk dadurch präsent ist.
 Der Hinweis von Herrn Schmauz auf Doppelstrukturen und als Aufgabe stärkere Vernetzung z.B. bei Arbeitsfeldern, in denen beide Kirchen arbeiten, wurde in der Gruppe weiter diskutiert.
 Und die Frage: Wer transportiert die Informationen in die Gemeinden: Diakoniebeauftragte und Beauftragte für EB müssten dann auch gefördert werden.
 Wie finden wir Zugang zu den Menschen, die eine andere, nicht so kirchliche, Sprache sprechen?
 Vernetzung ist nötig unter den Gemeinden, um von den verschiedenen Angeboten und Möglichkeiten zu wissen, und um Menschen zu gewinnen für den Glauben und für die Gemeinden.
 An Informationen fehlt es vor allem auch wegen der Pressengrenze. Die Kirchenbezirkszeitung ist wichtig und die Homepage.
 Der Kirchenbezirkstag könnte eine neue Identität stiften, auch das Konficamp. Was kann der Kirchenbezirk leisten, was einzelne Gemeinden nicht leisten können?
 Gewinnung von EA. Schwerpunkt sollte Training und Ausbildung sein.
 Vernetzung der Kirchengemeinden untereinander, auch Süßen gehört zum Kirchenbezirk, nicht nur Geislingen.
 Verknüpfung, Identifizierbarkeit der Kirche, klares kirchliches Profil, einheitliches Logo.
 Die Diakonie scheint eine eigenständige Institution zu sein, sie wird nicht mit Kirche in Verbindung gebracht. Das Erscheinungsbild der Bezirkswerke sollte für die Öffentlichkeit einheitlich sein
 Das Verständnis von Ehrenamt klären, wie können Menschen mit Begeisterung gewonnen werden?
 Kirche ist gefragt, es sind Themen da, wo die Kirche gefragt ist.
 Den Kirchenbezirk als Netzwerk verstehen, dessen Sprecher die Dekanin ist.
 Ethische Themen in der Öffentlichkeit darstellen.
 Dankbar für die Vielfalt im Kirchenbezirk, stolz drauf. Redakteur Schmauz hat ihm gefallen. Die Kernkompetenz der Kirche wurde angesprochen.
 Ökumene ist wichtig.
 Herausforderungen sind: Die Konkurrenz ist groß. Demographische Entwicklung macht Sorge. Schwindende Gemeindegliederzahlen.
 Das interessante Evangelium uninteressierten Menschen weiter geben ist eine Herausforderung.
 Verkündigung nicht nur in Kirche und Gemeindehaus, sonder vor Ort.
 Wie bringen wir das Wort Gottes unter die Leute? Von der Komm- zur Geh-Struktur.

Rückmeldung der Prälatin

Am Ende des Bezirksforums gab Prälatin Wulz eine erste Rückmeldung:

 

  • Wie kommen wir von einer Komm-Struktur zur Geh-Struktur?
  • Nicht beharren auf dem Alten, und sich nicht festschreiben lassen und selber nicht festschreiben.
  • Der Abend war bunt, munter, dynamisch und selbstkritisch.
  • Es wurde nicht alles auf Hochglanz poliert.
  • Nachdenklich, bilanzierend, hinschauend.
  • Sie wünscht sich eine fehlerfreundliche Kirche.

 

 

Bei der Bezirkssynode am 12. November wird sie umfassend über den Visitationsprozess berichten.

 

Das Bezirksbläserteam spielte beim Bezirksforum

Aus der Vollversammlung der Geislinger Kirchengemeinderäte

Regina Menzel, die Vorsitzende des Geislinger Gesamtkirchengemeinderats, eröffnete die Vollversammlung aller Kirchengemeindrätinnen und irchengemeinderäte und begrüßte Prälatin Wulz und die anwesenden Gäste.

 

Der Ablauf der Vollversammlung

19.30 Ankommen
19.30 Begrüßung Regina Menzel
  
Einführung:
Sinn der Visitation und Stellenwert der Vollversammlung verbunden mit geistl. Impuls
und Lied „Singt, singt dem Herren neue Lieder“ Dekanin Hühn


19.40  Vorstellung der eigenen Person und des Ablaufs des Abends Dorothee Schäfer
19.45 

Innenwahrnehmung 

1. Kirchenpflege: Distel
2. DSSt: Latzkow, Kothe
3. Kindergartenarbeit GesKgmde: Eberhard
4. Jugend- und Waldheimausschuß: Esche
5. Immobilienprozesse in Geislingen: Hühn

 

Je 10´ zu folgenden Fragen:
 Welche Aufgaben nehmen wir stellvertretend für die Gemeinden wahr?
 Welchen Service bieten wir den Gemeinden?
 Vor welchen Herausforderungen stehen wir zur Zeit?
 Welches Bild haben wir vom der Gesamtkirchengemeinde?
 Wie sehen wir unsere Rolle im Ganzen Dorothee Schäfer


20.35 
Außenwahrnehmung
 Sabine Wettstein die Leiterin des Bürgerschaftlichen Engagements
 Holger Scheible und Stadtrat und stellvertretender OB

 

Je 5´ zu folgenden Fragen:
 Wie nehme ich Evang. Kirche in meinen Arbeits- und Lebenszusammenhängen wahr?
 Was ist für mich und mein Arbeitsfeld ein aktuelles Anliegen im Blick auf die Weiterentwicklung kirchliche Arbeit? Dorothee Schäfer

 

20.45  Pause mit Getränken 

 

21.00 Austausch in Gruppen 

Fragen:
1. Was haben wir gehört/wahrgenommen?
2. Welche Herausforderungen sehen wir für die Gesamtkirchengemeinde in der Stadt Geislingen?

5 Gruppen, zufällig kombiniert, um die Teilgemeinden miteinander ins Gespräch zu bringen


21.30 
Zusammenfassung 
Aus jeder Gruppe 4 farbige Zettel zu den Fragen  
Gruppensprecher trägt vor

 

21.45  Erste Rückmeldung der Prälatin Wulz

21.45  Abschluss mit Hinweis auf das weitere Vorgehen Dorothee Schäfer

 

21.50 Abschluss Dank – Abendlied „Mein schönste Zier und Kleinod“ - Segen, Dekanin Hühn

 

22.00  Ende  

 

Die Moderatorin, Dorothee Schäfer (Links). Sabine Wettstein, Leiterin des Bürgerschaftlichen Engagements in Geislingen (Mitte) und Stadtrat Holger Scheible (Rechts)

Leseheft mit den Beiträgen bei der Vollversammlung am 04. Mai 2010 (6 MB):

Leseheft

 

Bericht in der Geislinger Zeitung über die Vollversammlung am 04. Mai 2010:

Bericht