Jugendreferentinnen informieren Ruhestandspfarrer

Ruhestandspfarrer im Kirchenbezirk Geislingen, v.l.n.r.: Karl Scheufele, Hans-Ulrich Rooschüz, Elisabeth Scheufele, Dekanin Hühn, Dieter Wiedmaier, Frau Wiedmaier, Ursula Götz, Inge Jückstock, Siegfried Götz, Elisabeth Stahl, Hermann Stahl, Günther Herzog

Im Paulusgemeindezentrum in Geislingen traf sich im Mai 2011 Dekanin Gerlinde Hühn mit den Ruhestandspfarrern und Ehefrauen des Geislinger Kirchenbezirks. Dieses regelmäßig stattfindende Treffen dient der gegenseitigen Information.

 

Dekanin Hühn informierte über den Kirchenbezirk:

 

Im Jahr 2011 lädt der Kirchenbezirk zu der Veranstaltungsreihe "Psalmen" ein. Dabei werdenGottesdienste, Vorträge, Informationsveranstaltungen, Bibliolog, Konzerte zu den Psalmen u. a. angeboten. Höhepunkt ist die Ausstellung mit über 60 Psalmenbannern, die von regionalen Künstlerinnen und Künstler geschaffen wurden. Das Psalmen-Projekt wird auch vom Innovationsfonds der Landeskirche finanziell gefördert.

 

Das im Kirchenbezirk durchgeführte Projekt zur Ehrenamtsförderung entstand aus der Visitation des Kirchenbezirks durch Prälatin Gabriele Wulz im Jahr 2010.

Der Kirchenbezirks-Ausschuss nahm die Bitte der Kirchengemeinden auf, die Arbeit der Ehrenamtlichen zu fördern und engagierte Menschen zur Mitarbeit zu ermutigen. Die Gemeindeberatung der Landeskirche begleitet dieses Projekt "Ehrenamt fördern mit System" und berät die Distrikte und Kirchengemeinden. Finanziert wird dieses Projekt aus dem Innovationsfonds des Kirchenbezirks.

 

Zur Personalsituation im Kirchenbezirk infomierte Dekanin Hühn:

Die Pfarrstelle Wiesensteig konnte mit Pfarrer Jörg Schaber besetzt werden, der die Ausbildung über den Pfarramtlichen Hilfsdienst macht.

In Gruibingen wird am 01. September 2011 Pfarrerin Magdalena Smetana ihren Dienst antreten.

In Auendorf ist seit 01. März Pfarrerin Birgit Enders mit 50 % tätig. Sie hat ergänzend einen 50-%-Dienstauftrag in den Heimen des Samariterstiftes in Geislingen.

Die Pfarrstelle Eybach-Stötten ist vakant und wird auf 15. Mai ausgeschrieben.

Die 50 %ige Krankenhauspfarrstelle in Geislingen wird Ende 2011 vakant. Der derzeitige Stelleninhaber, Klaus Hoof, geht in den Ruhestand.

Die PDA-Stelle bei der Dekanin ist zur Zeit mit Pfarrerin Maren Pahl besetzt.

Auf der Stelle Donzdorf II ist Pfarrerin z. A. Viola Schenk.

Eine Diskussion entwickelt sich noch zur Vorruhestandsregelung für Pfarrerinnen und Pfarrer, die die Landessynode beschlossen hat.

 

Landessynodale Anita Gröh berichtet aus der Landessynode:

 

Bei der letzten Tagung im März 2011 standen die Katastrophe in Japan und die Debatte um Homosexualität zwar nicht auf der Tagesordnung, prägten aber die Sitzung. Die Landessynode beschloss, der evangelischen Kirche in Japan 1 Millon Euro zu spenden. Zur Diskussion um Homosexualität wird die Landessynode im Oktober einen Klausurtag haben.

Der Antrag der Offenen Kirche zur Besetzung von Oberkirchenrats- und Prälatenstellen wurde mehrheitlich abgelehnt. Es wird als weiterhin keine Wahl durch die Landessynode geben, sondern der Landeskirchenausschuss bleibt zuständig. Auch wurde der Antrag auf Prüfung von Strukturveränderungen bei Verwaltungsstellen und Kirchenbezirken mehrheitlich abgelehnt.

Die Landessynode hat mehrheitlich beschlossen, Jugenddelegierte im Alter zwischen 18 und 23 Jahren beratend zuzuwählen.

 

 

Die Jugendreferentinnen Sabine Angnes und Romy Zerrenner berichten über die Situation der Jugendarbeit im Kirchenbezirk.

 

Jugendreferentin Sabine Angnes  spricht von einer veränderten Welt der Jugendlichen. Der Tages- und Schulrhythmus hat sich geändert, Kinder und Jugendliche sind wesentlich mehr beansprucht als früher. Ihre Lebenswelt ist differenzierter und schnelllebiger. Jugendliche beschäftigt Schule und Armut.

 

Jugendliche für eine kontinuierliche Mitarbeit zu gewinnen ist aufgrund deren zeitlicher Eingebundenheit beinahe unmöglich. Die Kommunikation wird weithin über moderne Wege geführt: Homepage, Twitter, Facebook.

 

Jugendliche, so Sabine Angnes, wollen keine Bespaßung sondern Beteiligung. Sie wollen mitgestalten, in welcher Form auch immer. Die traditionelle Gottesdienstform ist für Jugendliche ein Hindernis. So hat das Jugendwerk im Distrikt Untere Fils das Projekt "Jugendkirche" begonnen. Vierzehntägig am Sonntagabend um 18.00 Uhr wird in der Johanneskirche in Gingen der Jugendgottesdienst  Celepraytion angeboten, mit Musik, Sprache, Predigt für Jugendliche. Licht spielt dabei eine besondere Rolle.  

 

Sabine Angnes spricht die Rolle des Freundeskreises an, der eine Jugendreferentenstelle mit finanziert. Das Anstellungsverhältnis von JugendreferentInnen in der Landeskirche hat sich vielfach verändert. Es gibt häufig reduzierte Dienstaufträge dazu hin zeitlich begrenzt.

 

Romy Zerrenner ist als Jugendreferentin in Geislingen tätig. Ihr Dienstauftrag umfasst 6 Stunden Religionsunterricht sowie 6 Stunden an der Lindenschule mit Jungschar und Teen-Kreis sowie Mitarbeit in der Konfirmandenarbeit in Geislingen. Sie spricht von einem wertvollen Erstkontakt, den ihr die Arbeit an der Schule ermöglicht. Es werde viel über den persönlichen Kontakt erreicht. Kinder und Jugendiche müssten so angenommen werden, wie sie wären. Eltern hätten den hohen Anspruch, dass ihre Kinder möglichst viel lernen würden, damit sie im Arbeitsleben möglichst viel "wert" wären.