Jugendheim verkauft

Jugendheim in der Friedensstraße 44


Das Grundstück Friedensstr. 44 mit dem Jugendheim hat einen Käufer gefunden. Die Geislinger Siedlungs- und Wohnungsbau GmbH (GSW) hat das Grundstück samt Gebäude von der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde Geislingen erworben.



Nach dem der Kirchengemeinderat Altenstadt im Oktober 2013 und der Gesamtkirchengemeinderat Geislingen im Dezember 2014 beschlossen haben, die Immobilienkonzeption in der Gesamtkirchengemeinde Geislingen weiter umzusetzen und das Jugendheim zu verkaufen, konnte dieser Beschluss nun umgesetzt werden. Für das Grundstück Friedensstr. 44 mit dem Jugendheim wurde die Geislinger Siedlungs- und Wohnungsbau GmbH (GSW) als Käufer gefunden. Der Vertrag mit der GSW wurde am Donnerstag 17. März 2016 unterzeichnet.
Ab dem 1. September 2016 wurde die GSW Eigentümer des Grundstücks mit dem Jugendheim.

Auf den 1. September 2016 wechselte auch die Trägerschaft der „Kindertagesstätte Jugendheim“. Die Kita wird in Trägerschaft der Stadt Geislingen im Jugendheim fortgeführt. Die Stadt mietet dazu die Räume von der GSW an.

 

Für die Kirchengemeinde und die Stadt Geislingen sowie der GSW ist hier eine Lösung gefunden worden, die allen Beteiligten zugute kommt und den zukünftigen großen Aufgaben – Kinderbetreuung, Wohnraum und Immobilienkonzeption der Gesamtkirchengemeinde – Rechnung trägt.

Evangelische Gesamtkirchengemeinde Geislingen
Dekan Martin Elsässer

© Evangelischer Kirchenbezirk Geislingen

Die Vertreter der GSW, Herr Hagmayer und Herr Ströhle sowie Pfarrerin Ebisch und Dekan Elsässer

Gemeindeversammlung am 22. Oktober 2014


Erklärung des Kirchengemeinderates Geislingen-Altenstadt
(verlesen durch KGR Vorsitzende Isabella Rapp im Rahmen der Gemeindeversammlung am 22.10.2014 in der Martinskirche)

 

Als demokratisch gewähltes Leitungsgremium der Kirchengemeinde haben wir uns verpflichtet im Aufsehen auf Jesus Christus, den alleinigen Herrn der Kirche unser Amt als Kirchengemeinderäte zu führen.

 


Zum Auftrag der Kirche und jedes einzelnen Christen gehört es, von der guten Botschaft Gottes für unser Leben Zeugnis zu geben in Wort und Tat.
Diese  Verkündigung des Evangeliums findet in den Rahmenbedingungen einer verfassten Kirchengemeinde statt, zu der neben Anderem auch die Planung und Überwachung der finanziellen Grundlage gehört.

 

Unter Beachtung der Ordnungen der Landeskirche fand seit 2012 ein intensiver Diskussionsprozess über den Umgang mit den Immobilien der Kirchengemeinde statt. Die im Herbst 2013 von unserem Vorgängergremium gefasste Grundsatzentscheidung für eine Konzentrierung der Gemeindearbeit auf die Standorte Martinskirche und Markuszentrum tragen wir in vollem Umfang mit.
Angesichts des  demographischen Wandels und der rückläufigen Finanzen sichert diese Konzentration die Gemeindearbeit für die nächsten Jahre.  
Aufgabe des Kirchengemeinderates ist es für Beteiligungsmöglichkeiten an einem solchen Prozess zu sorgen.

 

Das geschah durch mehrere Gemeindeversammlungen und Infoveranstaltungen zu denen jeweils öffentlich eingeladen wurde.  In Gemeindebriefartikeln, Zeitungsartikeln,  persönlichen Schreiben an die Leiter der Gruppen und Kreise  wurde informiert. In vielen persönlichen Gesprächen -  auch mit Mitgliedern der IG Martinskirche - wurde der Austausch gesucht.

 

Aufgabe des Kirchengemeinderates ist es, so viele Sachinformationen wie möglich zusammenzutragen.
Das geschah: Jeder eingegangene Vorschlag wurde im Gremium diskutiert.  Beratung durch externe Fachleute von Oberkirchenrat und Gemeindeberatung u.a. wurde eingeholt.

