Pfarrkonvent zu "Gottesdienst"

Die Pfarrerinnen und Pfarrer im Kirchenbezirk Geislingen befassten sich in ihrem Konvent 2012 mit dem "Gottesdienst". An vier Tagen, vom 24. bis 27. September 2012, trafen sich die Teilnehmenden in Bad Überkingen.

 

P r o g r a m m

 

Montag 24. September 2012
12.00 Beginn mit dem Mittagessen im Stern, Bad Überkingen

 

14.00 Lucie Panzer
Den Glauben ins Gespräch bringen
Verkündigung im Rundfunk als Mitteilung von Erfahrungen
Lucie Panzer:
Anleitung zu einer alltagsorientierten und lebensdienlichen Verkündigung

 

18.00 im Haus
Gemeinsamer Abend
Mit Bildern von Sizilien (Wanzeck)
italienischem Wein und Gesprächen

 

Dienstag 25. September 2012
8.30 Andacht im Gemeindehaus
Pfarrerin Martina Rupp

 

9.00 Elemente des Bibliodrama im Gottesdienst
Martina Rupp

Fortsetzung: Elemente des Bibliodramas

Mittagessen im Stern, Bad Überkingen

 

14.00 Christoph Schweikle
Erste Erfahrungen im Jahr des Gottesdienstes
Kaffee + Tee
Dekanatamtliche DB

 

19.30 Stadtkirche Geislingen
Spiritueller Abend mit Fulbert Steffensky, Philipp Langshaw,
Thomas Rapp

 

Mittwoch 26. September
8.30 Andacht Pfr. Dr. K.-H. Drescher-Pfeiffer

 

Liturgische Präsenz
mit Professor Bernhard Leube

Praktische Übungen zu ausgewählten Stationen des Sonntags-Gottesdienstes

 

12.45 Mittagessen in der Ratsstube in Weilheim

Exkursion nach Weilheim  „Kirchenraumpädagogik erlebt“ mit
Wilhelm Braun, Weilheim
Kaffee + Tee
Spaziergang auf den Boßler

 

18.00 Gemeinsames Essen im Landgasthof Deutschen Haus
Tagesausklang dort

 

Donnerstag 27. September
8.30 Dr. Schäberle-Königs führt etwas als Andacht vor
Neue Trends in der Homiletik Dr. Schäberle-Königs


Ende mit gemeinsamem Mittagessen im Stern.

Den Glauben ins Gespräch bringen

Rundfunkpfarrerin Luzie Panzer

Anleitung zu einer alltagsorientierten und lebensdienlichen Verkündigung

 

Luzie Panzer, Rundfunkpfarrerin der Württembergischen Evangelischen Landeskirche informierte und diskutierte über "Den Glauben ins Gespräch bringen".

 

Eine eigene Erfahrung mit dem Glauben ist mehr als ein Erlebnis. Es steckt eine Deutung darin, deshalb ist es kommunizierbar, und damit kommt ein Gespräch in Gang.

 

Professor Dr. Jüngel: "Glauben heißt, eine Erfahrung mit der Erfahrung machen".

Die Bibel ist voll mit Erfahrungen, die Menschen machen. Die Bibel erzählt von diesen Erlebnissen, die sehr spezielle persönliche Erfahrungen sind. Zuhörende finden sich in diesen Erfahrungen selber wieder.

Der biblische Erfahrungsbereich ist eine Erfahrungsquelle, die von Erfahrungen von Menschen mit Gott berichten.

 

Zur Ansprache

 

Ein Beitrag über diese Erfahrung ist sektoral: In einer Ansprache können und sollen nicht alle Eventualitäten abgedeckt werden. Es gilt, einen bestimmten Bereich heraus zu nehmen und konkret zu werden.

 

Funktionales Erzählen einer Geschichte

Es wird eine bestimmte Botschaft erzählt. Was relevant ist, wird erzählt. Details ohne Funktion werden weggelassen.

Dies steht im Gegensatz zum literarischen Erzählen mit vielen Einzelheiten.

