Pfarrkonvent 2011: Sizilien

Pfarrerinnen und Pfarrer des Geislinger Kirchenbezirks

Vom 09. bis 15. Oktober befanden sich die Pfarrerinnen und Pfarrer des Evangelischen Kirchenbezirks Geislingen auf dem jährlichen Konvent. Ziel war Sizilien. Ein umfangreiches Programm mit vielen Kontakten war organisiert.

 

Sonntag 09. Oktober

Abfahrt Geislingen 4.30 Uhr
Abflug 07:00 Uhr
Ankunft Palermo 09:05 Uhr

 

Ca 11:00 Uhr Ankunft in La Noce

Bezug Quartier
Erste Orientierung

 

17.00 Uhr: Lutherischer Gottesdienst
In der Waldenserkirche in der Via dello Spezio

Gespräch mit Dekan i.R. Welker

anschl. gemeinsames Abendessen mit Vertretern der Lutherischen Gemeinde

 

 

Montag, 10. Oktober

Abfahrt nach Cefalù
Normannen- Dom Kreuzgang

Dom von Palermo
Grab Friederich II

 

Gespräch mit Pastore Giuseppe Ficara vonder Waldenserkirche in Palermo

 

Dienstag, 11. Oktober

Fahrt nach Agrigento
9.00 – 21.00
Besichtigung des Tals der Tempel

Fahrt nach Riesi
Besichtigung des Servizio Cristiano
Gespräch mitdem ev. Pfarrer von Riesi
Heimfahrt nach Palermo

 

Mittwoch, 12. Oktober
9.00h Besichtigung La Noce
Gespräch mit dem Direktor Past. Francesco Sciotto

 

“Pellegrino della terra” = Flüchtlingsorganisation der ev. Kirchen
Vivian Wiwolocu

und Besprechung:

Programm Pfarrkonvent 2012
Themen, die den Bezirk betreffen

Donnerstag 13. Oktober
9.00h Fahrt nach Selinunte
Besichtigung der Tempel und der Stadt
Tempel und Theater

Freitag, 14. Oktober
9.00 – 17.00
Monreale
Normannen-Dom
Kreuzgang

Normannenpalast: Kapelle

S. Giovanni degli Eremiti

 

Puppentheater

Samstag, 15. Oktober
9.00 – 13.00 Palermo
S. Giovanni dei Lebrosi
s. Cataldo, Märkte

Koffer packen

 

Rückflug 21.15 Uhr

Flug über die Alpen mit herrlichem Blick auf die schon "angeschneiten" Berge

Palermo

Palermo ist die Hauptstadt der Autonomen Region Sizilien und der Provinz Palermo. Sie liegt an einer Bucht an der Nordküste Siziliens. Im 8. Jahrhundert v. Chr. gegründet, erlebte die Stadt vor allem unter der Vorherrschaft der Araber sowie der Normannen und der Staufer eine Blütezeit.
 
Heute ist Palermo mit 655.875 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2010) Italiens fünftgrößte Stadt und das politische sowie kulturelle Zentrum Siziliens.

 

Während des Zweiten Weltkriegs wurde Palermo schwer beschädigt. Viele Bewohner der Altstadt zogen um in neugebaute Siedlungen am Stadtrand und die Wiederaufbauarbeiten gingen nur sehr schleppend voran. Palermo erlebte einen starken Zustrom von Menschen aus dem ländlichen Sizilien, so dass die Einwohnerzahl schnell sehr stark anstieg. Um Palermo herum wurden massenweise billig gebaute Sozialsiedlungen errichtet, während die Restaurierung des alten Zentrums vernachlässigt wurde und es zunehmend verfiel.

 

Zudem war Palermo von Kriegsende bis Ende des 20. Jahrhunderts fest in der Hand der Mafia. Es war Zentrum zweier großer Mafiakriege und zählte zu den gewalttätigsten Städten Europas - 1981 bis 1983 ereignete sich in Palermo durchschnittlich alle drei Tage ein Mafiamord. In den 1980er Jahren kämpften vor allem die Staatsanwälte Giovanni Falcone und Paolo Borsellino dagegen an. 1992 wurden beide in der Nähe Palermos von der Mafia umgebracht.

 

Erst unter dem „Antimafia“-Bürgermeister Leoluca Orlando (Amtszeit 1985-2000) blühte das öffentliche, wirtschaftliche und kulturelle Leben der Stadt wieder auf. Unterstützt von anderen Politikern, von Künstlern und von der Bevölkerung setzte er den Kampf gegen die Mafia fort. Die Kriminalität sank und heute liegt Palermo in der Verbrechensstatistik nicht mehr unter den 15 ersten Städten Italiens.