 

Aufgabe des Kirchengemeinderates ist es, aufgrund aller vorhandenen Fakten abzuwägen und zu einer Entscheidung zu kommen und diese dann auch zu kommunizieren.
Das geschah:  Am 18.10.2013 wurden alle Gemeindeglieder mit einem Brief über die in öffentlicher Sitzung erfolgte Entscheidung zum Einbau des Raumes in der Martinskirche und zur Aufgabe des Jugendheimes  informiert. Hier wurden auch die Gründe für diese Entscheidung dargelegt.

 

Wir verwehren uns gegen die Darstellung  in den Leserbriefen der vergangenen Wochen, dass wir unserer Pflicht zur sorgfältigen Prüfung und zur Information der Gemeinde nicht nachgekommen seien.
Wir erwarten, dass alle, auch bei anderer Meinung zur Sache, sich an einen fairen Umgang halten.

 

Die formulierten Unterstellungen der Unredlichkeit („andere Vorschläge wurden gar nicht ernsthaft geprüft“ Leserbrief vom 21.10.14) und Verdunkelung (Leserbrief Wolf vom 14.10.14„in geheimer Sitzung“) erzeugen ein Klima des Misstrauens und verletzen  Menschen persönlich.

 

Es ist unser Wunsch, zu einem sachlichen Miteinander zurückzufinden. Wir bitten darum, dass unterschiedliche Auffassungen in Sachfragen nicht dazu führen, die demokratische Legitimität, die persönliche und geistliche Integrität anderer in Frage zu stellen.

 

Wir haben die Hoffnung, dass unsere Gemeinde in Zukunft bei aller Vielfalt an Meinungen, den Weg des Friedens geht.

 

Geislingen, 22.10.2014

Zweite Gemeindeversammlung zu den Immobilien

Nach der Gemeindeversammlung im Frühjahr 2012 wurde nun im September 2013 in einer zweiten Versammlung über die Situation der Gemeindehäuser und der Martinskirche informiert und diskutiert.

Anschließend diskutierte der Altenstädter Kirchengemeinderat über die Ergebnisse der Gemeindeversammlung.

Pfarrerin Ulrike Ebisch, geschäftsführende Pfarrerin in Altenstadt, berichtete darüber im Gemeindebrief:

Aus dem Kirchengemeinderat:
Tendenzentscheidung zur Immobilienfrage gefällt

Am 9. Oktober 2013 hat der Altenstädter Kirchengemeinderat eine Tendenzentscheidung zur Immobilienfrage in Altenstadt getroffen. Das Entscheidungsgremium in Sachen Immobilien ist der Gesamtkirchengemeinderat, der dazu voraussichtlich im Dezember die endgültige Entscheidung trifft.


Zum Hintergrund:
Am 7. 12. 2005 wurde im GKGR beschlossen, das Martin-Luther-Haus zu verkaufen und zum Zeitpunkt der nächsten fälligen Generalsanierung ein weiteres Gemeindehaus (Markus, Jugendheim oder Paulus) aufzugeben.
Die Generalsanierung des Jugendheims stünde 2013 an, die des Pauluskirchenraumes 2014.

Ziel des Immobilienkonzeptes ist es, die finanzielle Handlungsfähigkeit der Gesamtkirchengemeinde zu sichern.
Es geht auch darum, für alle Gemeinden eine Lösung zu finden, die den bestehenden Gruppen und Kreisen weiter die Möglichkeit gibt, sich an einem angemessenen Ort zu treffen.

Dezember 2008: Die beiden Altenstädter Kirchengemeinden Martinskirche und Markuskirche fusionieren. Im Rahmen der Fusionsverhandlungen sichert der Kirchengemeinderat der Martinskirche dem Kirchengemeinderat der Markuskirche zu, dass man sich darüber im Klaren sei, dass, sollte ein weiteres Gemeindehaus aufgegeben werden, man in Altenstadt zuerst über das Jugendheim reden werde, weil dies, anders als das Markuszentrum, nicht zugleich gottesdienstlicher Ort sei.

Januar 2011 Bauberatung durch den OKR zur Generalsanierung des Jugendheimes (Kostenschätzung 1,7 Mio)
Frühjahr 2013 Auszug des Bezirksjugendwerkes in ein eigenes Haus nur für Jugendarbeit (Leerstand im Jugendheim)

2013 Prognose der Landeskirche zur Entwicklung der Gemeindegliederzahlen: Bis 2042 nur noch 61% der jetzigen Zahlen aufgrund der demographischen Entwicklung.

Seit 2011 hat der Kirchengemeinderat verschiedene Möglichkeiten bedacht und geprüft, die in der Gemeindeversammlung noch einmal benannt wurden.
Am Ende blieben zwei Ideen übrig, zu denen ein vom Oberkirchenrat beauftragter  Architekt Machbarkeitsstudien erstellte:

1.    Variante A: Konzentration auf die Martinskirche und  Einbau eines Gemeinderaumes in die Kirche, der etwa die Größe des kleinen Saales hat.

