Informationen zur Flüchtlingssituation in Geislingen

Dekan Martin Elsässer begrüßte die anwesenden Ruheständler und die beiden Referenten, Eleonora Kaminski und Wolfgang Nordmann.

Pfarrer Karl Scheufele hielt die Andacht.

 

Eleonora Kaminski und Wolfgang Nordmann koordinieren die Arbeit des Arbeitskreises Asyl in Geislingen. Sie informierten über die aktuelle Situation der Flüchtlinge in Geislingen und beantworteten Fragen.

Der in Breslau geborene Wolfgang Nordmann hatte selbst einen Flüchtlingsausweis. Er wies damit darauf hin, wie viele Menschen in Deutschland einen Migrationshintergrund haben.

 

Zusammen mit Eleonora Kaminski koordiniert er die Arbeit im "AK Asyl" in Geislingen. Er sprach von der guten Unterstützung durch die Dekane in Geislingen und den Oberbürgermeister sowie die Diakonische Bezirksstelle.

Das Klima in Geislingen sei gut. Der AK Asyl umfasse 60 bis 70 Leute, die selbständig in einzelnen Bereichen arbeiten. Das persönliche Kennen sei dabei wichtig.

Die Wölkhalle in Geislingen sei derzeit mit 210 Flüchtlingen belegt, nur Familien mit Kindern. 68 Kinder wären im Kindergartenalter. Die ersten 150 Personen seien gerade am Umziehen in die fertig gewordenen Container. Für 300 Personen sind Container geplant. Pro Person heißt dies 4,5 qm Platz.

Der Landkreis regelt die Belegung der einzelnen Unterkünfte.

Eleonora Kaminski und Wolfgang Nordmann berichten, dass sich momentan ortsansässige Leute mit Migrationshintergrund melden, die mit ihren Sprachkenntnissen helfen und übersetzen.

Wichtig wäre die Erlaubnis für Asylanwärter, arbeiten zu dürfen. Hier scheint eine Gesetzesänderung im werden.

 

Neues aus dem Kirchenbezirk

Dekan Elsässer informiert:

  • Die Flüchtlingsarbeit beschäftigt die Diakonie vor Ort und die Kirchengemeinden. Es gibt kaum eine Kirchengemeinde, in der nicht Flüchtlinge untergebracht sind.

  • Der Kirchentag in Stuttgart war für die Landeskirche und die Kirchengemeinden ein gutes Erlebnis. Viele Kirchengemeinden waren am Abend der Begegnung beteiligt.

  • Zum Reformationsjubiläum 2017 laufen die Vorbereitungen. In Geislingen wird am 30. Oktober 2017 Landesbischof i.R. Johannes Friedrich einen Vortrag halten. In der Stadtkirche wird im Jahr 2016 die Ausstellung "Luther und die Juden" gezeigt.

  • Am 1. Advent 2015 wird mit einem Festgottesdienst die Fusion der beiden Kirchengemeinden Stadtkirche und Pauluskirche zur Kirchengemeinde Geislingen gefeiert.

  • Pfarrer Martin Breitling hat im Sommer die Kirchengemeinde Geislingen-Altenstadt verlassen und ist nun Pfarrer in der Kirchengemeinden Kohlstetten.

  • In Stubersheim und Hofstett-Emerbuch ist nun Pfarrerin Stephanie Ginsbach mit einem 50 %-Dienstauftrag.

  • Auf 01. Februar 2016 gehen Pfarrer Alfred Ehmann in Süssen und Pfarrer Dr. Karl-Heinz Drescher-Pfeiffer in Bad Überkingen in den Ruhestand.

 

Aus der Landeskirche

Landessynodale Anita Gröh berichtet.

  • Die Situation der Flüchtlinge beschäftigt auch die Landessynode. Im Finanzausschuss wurden dafür weitere finanzielle Mittel bereit gestellt, die über das Diakonische Werk Württemberg an die Kirchengemeinden und Kirchenbezirke gehen.

  • Die Austrittszahlen halten sich auf sehr hohem Niveau. Wie dem begegnet werden kann, wird Landessynode und Kirchengemeinden weiter sehr beschäftigen.

  • Aus dem Ausgleichsstock ist zu berichten, dass Bauprojekte häufig die Kostenplanung überschreiten. Hier sind Kirchenbezirke gefordert, durchschnittliche Raumprogramme und Standards einzufordern. 

 

Nächster Termin:

Mittwoch, 13. April 2016, 14.30 Uhr

Aufhausen

mit Führung durch die Aufhausener Kirche durch Pfarrer Günther Herzog

oben: Eleonora Kaminski und Wolfgang Nordmann

unten: Ehepaar Scheufele, Hermann Stahl, Brunhilde Peylo