Erster Eindruck von Palermo

Sizilianisches Flair mit großer Historie

Regen, Sonne, frischer Wind, Wärme - es braucht flexible Kleidung

Die Waldenserkirche in Palermo. Hier finden auch die Gottesdienste der Lutherischen Gemeinde statt.

Dekanin Hühn und Dekan i.R. Welker

Dekanin Gerlinde Hühn wird von Dekan i.R. Georg Welker begrüßt. Er betreut als Ruhestandspfarrer die evangelisch-lutherische Gemeinde deutscher Sprache. Regelmäßig finden in der Waldenserkirche Gottesdienste der Lutherischen Gemeinde statt. Die Geislinger Pfarrerinnen und Pfarrer feierten um 17.00 Uhr den Abendmahlsgottesdienst  mit. Die Lieder wurden in deutscher und italienischer Sprache gesungen. Die meisten der Gemeindeglieder sind gebürtig aus Deutschland und in aller Regel aus familiären Gründen nach Palermo gekommen.

 

Die Waldenserkirche in Palermo

Im Anschluss an den Gottesdienst begegneten sich die Pfarrerinnen und Pfarrer und Gemeindeglieder der Lutherischen Gemeinde bei einem gemeinsamen Essen

Dom in Palermo

Die Kathedrale Maria Santissima Assunta (heiligste in den Himmel aufgenommene Maria) in Palermo ist die Kathedrale des Erzbistums Palermo der Römisch-Katholischen Kirche in der Kirchenregion Sizilien. Sie liegt in der Nähe des Normannenpalasts. Der jetzige Bau wurde 1184/1185 im normannisch-arabischen Stil errichtet und erfuhr im Lauf der Jahrhunderte mehrere Umbauten. Aufgrund ihrer ersten Bauperiode wird sie auch als Normannendom bezeichnet. Für Deutschland ist die Kathedrale von besonderer Bedeutung, da sich dort die Gräber der Stauferkaiser Heinrich VI., Friedrich II. und Königin Konstanze von Sizilien befinden.

Im Kern ist der Dom eine normannische Wehrkirche in Form eines Kubusbaus mit einem Mittelschiff, einem Querschiff und zwei niedrigeren Seitenschiffen. Da die Bauweise mit zwei seitlichen Türmen am Westwerk den Königsdomen vorbehalten war, ließ Bischof Walter einen großen Turm vor der Westfassade errichten, der nur über Spitzbogenarkaden mit dem Hauptbau in Verbindung steht. An den vier Ecken der Kirche stehen kleinere Ecktürme.

An den drei Apsiden ist deutlich der arabische Einfluss zu erkennen. Sich überkreuzende Blendarkaden mit Steinintarsien sind ähnlich ausgebildet wie an der etwa gleichzeitig gebauten Kathedrale von Monreale, wirken jedoch strenger im Stil.

 

Prägend für den äußeren Eindruck ist die große Kuppel Ferdinando Fugas. Auch die kleineren Kuppeln über den Seitenschiffen verfremden den normannisch-arabischen Gesamteindruck.

Eine Seite aus dem Koran an der Eingangssäule des Doms

Grab Friedrich II.

Grab Friedrich II. im Dom von Palermo

In der vorderen Reihe stehen zwei Porphyrsarkophage unter von sechs Porphyrsäulen getragenen Baldachinen, links der Sarkophag von Friedrich II. († 1250), rechts der seines Vaters Heinrich VI. († 1197). Diese beiden Sarkophage hatte Roger II. im Querschiff der Kathedrale von Cefalù aufstellen lassen, sie waren ursprünglich für ihn und seine Nachfolger bestimmt. Nachdem aber Roger II. in Palermo und seine beiden Nachfolger Wilhelm I. und Wilhelm II. in der Kathedrale von Monreale beigesetzt worden waren, hatte Friedrich II. die Sarkophage 1215 für sich und seinen Vater nach Palermo geholt.
 
Der Sarkophag Friedrichs II. ist besonders kunstvoll ausgeführt. Er wird von Doppellöwen getragen, die ein bevorzugtes Motiv Rogers II. waren und u.a. auch in den Mosaiken des Saals Rogers im Normannenpalast und auf dem Krönungsmantel dargestellt sind. In diesem Sarkophag wurden neben Friedrichs II. auch die Könige Friedrich III. († 1338) und Peter II. († 1342) beigesetzt.
 
