Visitation im Distrikt Alb

Am 17. Mai 2013 war die Distrikts-Visitation im Distrikt Alb im Kirchenbezirk Geislingen. Dekanin Hühn hatte dazu alle Kirchengemeinderätinnen und Kirchengemeinderäte sowie haupt-, neben- und ehrenamtliche Mitarbeitende eingeladen. Schwerpunkt der Visitation war die Kooperation im Distrikt.

 

Die Berichte der Gemeinden des Alb-Distriktes über bestehende übermeindlichen Kooperationen wurden in einem Reader zur Distrikts-Visitation zusammengefasst:

 

 

2013 Reader zur Visitation Alb-Distrikt

Berichte zu den Kooperationen im Distrikt Alb

Schuldekan Geiger und Dekanin Hühn

Dekanin Gerlinde Hühn und Schuldekan Geiger führten die in die Visitation ein.

 

Zwei Fragestellungen prägten die Distrikts-Visitation:

 

 

  1. Welche Formen der übergemeindlichen Kooperation haben sich in den letzten Jahren entwickelt?
    - Rückblick und Würdigung

  2. Was müsste man wie weiterentwickeln, welche Ideen zu einem größeren Maß an übergemeindlicher Zusammenarbeit gibt es bereits oder wären nötig?
    - Blick in die Zukunft und Ideen

 

 

Schuldekan Geiger und Dekanin Hühn

Die Kirchengemeinden informieren

Vom Frauenfrühstück Türkheim-Aufhausen berichtet Simone Joos. Das Frauenfrühstück findet für die beiden Kirchengemeinden einmal im Monat im Gemeindehaus in Aufhausen statt. Es ist sehr gut besucht. Ein Team aus beiden Gemeinden bereitet das Frauenfrühstück vor, von der gut überlegten Dekoration über das Frühstück bis zur Planung der Referentinnen und Referenten.

 

Carmen Schmid und Heinz Biedert stellen den gemeinsamen Gemeindebrief für Türkheim und Aufhausen vor. Er hat eine Auflage von knapp 500 Stück und wird in alle Haushalte in den Kirchengemeinden verteilt. Über den Gemeindebrief wird aus dem Gemeindeleben der beiden Kirchengemeinden informiert.

 

Der Gottesdienst im Grünen auf dem Boschhof wird von beiden Kirchengemeinden gut besucht. Pfarrerin Helga Striebel berichtet, dass zwischen 120 und 150 Gottesdienstbesuchende kommen. Abwechselnd übernimmt eine Gemeinde das anschließende Catering. Für die Gemeinde ist dies dann auch eine Einnahmequelle. Aufhausen hat in der zurückliegenden Zeit der Türkheimer Kirchensanierung der Türkheimer Gemeinde die Ausrichtung des Mittagessens überlassen.

Links: Simone Joos, Mitte: Carmen Schmid und Heinz Biedert, rechts: Helga Striebel

Hansjörg Frank, Stubersheimer Gesamtkirchengemeinde, sprach sich für eine Zusammenarbeit aus. Sie werde auch innerhalb der Gesamtkirchengemeinde in bestimmten Bereichen gehandhabt. Er war der Auffassung, dass eine Zusammenarbeit im Distrikt aber nur bis zu einem bestimmten Grad möglich wäre, da man mit den Angeboten sonst zuweit weg von den Menschen wäre und zudem auch zu unbeweglich.

 

Reinhard Hoene bezeichnete Amstetten als die klassische Einzelgemeinde - trotz zweier Kirchen -, die sich zwischen den anderen "Doppel- und Mehrgemeinden" befindet: Türkheim-Aufhausen, Gesamtkirchengemeinde Stubersheimer Alb, Steinenkirch-Böhmenkirch. Die Jugendarbeit im Alb-Distrikt verbinde die Kirchengemeinden. Der Jugendgottesdienst fände abwechselnd in den Kirchen statt. Der jährliche Kirchengemeinderats-Tag auf Distriktsebene habe Tradition.