 

 

Aufgabe der Kirche ist es, Hoffnung zu geben, deshalb muss über traurige Erfahrungen nicht traurig geredet werden.

 

links: Pfarrerin Pahl und Pfarrer Platz

rechts: Dekanin Gerlinde Hühn und Luzie Panzer

Links: Pfarrer Wanzeck im Gespräch mit Luzie Panzer

Rechts: Pausengespräch

Abend mit Erinnerungen an letztjährigen Pfarrkonvent

Pfarrer Wanzeck zeigte Bilder vom Pfarrkonvent 2011 in Sizilien.

Links: Sizilianischer Abend mit italienischem Buffet

Rechts: Pfarrerin Striebel und Pfarrer Schaber

Bibliodrama



Nach der Andacht führte Pfarrerin Martina Rupp in die Elemente des Bibliodrama im Gottesdienst ein.

Erste Erfahrungen im "Jahr des Gottesdienstes"

Pfarrer Christoph Schweikle

Pfarrer Christoph Schweikle, zuständig für das  "Jahr des Gottesdienstes" der Württembergischen Evangelischen Landeskirche, sprach über die ersten Erfahrungen.

 

Gottesdienst ist älter als die Bibel - die Bibel besteht auch aus gottesdienstlichen Spuren

 

Eine Reihe von "Leuchtfeuer-Gottesdiensten" werden exemplarisch gefeiert. Diese haben spezifische Gottesdienstformate:

- Frauengottesdienst

- Demenzgottesdienst

- Jugendgottesdienst

 

Erprobungen finden statt unter der Fragestellung: "Was sind unsere Möglichkeiten vor Ort?" Das "normale" Gottesdienstformat ist dabei die Grundlage.

 

Eine Vernetzung von Gottesdiensten mit Einrichtungen und Werken geschieht:

- Fakultät Tübingen

- Kirchenmusik

- a+b: best of Predigtmeditationen

- Prädikanten-Predigtreihen

- "Männerpalaver"

- Erwachsenenbildungs-Jahresprogramm

 

Ein kollegialer Austausch findet statt:

- Auf Internetseite Jahr des Gottesdienstes wird Material eingestellt

- Fragen werden diskutiert

- Forum zum Gottesdienst

- Facebook-Gruppe: Gottesdienst

- Sammlung Gottesdienste außerhalb von Kirchengebäuden (Festzelt, im Grünen ...)

 

- Fortbildung: Ringvorlesung Tübingen

- Gottesdienstvorbereitung für kollegiale Hospitation

- Kirchengemeinderats-Wochenende mit Thema Gottesdienst

- Fortbildung für Gottesdienst-Teams

 

Kommunikative Spiritualität:

- Gemeinsames Singen

- Gemeinde-"Hymnen" zu bestimmten Anlässen: Taufe, Konfirmation, Danklied nach Abendmahl

 

Praktische Spiritualität:

Lebensthemen: diakonisch, existenziell, ökumenisch

Liedstrophen werden "mitgenommen"

 

 

Diskussion:

 

Ist es sinnvoll, innerhalb von 2 Stunden am Sonntagmorgen das gleiche Format des Gottesdienstes in einem überschaubaren Radius zu feiern?

 

 

Ziel des Jahres des Gottesdienstes ist:

- sich durch die Kraft der Liturgie neu anstecken lassen

- zentrale Bedeutung des Gottesdienstes im Leben einer Kirchengemeinde neu zu entdecken

 

links: Pfarrer Schweikle und Pfarrerin Rupp

rechts: Pfarrerinnen Viola Schenk, Edeltraud Meyer und Friederike Maier

Fulbert Steffensky sprach über "Hiob" im spirituellen Abend in der Geislinger Stadtkirche. Weitere Referenten: Der Bassist Philipp Langshaw und Bezirkskantor Thomas Rapp

Links: Pfarrerin Ulrike Ebisch im Gespräch mit Dekanin Gerlinde Hühn

rechts: Abendessen

Exkursion nach Weilheim

Über neue Trends in der Homiletik sprach Pfarrer Dr. Schäberle-Königs