In der zweiten Reihe stehen zwei weitere Porphyrsarkophage unter von sechs mit Mosaiken verzierten Säulen getragenen Baldachinen, links der von Roger II. († 1154), rechts der seiner Tochter Konstanze von Sizilien († 1198), der Frau Heinrichs VI. und Mutter Friedrichs II.
 
In einem römischen Sarkophag aus dem 3. oder 4. Jahrhundert an der rechten Wand liegen die Gebeine von Konstanze von Aragon († 1222), der Ehefrau Friedrichs II.

Der Bildungsreferent des Kirchenbezirks, Günther Alius, hielt abens einen Vortrag über Friedrich II.

Was auffällt: Eintritt für die Grabbesichtigung und Energiesparlampen an den Leuchtern

Waldenser-Gemeinde in Palermo

Pfarrer Guiseppe Ficara mit Dekanin Gerlinde Hühn

Guiseppe Ficara und seine Frau, Anna-Maria, trafen sich zu einem Gespräch mit den Geislinger Pfarrerinnen und Pfarrern.

 

Seit 2001 ist Guiseppe Ficara Pfarrer der Waldenser-Gemeinde in Palermo.

 

151 Mitglieder hatte die Gemeinde vor 10 Jahren, aktuell sind es 230. Momentan lassen sich 12 Personen von ihm unterrichten und für den Eintritt in die Gemeinde vorbereiten. Die neuen Mitglieder kommen zu 2/3 aus der katholischen Kirche. Sie seien Flüchtende vor dem Papst. Ein Drittel sei Evangelisch und käme aus den Pfingstgemeinden in Palermo, die ca. 10.000 Mitglieder haben. Da er selbst aus einer Pfingstgemeinde stammt, hat er eine große missionarische Kompetenz in dieser Richtung.
Der Schwerpunk seiner seelsorgerlichen Arbeit beschreibt Guiseppe Ficara darin, den Menschen zu zeigen, dass Gott nicht straft.

Aus Ghana sind zwischen 40 und 50 Personen in die Gemeinde integriert worden. Der Pfarrer macht deutlich, dass es sich hier nicht um Anpassung gehandelt hat - dies wäre als Assimilation empfunden worden, sondern um Integration. Für die bestehende Gemeinde war dies nicht leicht. So haben die Gottesdienste nun afrikanische Elemente mit Trommeln und Tanz.

In Palermo, so der Pfarrer, zahlten alle Geschäftsleute Schutzgeld an die Mafia. Die Haltung der Waldensergemeinde sei hier eindeutig: Ein Volk, das Schutzgeld an die Mafia zahle, sei ein Volk ohne Würde. Die Waldenser unterstützen Geschäfte, die kein Schutzgeld zahlen.

 

 

Pellegrino de la terra

 

Ein weiterer Schwerpunkt seiner Arbeit ist die Hilfe für afrikanische Frauen, die mit falschen Versprechungen nach Italien gelockt werden und dann zur Prostitution gezwungen werden. Die Organisation "Pellegrino della terra" - die Pilger der Erde, sind hier segensreich aktiv.
Vivian Wiwolocu berichtet in einem weiteren Gespräch, dass diese Arbeit 1996 begann. Afrikanische Emigrantenfrauen hätten bei Gebetstreffen immer wieder um Schutz gebetet. In Afrika wurde ihnen der goldene Traum von Europa versprochen. Daraufhin unterzeichneten sie einen Kontrakt. Es wurde ihnen deutlich gemacht, dass bei Vertragsbruch der böse Geist sie oder ihre Familie töten werde. Um die Kosten von 60.000 bis 80.000 € für die Einschleusung zahlen zu können, sind die Frauen zur Prostitution gezwungen.

Die "Pellegrino de la terra" geben den Frauen geistliche Hilfe und unterstützt auch bei den Kontakten zur Polizei oder staatlichen Stellen. Es werde auch geholfen, Berufe zu erlernen und Arbeitsstellen zu finden.
Bisher konnten 50 Frauen herausgeholt werden. Pellegrino della terra arbeitet mit anderen Hilfsorganisationen zusammen, u. a. dem Roten Kreuz.

 

Die Kultureinrichtung der Waldenserkirche in Palermo greift gesellschaftliche Themen auf. Es geht u. a. um Bioethik, Politik, Homosexualität, Zustand der Gesellschaft.

 

 

Katholische Kirche

 

Ficara erlebt, dass die katholischen Priester kein Interesse an der Ökumene haben. In Italien Protestant zu sein sei nicht einfach. Viele Leute hielten die Protestantische Kirche für eine Sekte.

