Fusion bringt Vielfalt

Bei den ersten Gesprächen zur Fusion in Geislingen-Altenstadt zwischen der damaligen Markus- und Martinsgemeinde war der Gottesdienst ein wichtiges Thema.

In den Fusionsverhandlungen war schnell klar, dass die besonderen Gottesdienstformen, die es in beiden Gemeinden gab, zur Identität der Gemeinde gehören, die nicht verloren gehen sollte.

Heute, gut zwei Jahre nach dem offiziellen Vollzug der Fusion, haben wir den erfreulichen Zustand, dass in einer einzigen Gemeinde eine große Vielfalt von gottesdienstlichen Angeboten besteht, mit unterschiedlicher Musik, unterschiedlichen Verkündigungsformen, unterschiedlichen Zielgruppen.
Auch für mich als Pfarrerin hat diese Vielfalt ihren Reiz: Es stehen zwei ganz unterschiedliche Gottesdienstorte zur Verfügung, die auch einen besonderen Charakter von Gottesdiensten unterstützen, es gibt viele Gestaltungsmöglichkeiten und immer wieder Menschen, die gern gestaltend mitwirken.
An manchen Sonntagen findet ausschließlich ein besonderer Gottesdienst statt, das heoßt, alle Gemeindeglieder sind in eine Kirche eingeladen. An anderen findet parallel ein traditioneller Sonntagsgottesdienst in der jeweils anderen Kirche statt.

 

Die Gottesdienstvielfalt ist auf jeden Fall ein Gewinn der Fusion. Im Laufe eines Kirchenjahres feiern und erleben wir einen erstaunlichen Reichtum an Gottesdiensten, welche die vertraute Form des Gottesdienstes ergänzen:

 

„Brot für die Welt“-Gottesdienst


Am zweiten Advent wird in der Markuskirche im Gottesdienst die jährliche „Brot für die Welt“-Aktion eröffnet.
Der Gottesdienst wurde z. B. im Jahr 2010 durch den Kinderchor und den Niemöller-Kindergarten mit afrikanischen Liedern und Geschichten gestaltet. Im Anschluss gibt es jeweils ein Mittagessen und der Geislinger Weltladen bietet seine Waren an.

Fastenpredigtreihe

Fasten-Predigtreihe


Lebensnahe Themen, Vorbereitung der Gottesdienste durch kleine Gottesdienstteams, kreative Gestaltungselemente, das sind die Markenzeichen der Fastenpredigtreihe in Altenstadt. Sie greift die Wochenthemen der EKD Aktion „7 Wochen ohne“ auf und findet an drei Sonntagen in den beiden Altenstädter Kirchen, der Martinskirche und der Markuskirch, statt

Feierabendmahl am Gründonnerstag

Feierabendmahl an Tischen


Der Gottesdienst wird an Tischen gefeiert. Man kommt miteinander ins Gespräch und feiert an den Tischen das Abendmahl. Die Form erinnert an das Mahl  Jesu mit seinen Jüngern und die Mahlfeiern der ersten Christen. Die Gemeinde ist an der Predigt oft ganz aktiv beteiligt. Im Anschluss an den Gottesdienst bleibt die Gemeinde beieinander und die mitgebrachten Speisen werden im Kirchenraum zusammen an den Tischen gegessen.

Osternacht

Osternacht


Seit mehr als 10 Jahren wird in der Martinskirche eine liturgische Osternacht gefeiert. Sie beginnt vor Tagesanbruch am Osterfeuer auf dem Kirchplatz, hier wird die neue Osterkerze entzündet. Erst dann zieht die Gemeinde hinter der Osterkerze her in die Kirche ein. Symbolisch hält so das Licht des neuen Lebens in die Kirche Einkehr. Zu Beginn ist es noch ganz dunkel – nur  Handkerzen und Altarkerzen erhellen den Raum. Während der biblischen Lesungen  und alten liturgischen Gesänge, wird es schließlich hell. Der Jubelruf „Christ ist erstanden, er ist wahrhaftig auferstanden“ erklingt und mit ihm erwacht die Osterfreude.

Emmausgang

Emmaus-Gang an Ostermorgen

 

Die nachösterlichen Geschichten erzählen von Begegnungen mit dem Auferstandenen.  Besonders eindrücklich ist die Geschichte der Emmausjünger, die ihm auf ihrem Weg von Jerusalem nach Emmaus begegnen.
Am Ostermontag feiern wir den Gottesdienst in Form eines liturgischen Osterspaziergangs: Wir beginnen den Gottesdienst in der Martinskirche und gehen dann an der Fils entlang zur Markuskirche hinüber. An verschiedenen Stationen auf dem Weg hören wir Texte, die uns den Sinn und die ermutigende Botschaft des österlichen Geschehens erschließen und singen miteinander Osterlieder. In der Markuskirche endet der Gottesdienst mit einer Mahlfeier.

Tauferinnerungsgottesdienst

Tauferinnerungsgottesdienst


Die Taufe ist Symbol für das Ja Gottes und gleichzeitig Zeichen für die Zugehörigkeit zur christlichen Gemeinde. Sie ist somit Basis und Beginn des eigenen Glaubensweges.
Darum  lädt die Kirchengemeinde Geislingen-Altenstadt einmal im Jahr zu einem Tauferinnerungsgottesdienst ein. Die dann 5 jährigen werden dazu persönlich mit einem Brief eingeladen. Die meisten Kinder können sich an ihre Taufe nicht mehr erinnern. Das Tauferinnerungsfest rückt die Taufe in den Mittelpunkt und gibt Familien und Paten die Möglichkeit mit ihren Kindern die Taufe zu bedenken.

