Außenrenovierung der Stadtkirche

Bei der wohl umfangreichsten Außenrenovierung der Stadtkirche seit ihrer Erbauung am Ende des Mittelalters wurde zu Weihnachten 2005 ein erster Bauabschnitt vollendet.

 

Nach dem Dritten Advent wurde die Nordfassade der Stadtkirche vom Gerüst befreit und jeder kann das völlig veränderte Aussehen bewundern.

Vorher und Nachher

Das Gerüst am Chor der Stadtkirche wurde im März/April 2006 abgebaut.

Die Geislingerinnen und Geislinger freuen sich jeden Tag an dem Anblick einer Stadtkirche, wie sie sie noch nie in ihrem Leben gesehen haben.

Vorher und Nachher

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Sanierung der Stadtkirche 2005 und 2010

Pfarrer Dietrich Crüsemann schrieb im Herbst 2010 über die Sanierung der Südseite der Stadtkirche:

Stadtkirche Geislingen - Sanierung der Südseite im Jahr 2010

Renovierung mit kleinen Überraschungen

 

Die Außenrenovierung der Stadtkirche schreitet weiter fort. Ein Teil des Gerüstes an den Dachgauben konnte bereits entfernt werden. Die Steinmetze haben ihre Arbeit inzwischen fast erledigt. In diesen Tagen beginnt als letzter Abschnitt der Steinaustausch am Giebel des Turmes. Dann müssen nur noch die Fugen vollständig geschlossen werden.

Am sogenannten „Kirchle“,  dem Eingang zum Kirchplatz haben die Arbeiten inzwischen begonnen. Hier mussten mit dem Landesdenkmalamt erst gründliche Untersuchungen vorgenommen werden, bevor die Arbeiten ausgeschrieben werden konnten. Vor Weihnachten wird das Kirchle nun gereinigt. Im kommenden Jahr wird dann mit der zeitaufwendigen „Steinsanierung“ begonnen, bei der der brüchig gewordene Stein auf verschiedene Weise gehärtet, saniert und konserviert wird. Da die dabei verwendeten Mittel eine dauerhafte Außentemperatur von 8° C benötigen, werden sich diese Arbeiten noch länger hinziehen. Im Dezember  wird das Innengerüst am Kirchle aber entfernt, damit der Eingang zum Kirchplatz beim Kirchencafe während des Weihnachtsmarktes und an den Feiertagen genutzt werden kann.

Überraschungen gab es auch. Unter den unteren Ziegeln des Kirchendachs zur Kirchplatzseite hin fanden sich große Mengen von Bauschutt. Bei früheren Bauarbeiten hatte man den nicht entsorgt, sondern einfach ins Dach gekippt. Das war wohl auch anderswo übliche Praxis. Es führt aber dazu, dass die Dachbalken am unteren Ende im Sommer nicht mehr austrocknen sondern feucht bleiben und faulen. Deshalb werden jetzt zwei Ziegelreihen aufgedeckt und der alte Schutt entfernt.

Und auch oben am Turm gab es bei näherem Hinsehen eine unangenehme Überraschung: er weist nämlich Einschusslöcher auf. Offenbar hat vor einigen Jahren ein Nachbar hier sein Luftgewehr ausprobiert und sich dabei ein unangemessenes Ziel ausgesucht. Die entsprechenden Schiefer werden nun erneuert.

Für die Kirchenheizung wird vor dem Advent noch eine neue Steuerung eingebaut, mit der die Stadtkirche dann so schonend aufgeheizt werden kann, dass Orgel und Kunstgegenstände auch in der Heizperiode keinen Schaden mehr nehmen. Und drei Bilder aus dem evangelischen Kreuzweg, die eben solche „Heizungsschäden“ in Gestalt großer Risse zeigten, wurden inzwischen zu einer Restauratorin gebracht.


Die Stadtkirche braucht Ihre Hilfe!
Wir freuen uns über Ihre Spende für den Erhalt der Stadtkirche.
Spendenkonto: Konto 87 61 255, Stichwort: Stadtkirchenrenovierung, LB-BW
BLZ: 600 501 01

 

Stadtkirche Uhr - vor der Sanierung 2010 und danach

Der Turm der Stadtkirche vor der Sanierung und danach

Kreuzblumen am Turm erneuert

Kreuzblume am Turm der Stadtkirche vor der Sanierung

Kirchengemeinderat Hans Schaal schreibt dazu:

 

 

Hoch oben auf den Spitzgiebeln des Turmhelms stehen vier Kreuzblumen, die mit Sicherheit bei der umfassenden Turmerneuerung 1861/1862 entstanden sind. Mit ihnen hat bereits die moderne Technik in der Stadtkirche Einzug gehalten, denn sie sind nicht nicht wie beispielsweise beim „Kirchle“  aus Stein sondern aus Metall hergestellt worden

Alle Kreuzblumen bestehen aus je vier identischen, gusseisernen Krabben, die mit Schrauben und Muttern an dem aus Kupferblech gefertigten Sockel befestigt sind. Bei der Renovierung 1971/1972 wurden sie mit einem Überzug aus Kupfer gegen Korrosion geschützt. Zusätzlich wurde die Verschraubung erneuert und mit Silikon gesichert.

Der inzwischen stark beschädigte Überzug – von der Kupferschicht waren nur noch Fetzen vorhanden! – wurde jetzt von der Restauratorin Martina Fischer komplett erneuert. Alle Krabben wurden abmontiert und zuerst mechanisch gereinigt. Anschliessend wurde ein neuer, umweltfreundlicher Korrosionsschutz auf Kunststoffbasis aufgebracht. Zusätzlich wurde auch die Verschraubung komplett erneuert und gesichert.

Die beiden Fotos zeigen den Zustand vor und nach der Renovierung.

Die Kreuzblume nach der Sanierung