Prälatin Wulz: Der große Einsatz hat sich gelohnt

Festliche Wiedereinweihung der Weiler Margarethenkirche nach Ende der Renovierung
 
Gemeinsam mit Prälatin Gabriele Wulz, Pfarrer Dietrich Crüsemann, dem Liederkranz und den Kleinen der Kinderkirche feierten viele Weilemer die erfolgreiche Kirchenrenovierung.

 
von CLAUDIA BURST, Geislinger Zeitung


 
Sowohl unten als auch oben auf der Empore waren gestern Vormittag die Bänke der Margarethenkirche voll besetzt. In strahlendem Weiß präsentierten sich die Wände, die Besucher fühlten sich in der gut geheizten Kirche wohl und auch das Licht beleuchtete sämtliche Noten der Lieder dieses Festgottesdienstes zur Zufriedenheit aller. Alles Dinge, die die Kirchenbesucher in Weiler zu schätzen wissen, war es doch vor der Renovierung nicht so.
Um die Wiedereinweihung der Margarethenkirche gebührend zu feiern, war Prälatin Gabriele Wulz extra aus Ulm gekommen. „Der große Einsatz hat sich gelohnt“, fand sie. Jedesmal sei sie „überrascht und überwältigt, wie pragmatisch und unaufgeregt Sie als Gemeinde Ihre Angelegenheiten regeln“, sagte sie und lobte „das großartige Gemeinschaftsprojekt, bei dem viele mitgeholfen haben, ein Name aber vor allen genannt werden müsse: Kirchengemeinderat Werner Staudinger, der das Ganze souverän koordiniert und organisiert habe.“


Gabriele Wulz predigte über „Geduld haben und warten können als Lebenshaltung“ und fand immer wieder Parallelen zur eineinhalbjährigen Bauzeit im Geislinger Ortsteil.

 

395000 Euro haben die Gesamtmaßnahmen gekostet, informierte Pfarrer Dietrich Crüsemann. Beifall gab es für die beeindruckende Summe von 43700 Euro, die die ehrenamtlichen Helfer durch Eigenleistung aufgebracht haben. Als Überraschung überbrachte Dekan Martin Elsässer am Ende des Gottesdienstes von der Drei-Kirchen-Stiftung – und mit speziellen Grüßen der Stiftungsbeauftragten Ex-Dekanin Gerlinde Hühn – einen Spendenscheck über 10000 Euro an Crüsemann und die Kirchengemeinderatsvorsitzende Christa Peiker.

 


Den feierlichen Rahmen um das Geschehen legte der Liederkranz Weiler. Mit sonoren Männerstimmen dankte der Männerchor unterm Dirigat von Julia Sontheimer „Gott in der Höhe“ für seine Bewahrung und Begleitung während der Bauphase. Einen liebenswerten Tupfer brachten die 15 „Kirchenmäuse“ der Kinderkirche in den Gottesdienst, als sie – versehen mit Bauhelmen – die Kirche wieder mit sämtlichen notwendigen Gegenständen bestückten: der Bibel, dem Altarkreuz, dem Kanzelparament, dem Abendmahlsgeschirr und vielem mehr.
Ein originelles und sinnvolles Geschenk überreichte Tanja Pressmar im Namen der Landfrauen von Weiler: die hatten gemeinsam 180 Sterne gebastelt, um den maroden Weihnachtsbaum-Schmuck erneuern zu können.

 


Bevor es zum Empfang und zum Weiterfeiern in den Ödenturmsaal ging, bedankte sich noch Ortsvorsteherin Bettina Maschke im Namen des Weilemer Ortschaftsrates mit einer großen Windlicht-Laterne für die Kirche und einem selbst gedichteten schwäbischen Gedicht über „Onser Margarethakirchle“.