Kirchentagsgottesdienste

Kirchentags-Gottesdienst

 

Zum Kirchentagsmotto findet jeweils im Frühjahr des Kirchentagsjahres ein Gottesdienst zur Einstimmung auf das Kirchentagsmotto statt. Im Gottesdienst bekommen bekannte und neuere Kirchentagslieder ihren Platz, die musikalische Begleitung ist darauf abgestimmt.
Nach dem Kirchentag gestalten die Mitfahrenden einen Gottesdienst, in dem sie von ihren Erfahrungen erzählen. Die persönlichen Erlebnisse machen den Gottesdienst lebendig und so kommt die ganze Gemeinde in den Genuss eines Stückchens Kirchentag.

 

Abendmahl mit Kindern

Abendmahl mit Kindern

Ein Abendmahlsgottesdienst im Jahr wird speziell als Abendmahl für Groß und Klein gestaltet. Zusammen mit einer Kindergruppe der Gemeinde wird der Gottesdienst vorbereitet. In den Grundschulen werden besonders die Drittklässler dazu eingeladen und über ihre LehrerInnen auf das Abendmahl kindgerecht vorbereitet

Kreativgottesdienst an Erntedank

Kreativ-Gottesdienst

Ein kleines Gottesdienstteam bereitet den Erntedankgottesdienst in der Markuskirche vor. Kreative Elemente prägen den Gottesdienst. Schattenspiele oder Bilderfolgen, Filmsequenzen oder unter den Stühlen versteckte Gegenstände. Auch der Erntealtar wird meist passend zum Thema gestaltet. Bei der Gottesdienstgestaltung wird Wert auf poppige Lieder und Beteiligung der Gemeinde gelegt.
 „Alles muss klein beginnen“ war im vergangenen Jahr das Thema. Und am Ende wurden Kürbissamen verteilt. In diesem Jahr wollen wir Kürbissuppe anbieten. Denn nach dem Gottesdienst findet ein gemeinsames Mittagessen statt.

 

Segnungsgottesdienst

Segnungs-Gottesdienst

„Ich will dich segnen, und du sollst ein Segen sein.“ So lautet die Verheißung Gottes an Abraham, als der auf seine große Lebensreise geht. Auch für unsere heutigen Lebensreisen ist es gut und hilfreich solch eine Verheißung zu erfahren.
Gottes Segen auf sich spüren. Ein gutes Wort Gottes an einen ganz persönlich gerichtet, hören. Das sind Erfahrungen, die man im jährlichen Segnungsgottesdienst in der Martinskirche machen kann.
In diesem Gottesdienst gibt es neben den vertrauten Elementen des Sonntagsgottesdienstes eine offene Phase, in der man sich in der Kirche bewegen kann, eine Fürbitte schreiben, eine Gedenkkerze anzünden oder sich an verschiedenen Stationen persönlich segnen lassen kann.
Musikalisch gestaltet wird der Gottesdienst meist vom Gospelchor „No distance“.

 

Lobpreisabende

Lobpreisabende


Einmal im Monat findet ein Lobpreisgottesdienst statt.
Er steht jeweils unter einem konkreten Thema für das ein kleines ehrenamtliches Team kurze Impulse vorbereitet. Schwerpunkt des Gottesdienstes ist das gemeinsame Singen begleitet durch eine Lobpreisband und das gemeinsame Beten.

Krabbel-Gottesdienste

Krabbel-Gottesdienst

Der Esel Pep freut sich 5 mal im Jahr auf die Gottesdienste für kleine Kinder ab ca. einem Jahr und ihre Eltern. Pep ist immer besonders neugierig und erlebt immer wieder spannende Dinge. Viele Kinder haben ihn bereits ins Herz geschlossen. Die Gottesdienste dauern 30 Minuten und im Mittelpunkt steht meist eine Geschichte, die sehr anschaulich erzählt oder gespielt wird. Es wird gesungen und manchmal sogar getanzt. Ein schöner Abschluss des Sonntags für die ganze Familie.

Musik im Gottesdienst

Musik im Gottesdienst

Neben der regelmäßigen musikalischen Mitgestaltung der Gottesdienste durch den Posaunenchor, die Kantorei, das Markuschörle, den Kinderchor und den Blockflötenchor gibt es immer wieder ausgeprägt musikalische Gottesdienste, in denen der Musik ein großer Teil der Verkündigung zukommt. Insbesondere Kantor Seichi Komaya sorgt dabei immer wieder für Sternstunden und Gottesdienste die unter die Haut gehen.

Hinzukommen noch andere besondere Gottesdienste, die sicher auch viele andere Gemeinden kennen und pflegen: Familiengottesdienste mit den Kindergärten, Ökumenische Gottesdienste an Pfingstmontag und  Silvester, ökumenischer Kanzeltausch am letzten Januarwochenende, Gemeindefestgottesdienst, Wunschliedersingen am 2. Weihnachtstag, Sommerpredigtreihe im Distikt, Gottesdienst zum Valentinstag, Getanzte lateinamerikanische Messe, Gottesdienst zum Tag der Schöpfung mit dem Grüne Gockel Team, Gottesdienst zur Friedensdekade.