2.    Variante B: Bau eines kleineren Gemeindehauses am Standort des Jugendheimes
Beide Varianten wurden in der Gemeindeversammlung vorgestellt. Ebenfalls erfolgte eine Gegenüberstellung der Erstellungskosten, sowie der zu erwartenden laufenden Kosten. Der Präsentation schloss sich eine Diskussion mit den anwesenden Gemeindegliedern an.

Die Nacharbeit zur Gemeindeversammlung erfolgte im Kirchengemeinderat in mehreren Schritten:

1.    Zahlen wahrnehmen und bewerten
Die Gegenüberstellung von Variante A und B machte deutlich, dass sich die Hoffnung, ein kleineres Haus wäre wesentlich günstiger im Betrieb als das alte Jugendheim, so nicht erfüllte. Nach Vorlage der Zahlen durch Kirchenpflegerin Ulrike Glemser war klar:  ein Neubau, auch wenn er kleiner ist als das jetzige Jugendheim,  ist nicht finanzierbar, ohne dafür die Markuskirche aufzugeben.
Die vorhandenen Rücklagen reichen zur Erstellung des neuen Gebäudes nicht aus.
Die laufenden Kosten liegen nur wenig unter dem des bisherigen Jugendheimes, so dass unter dem Strich keine finanzielle Erleichterung  herauskommt.

2.    Diskussion weiterer in der Gemeindeversammlung vorgeschlagener Möglichkeiten
Sowohl die Idee, das Jugendheim teilabzureißen und in verkleinerter Version zu sanieren, als auch die Idee, den geplanten Neubau nur einstöckig und ohne Aufzug zu gestalten, wurden im KGR verworfen. Sie lösen das Grundproblem nicht, dass bei den laufenden Kosten keine drastischen Einsparungen möglich sind.

3.    Formulierung der vorhandenen  Entscheidungsmöglichkeiten
Aufgrund der finanziellen Gegebenheiten, des Immobilienkonzeptes der Gesamtkirchengemeinde  und der Entwicklung der Gemeindegliederzahlen kann  Altenstadt keine 2 Gemeindehäuser behalten. Daher waren  nur 2 Entscheidungsvarianten für Altenstadt möglich.

a)    Das Jugendheim aufgeben und das Markuszentrum behalten. Um den Verlust abzumildern wird in der Martinskirche der Raum unter der Orgel zu einem vollwertigen modernen Gemeinderaum erweitert, in dem die Gemeindegruppen einen Ort haben, um sich zu treffen. (Variante A)

b)    Das Markuszentrum aufgeben und am Standort des Jugendheimes  ein Gemeindehaus erhalten, entweder durch Neubau oder durch Verkleinerung des bestehenden Jugendheims. (Variante B)

Diese Entscheidungsmöglichkeiten wurden diskutiert. Der KGR hielt in seiner Diskussion an der bei den Fusionsverhandlungen getroffenen Aussage fest.

Folgende Tendenzbeschlüsse wurden gefällt:

1.)Das Jugendheim wird (mittelfristig) aufgegeben, am Markuszentrum soll festgehalten werden, die Variante A, Einbau von Gemeinderaum in der Martinskirche, soll in der Nutzung und im erweiterten Raumvolumen durchgeführt werden.

2.)Die offenen Fragen und Einwände aus KGR und Gemeindeversammlung werden bearbeitet und müssen in die endgültige Planung eingearbeitet werden. 

3.)Als Option für die Zukunft wird ein Bauplatz in der Nähe der Kirche erhalten:

Es war eine schwere Entscheidung für alle beteiligten Kirchengemeinderäte. Der KGR weiß, dass Abschiedsprozesse Zeit brauchen. Er will mit der Gemeinde diesen Weg gehen und den Übergang in den nächsten 2-3 Jahren gestalten. Positiv ist, dass durch diese Reduzierung der Spielraum erhalten bleibt, konkrete Arbeit zu finanzieren: Wie z.B. die Kantorenstelle oder auch die Stelle „Jugendarbeit an der Schule“.