Er brachte die Diskussion auf die Überlegung, ob in Amstetten sonntäglich nur in einer Kirche Gottesdienst gefeiert werden könnte, um einen Doppeldienst mit einer Kirche im Distrikt zu ermöglichen.

 

Silvia Messinger beschrieb die Kirchengemeinde Steinenkirch-Böhmenkirch als Gemeinde mit 2 Dörfern und damit 2 Kirchen. Es erfordere Kraft, das Gemeindeleben beider Dörfer zusammenzubringen. Zudem besteht eine gute Zusammenarbeit mit der katholischen Kirchengemeinde (Kirchweih, Kinderbibelwoche) und den Freikirchen (Beten für Böhmenkirch). Auch mit der kommunalen Gemeinde und ihren Vereinen ist sehr gute Zusammenarbeit möglich. Der gemischte Chor singt regelmäßig in der Kirche und die Kirchengemeinde ist beim Dorffest beteiligt.

Die Dorffreizeit für Jugendliche ist in Richtung Söhnstetten ausgerichtet als Richtung Amstetten.

Ein Bewusstsein für Distrikts-Zusammenarbeit ist nicht vorhanden.

Die weiten Entfernungen beeinträchtigen eine Distrikts-Zusammenarbeit.

Allerdings wächst langsam eine Zusammenarbeit mit den Gemeinden in der Stubersheimer Alb im Bereich der Erwachsenenarbeit.

v.l.n.r. Hans-Jörg Frank, Stubersheim, Reinhard Hoene, Amstetten und Silvia Messinger, Steinenkirch

Andreas Bail, ejw Distrikt Alb

Andreas Bail informierte über die Jugendarbeit im Alb-Distrikt. Die Strukturen der Jugenarbeit im Kirchenbezirk wurden verändert und dabei ein "Distrikts-Jugendwerk" gegründet. Ein neues Leitungsteam wurde gewählt. Wichtige Aufgabe der Distriktsjugendarbeit ist die inhaltliche und konzeptionelle Zusammenarbeit im Distrikt und die Einbindung in die örtlichen Kirchengemeinden. Als zwei Schwerpunkte benannte er zum einen den Jugendgottesdienst, der von Gemeinde zu Gemeinde wandert und das Trainee-Programm, das distriktsweit ausgerichtet ist.

Themen der Arbeitsgruppen

Eine Feststellung aus den Informationen war, dass die Zusammenarbeit innerhalb der Kirchengemeinden selbst bereits intensiver versucht wird zu gestalten. Dadurch ist die Ausrichtung auf den Distrikt schwierig.

 

In Arbeitsgruppen werden folgende Themen besprochen (siehe Bild)

 

 

Links: Holger Platz, Schalkstetten

Rechts: Arbeitsgruppe zu "Distrikts-Gottesdienste" und "Gemeinde-Gottesdienste"

Ergebnisse

Drei Ideen, die insgesamt auf großes Interesse gestoßen sind und damit auch weiter verfolgt werden:

 

Distrikts-Gottesdienste

Die Gemeinden machen sich bewusst, dass Distrikts-Gottesdienste ihre Gemeinde-Gottesdienste sind. Dies trifft auf das weihnachtliche "Abendlob" zu und auf die Distrikts-Sommer-Predigtreihe.

Es ist zu überlegen, inwieweit Gottesdienste im Grünen gemeinsam gefeiert werden können.

 

Gemeindebrief

Planung eines gemeinsamen "Distrikts-Gemeindebrief". Hier ist an gemeinsame Seiten mit Andacht, allgemeinen Distrikts-Informationen und einem Anhang Kirchengemeinde-Seiten gedacht.

 

Männerarbeit

Auf Distrikts-Ebene zu einer Männergruppe einladen.

Erwachsenenbildungsreferent Günther Alius steht mit Rat und Tat zur Seite.

Die Arbeitsgruppe hat vielseitige Ideen bereits entwickelt.

 

Dekanin Gerlinde Hühn wird zu einem Nachgespräch die Pfarrerinnen und Pfarrer und Laienvorsitzende einladen.

 

Eine schriftliche Rückmeldung geht an die Gemeinden.