Von der deutschen katholischen Kirche unterscheide sich die italienische sehr. In Italien denke die katholische Kirche für die Menschen. Die Politiker würden für die katholische Kirche sorgen, dafür sorgten die Bischöfe für Wählerstimmen.
In Deutschland hätte die katholische Kirche etwa die Patientenverfügung mit beschlossen, in Italien sei sie strikt dagegen.

Die Waldenserkirche in Italien sei dem Staat, der Mafia und der katholischen Kirche ausgesetzt.
 

Waldenserkirche in Italien

 

Insgesamt hat die Waldenserkirche in Italien ca. 20.000 eingeschriebene Mitglieder, soviel wie eine katholische Gemeinde in Palermo allein.

In Italien hat die Waldenserkirche 95 Pfarrerinnen und Pfarrer und 12  Diakone.

 

Einmal im Monat treffen sich die 42 Waldenserpfarrer in Sizilien zu einem kollegialen Austausch. 

 

Dekanin Gerlinde Hühn, Pfarrer Guiseppe Ficara und seine Frau, Anna-Maria

Intensive Gespräche im Pfarrkonvent

Besuch im Servizio Cristiano in Riesi

Riesi

Am 1. November 1961 gründete Tullio Vinay diese Begegnungsstätte. Wie im 1. Korinther-Brief erklärt soll die Liebe Gottes gelebt werden mit diesem  "Ort der Versöhnung".

In Riesi selbst gab es bereits eine Waldenserkirche. Tullio Vinay wurde als Pfarrer dorthin entsandt. 1961 hatte Riesi noch 16.000 Einwohner.  Aber bereits 1961 waren die Zustände schlecht. Die Schule war baufällig und in der Stadt lebten die ausgenutzten Bergarbeiter der Schwefelminen.

Die Waldensergemeinde bewirkte viel im Bildungsbereich und im Gesundheitswesen. Es wurde ein Kindergarten, eine Grundschule und eine Ausbildungsstätte für Mechanik gebaut, es entstand eine Kinderambulanz und ein Gesprächszentrum mit Familienberatungsstelle.

 

Die medizinische Betreuung ist privat, aber viele Patienten können nur eine Teil der Kosten bezahlen.

 

Im Kindergarten sind 60 Kinder aufgenommen.

Hauptsächlich Kinder der mittleren und unteren Schicht besuchen die Schule.

Insgesamt gehen 160 Kinder in diese Schule, betreut von 5 Lehrerinnen. Die Kinder erhalten 1 warme Mahlzeit - für sie oft die einzige - am Tag.

 

An der Schule werden alle Kinder gleich behandelt. Es wird kein Kind ausgegrenzt, alle erhalten das gleiche Essen. An der Schule gibt es keinen Religionsunterricht.

 

Zudem wird auf einem 10 ha großen Gelände biologische Landwirtschaft betrieben und als größter Produktionszweig Olivenöl hergestellt. Eine Winzer-Genossenschaft hat 1500 Mitglieder.

 

Die internationalen Treffen im Begegnungszentrum sind immer ökumenisch. Für Jugendliche besteht die Möglichkeit, in Riesi ein freiwilliges soziales Jahr zu absolvieren. Einsatzgebiet ist im Kindergarten und in der Landwirtschaft.

 

Das Zentrum "Servizio Cristiano" steht für Bildung, Kultur, freies Denken, Diakonie und Begegnungen.

 

Die Kosten der Einrichtung betragen im Jahr 700.000 €.

28 % werden durch Spenden aus der ganzen Welt gedeckt, 22 % sind Zuschüsse des italinischen Staates für die Schule, 20 % wird aus der "Otto Permille"-Steuer, die die Waldenserkirche erhält, beglichen. Der Rest wird durch Schulgeld und Spenden von Gästen bezahlt.

 

2011 hat Riesi noch ca. 8000 Einwohnerinnen und Einwohner. Viele ziehen weg um Arbeit zu suchen. Die katholische Kirche behandelt jetzt die Waldensergemeinde wie eine Kirche.

Führung durch das Servizio Cristiano in Riesi

Gespräch mit Raphael Dreyer, evangelischer Pfarrer in Riesi

Pfarrer Raphael Dreyer, Riesi

Die Offenheit der Waldenser gegenüber Immigranten war für den deutschen Pfarrer Raphael Dreyer Motivation, in die Gemeinde der Waldenser in Riesi zu kommen. Der evangelische Gemeindepfarrer war über Aktion Sühnezeichen in der Friedensarbeit in England tätig und machte bei Pfarrer Ficara in Palermo ein achtwöchiges Praktikum.