Gemeindeversammlung am 29. März 2012 in Geislingen-Altenstadt

Gemeindeversammlung in Geislingen-Altenstadt


Großes Interesse an der Zukunft des Jugendheimes

 

 

Die Zukunft des Jugendheimes in Geislingen-Altenstadt war Anlass zur Gemeindeversammlung am 29. März 2012 in der Kirchengemeinde Altenstadt, zu der Pfarrer Frank Esche, Dekanin Gerlinde Hühn und Kirchenpflegerin Ulrike Glemser eingeladen hatten. Gut 70 Gemeindeglieder waren der Einladung gefolgt. Unter Moderation von Pfarrerin Maren Pahl entwickelte sich eine Diskussion, die sich auf die zukünftige Gemeindearbeit mit ihrem Raumbedarf, die Planung zu den Kindergärten und auf Notwendigkeiten in der Stadtplanung erweiterte.

 

 

Frank Esche, Pfarrer an der Martinskirche, legte zu Beginn klar, dass entgegen den in Umlauf befindlichen falschen Informationen noch keinerlei Entscheidung über die Zukunft des Jugendheimes mit seinem Kindergarten getroffen sei. Der Kirchengemeinderat habe sich mit den Tatsachen auseinandergesetzt, dass die Gemeindegliederzahlen in Altenstadt drastisch zurück gingen und die Kosten für die Gebäude der Gemeinde über den Kopf wachse. Die aufgrund der schlechten Bausubstanz geplante Sanierung des Jugendheimes belaufe sich auf 2,3 Mio €. Hier suche der Kirchengemeinderat nach Lösungen. Es sei seine Aufgabe, guter Haushalter zu sein und eine Entscheidung in Verantwortung gegenüber dem kirchlichen Auftrag und den Gemeindegliedern zu treffen. Dabei gelte es besonders in den Blick zu nehmen, wie die Altenstädter Gemeindearbeit in 20 Jahren aussehen würde.

v.l.n.r. Pfarrer Frank Esche, Pfarrerin Maren Pahl, Dekanin Gerlinde Hühn, Kirchenpflegerin Ulrike Glemser

Angedacht werden Alternativen zur Sanierung des Jugendheimes. Vier Szenarien stehen im Raum.

  • Das Markuszentrum wird als Gemeindehaus für ganz Altenstadt genutzt
  • Auf dem frei gewordenen Platz bei der Martinskirche wird ein Baugrundstück gekauft und ein neues kleines Gemeindehaus gebaut
  • In die Martinskirche selbst werden Gemeinderäume eingebaut
  • Im Neubauprojekt vor der Martinskirche werden Gemeinderäume angemietet

Aus der Versammlung wurde der Vorschlag eingebracht, das Jugendheim noch 10 Jahre zu nutzen und dann über Teilabbruch ein kleineres Gebäude zu bauen und einen Teil des Grundstücks zu verkaufen.

Dekanin Hühn betonte, dass der Kirchengemeinderat augenblicklich im Stadium des Prüfens sei und die Umsetzbarkeit und Kosten abkläre.

 

Großes Interesse an der Zukunft des Jugendheimes

Auf die Zukunft des Jugendheim-Kindergartens angesprochen stellte Kirchenpflegerin Ulrike Glemser klar, dass bisher keine Entscheidung getroffen sei. Der Trend zu größeren Kindergärten mit mehr Gruppen und einer Kinderkrippe sei aber deutlich. Altenstadt habe eine deutlich bessere Kindergartenversorgung als der Seebach. So werde geprüft, ob der Paulus-Kindergarten vergrößert und mit einer Krippe ausgestattet werde. Außerdem bekomme die Gesamtkirchengemeinde in Zukunft Kirchensteuer für eine Gruppe weniger, da die Gemeindegliederzahl unter 7000 gesunken sei .Die Kirchenpflegerin hofft, dass im Jahr 2012 eine Entscheidung getroffen werden könne, die dann eine Planung und Umsetzung in Gang setzen würde. Es sei jedoch klar, dass die Kinder des Jugendheim-Kindergartens dort bleiben könnten, bis sie in die Schule kämen.

 

Dass das Gemeindeleben in 20 Jahren mit einer veränderten Altersstruktur der Bevölkerung anders aussehe als heute wurde deutlich von Gemeindegliedern formuliert. Hier sei auch die Stadtplanung gefragt. Schwerpunkt Seniorengruppen und verdichtetes betreutes Wohnungen und Pflegemöglichkeit müsse als Bedürfnis gesehen werden. Ein zweites Mehrgenerationenhaus für Altenstadt wurde angeregt. Dass hier die Stadtverwaltung gefragt ist, wurde mehrmals betont.

 

Aus dem Kirchengemeinderat wurde festgestellt, dass eine Entscheidung in Ruhe wichtig ist. Die Kirchengemeinde habe bisher keine konkreten Informationen zu dem Neubauprojekt vor der Martinskirche und könnte somit keine Entscheidung treffen. Die Kindergarten-Frage werde jedoch möglichst zeitnah geklärt.