Ruheständler treffen sich mit Dekan Martin Elsässer

Dekan Martin Elsässer

Dienstag, 14. April 2015, 16.00 bis 18.00 Uhr
im Haus der Begegnung in Geislingen, Bahnhofstraße 75


Anwesend:
Dekan Elsässer, Landessynodale Gröh
Dekanin i.R. Hühn, Dekan i.R. Stahl, Pfarrer i.R. Rothermundt, Frau Kienle, Frau Jückstock, Pfr.i.R. Götz, Frau Götz, Frau Trostel, Pfr. i.R. Hoof


Andacht: Dekan Martin Elsässer über den 116. Psalm

1.    Persönliche Runde

2.    Gespräch mit Dekan Elsässer über seine ersten Erfahrungen als Dekan

Im Januar 2015 ist Familie Elsässer ins Dekanatamt eingezogen und wurden freundlich begrüßt. Frau Steible-Elsässer hat bis August einen 50-%-igen Vertretungsauftrag in Nellingen, Dekanat Blaubeuren. Dekan Elsässer ist seit 01. April 1985 im Kirchendienst. Er merkt an, dass das Dekanatamt einen anderen Rhythmus hat als das Gemeindepfarramt. Der Kirchenbezirk ist ein weites Feld mit unterschiedlichen Ebenen. Er möchte durch offene und klare Verständigung ein gutes Arbeitsverhältnis schaffen. Er ist beeindruckt, wie Mitarbeitende sich mit Themen identifizieren und einbringen. Dekan Elsässer stellt klar, dass die Kirche kleiner wird. Wenn Entscheidungen dazu getroffen wurden, dann sind sie getroffen. Die Bedingungen dürften in den nächsten Jahren nicht in Schieflage kommen. Wichtig sei die Achtsamkeit für die Menschen. Die Werke und Dienste im Kirchenbezirk sind seiner Beobachtung nach professionell schlank aufgestellt, aber ehrenamtlich breit.
Dekan Elsässer besucht z.Z. KollegInnen und Einrichtungen und verschafft sich ein Bild.

3.    Aktuelles und Neues aus dem Kirchenbezirk
Dekan Martin Elsässer berichtet:

  • Stubersheim/Hofstett-Emerbuch ist ausgeschrieben mit 50 %. Pfarrerin Edeltraud Meyer bekommt vom OKR einen Dienstauftrag im Kirchenbezirk Ulm.
  • Schalkstetten ist vakant. Die 100 %-Stelle ist ausgeschrieben. Dekan a.D. macht dort augenblicklich Vertretung.
  • In der Christusgemeinde i.T. im Oberen Fils-Distrikt ist Pfarrer Wolfgang Krimmer.
  • In Geislingen steht auf 1. Advent 2015 die Fusion von Stadtkirche und Pauluskirche zur gemeinsamen Kirchengemeinde Geislingen an. Die Pfarrstelle der Pauluskirche wird auf 50 % reduziert. Die Seelsorgebereiche werden neuen eingeteilt.
  • Pfarrer Martin Breitling wechselt auf 1. September 2015 von Altenstadt nach Kohlstetten, Dekanat Bad Urach-Münsingen. Seine bisherige 50 %-Stelle fällt aufgrund des Pfarrplanes weg.
  • Die Kirchengemeinde Gingen hat den Prozess über die Kirchturmbeteiligung der Kommune verloren. Die Übernahme der Prozesskosten ist noch offen.
  • Bei der Bezirkssynode am 27. März 2015 wurden die Prädikantinnen und Prädikanten neu verpflichtet. Prädikantin Bücheler aus Oberböhringen wurde verabschiedet.
  • In der Flüchtlingsarbeit ist der Kirchenbezirk aktiv und nimmt am Programm der Landeskirche mit zusätzlichen Stellenanteilen teil.


4.    Aktuelles und Neues aus der Landessynode
Landessynodale Anita Gröh berichtet:
Die Landessynode beschäftigt sich momentan sehr mit Umfragen und Statistiken.
•    So wurde die Sinus-Milieu-Studie von den Landeskirchen in Württemberg und Baden beauftragt. Prof. Hempelmann ist dafür zuständig.
•    Es gibt die „Jugend Zählt“ Studie von ejw und Landeskirche
•    Es ist die Kirchenmitgliedschaftsstudie der EKD herausgekommen
•    Natürlich gibt es die Jahresstatistik der Landeskirche

Aus der Studie Jugend zählt folgende Informationen:
•    Mehr als 53.000 Ehrenamtliche engagieren sich in der Landeskirche für Kinder und Jugendliche.
•    Die Konfirmandenarbeit ist neben dem RU das einzige Angebot im Lebenslauf, bei dem wir fast einen ganzen Jahrgang von Jugendlichen über eine längere Phase erreichen.
•    Die Lebenswelt von jungen Menschen ist heute zunehmend geprägt von der religiös-weltanschaulichen Vielfalt. Wie pluralitätsfähig ist die Kirche und ihre Jugendarbeit?
•    34 % der Württemberger unter 10 Jahren haben einen Migrationshintergrund.
•    Die Zahl der evangelischen 16-jährigen wird in Ba-Wü innerhalb von 7 Jahren um ein Viertel sinken.

Der Arbeitsbereich „Vielfaltskultur“ wird mit Schwerpunkt sein. Kinder und Jugendliche müssen befähigt werden, konstruktiv mit der gesellschaftlichen Vielfalt umzugehen
Schulbezogene Kinder- und Jugendarbeit ist bereits am kommen
Freizeiten als Gemeinde auf Zeit
Jugendarbeit ist in der Änderung. Die traditionelle Jugendarbeit funktioniert an wenigen Stellen.

Dreifach-Katastrophe Japan
Frau Masami Kato vom YWCA Japan hat in der Frühjahrssynode gesprochen und über die Situation in Japan berichtet und die Verwendung der finanziellen Unterstützung durch die Landeskirche.

Flüchtlingsarbeit der Landeskirche
Die Landeskirche hat über 3,5 Mio € für die Flüchtlingsarbeit zur Verfügung gestellt und in bis jetzt 12 Kirchenbezirken Stellen für Koordinierung Flüchtlingsarbeit finanziert.

Reformationsjubiläum
Eine Auflistung von Terminen zum Reformationsjubiläum wird verteilt.

Württembergische Kirchengeschichte online
Ab dem 22. Juli 2015 –Verleihung Brenzpreis durch Landesbischof, ist diese Internetseite frei geschaltet. Wer jetzt schon rein schauen möchte kann dies über den Arbeitszugang tun:
wkgo.devel.b-factor.de

Die EKD will eine Änderung der Grundordnung der Evangelischen Kirche in Deutschland.
Die entscheidende Änderung ist in dem Satz niedergelegt: „Sie – die EKD – ist als Gemeinschaft ihrer lutherischen, reformierten und unierten Gliedkirchen selbst Kirche“. Bisher war sie die Gemeinschaft der Kirchen …
Welches Ziel konkret dahinter steckt, kann Landessynodale Gröh noch nicht sagen.

Es sind viele Aufgaben und Entwicklungen in unserer Landeskirche.
Und seit einiger Zeit wird ja sehr viel strategisch gearbeitet im OKR, um auf die gesellschaftlichen Herausforderungen zu reagieren bzw. agieren zu können.
Frau Gröh verteilt einen Vortrag von Prof. Dr. Christoph Dinkel, den er bei der Jahreskonferenz 2015 der landeskirchlichen Bildungseinrichtungen gehalten hat mit dem Thema: „Strategisch evangelisch?“ Darüber könnte bei einem nächsten Zusammentreffen diskutiert werden.