 

Die Waldenser, so Pfarrer Dreyer, hätten einen streng laizistischen Standpunkt. So wird an Waldenser-Schulen keine Religion unterrichtet.

Pfarrer Dreyer spricht von einer "Spiritualität des guten Gewissens".

 

In Riesi selbst gibt es drei Pfingstkirchen und die mächtige katholische Kirche. Die Pfingstkirchen suchen kein ökumenisches Gespräch. Auch haben sie keinen sozialen und politischen Anspruch. Sie sind sich selbst genug.

 

Mit den katholischen Priestern arbeitet Pfarrer Dreyer gut zusammen.

 

Abendessen in Riesi

Besuch bei drei bedeutenden Tempelstätten

Blick auf Agricento

Ein kultureller Höhepunkt der Reise war die Besichtigung der bedeutenden Tempelanlagen in Agrigento, Selinunte und Segesta.

 

In Agrigento liegen die Tempel auf einem Kalktuff-Rücken, der zu Meer hin abfällt, auf der anderen Seite steigt das Gelände an bis zum Athena-Felsen, wo die Stadt aufragt.

 

Der Juno-Tempel, der besonders gut erhaltene Concordia-Tempel, der Herkules-Tempel und die riesige Ruine des Jupiter-Tempels wurden besichtigt.
Der Concordia-Tempel ist deshalb so gut erhalten, weil er von den frühen Christen in eine Kirche umgebaut worden ist.

Links: Juno-Tempel

Rechts: Concordia-Tempel

Links: Das Tal der Tempel in Agricento

Rechts: Telamon - gigantische Gebälkstütze des größten antiken Tempels, der je geplant wurde

Selinunte

Selinunte Akropolis

In Selinunte stehen die schönsten und größten Tempel Siziliens. Alle wurden durch Erdbeben zerstört, einer wurde wieder aufgerichtet. Seine Metopen (Reliefs zwischen den Gebälkenden) befinden sich im archäologischen Museum in Palermo, das leider wegen Restaurierungsarbeiten nicht besichtigt werden konnte.

Gegenüber dem Tempelplateau erhebt sich die Akropolis mit weiteren Tempeln und einer nur zum geringsten Teil ausgegrabenen Stadtanlage mit einer bemerkenswerten Stadtbefestigung.

Vor dort hat man einen wunderbaren Blick auf das Meer. Einige tapfere Kollegen nutzten die Zeit zum Baden.

links: Akropolis-Tempel in Selinunte

rechts: Detail-Ansicht des Akropolis- Tempels

Segesta

In Segesta, im Landesinneren auf dem Weg nach Palermo gelegen, kann man einen seltsamen Tempel bewundern, der wie nicht fertig gebaut erscheint. Manche vermuten, dass es sich um eine Art „Potemkinsches Dorf“ handelte, mit dem die Einwohner Eindruck bei den verbündeten Griechen schinden wollten, weil sie sie für ein Militärbündnis brauchten.


Auf einer Bergkuppe befindet sich ein kleines griechisches Theater mit einem weiten Blick ins Land bis an die Nordküste Siziliens und ans Meer.

Die bedeutendsten Tempel Griechenlands stehen in Sizilien, das zu Großgriechenland gehörte.

 

Bei der Besichtigung solcher Tempelanlagen ist der Besucher immer wieder erstaunt, wie sich die Maßstäbe der antiken Bauästhetik bis heute erhalten haben.

 

Tempel in Segesta

Griechisches Theater in Segesta

Fazit

Insgesamt war der Pfarrkonvent in Sizilien sowohl für die kulturelle Bildung wie auch für die Kontakte zu evangelischen Gemeinden im katholischen Süden Europas wichtig.

 

Die von allen hervorgehobenen gute Kommunikation untereinander hat den Zusammenhalt der Pfarrerschaft gefördert und lässt uns als Dienstgemeinschaft die vielen Umstrukturierungsprozesse, die ins Haus stehen, gemeinsam tragen.

Dekanin Gerlinde Hühn referiert über griechische Tempel

links: Aussicht bei Cefalú, rechts: Pfarrerinnen und Pfarrer des Alb-Distriktes

Bei den Tempeln:

links: Pfarrer Jörg Schaber, Wiesensteig, rechts: Pfarrerin Martina Rupp und Pfarrerin Birgit Enders, Christusgemeinde i. Täle

links: Taxi zu den Tempeln

rechts: Besichtigung von Tempeln und was davon übrig ist

links: Maren pahl, Günther Alius und Ingeborg Brüning vor dem Quartier La Noce in Palermo

Rechts: Besuch in Riesi