Evangelischer Oberkirchenrat vom 16. Dezember 2020

Ab einer 7-Tages-Inzidenz von 300/100.000 Einwohner im Stadt- oder Landkreis ist die Feier von Präsenzgottesdiensten nicht mehr möglich. Ausnahmen sind in engen Grenzen mit Zustimmung des zuständigen Dekanatamts möglich.

 

Für die Gottesdienste gilt im Wesentlichen  weiter:

Pflicht zum Tragen einer medizinischen Mund-Nasen-Bedeckung während des gesamten Gottesdienstes, grundsätzlich auch für Mitwirkende. Die staatlichen Bestimmungen zur Befreiung von der Maskenpflicht (§ 3 Abs. 2 Corona-Verordnung) finden Anwendung.

Mindestabstand von zwei Metern

Personen aus einem Haushalt können zusammenstehen oder zusammensitzen

Bemessung der Teilnehmendenzahl anhand des Verhältnisses von Mindestabstand und verfügbarer Fläche

Kein Gemeindegesang in geschlossenen Räumen, nur stellvertretendes Musizieren oder Singen durch kleine Ensembles

Möglichkeit des Gemeindegesangs im Freien mit Maske und Mindestabstand

In geschlossenen Räumen und im Freien gilt regelmäßig eine Obergrenze von 200 Teilnehmenden. Wir empfehlen, diese Obergrenze von 200 Personen nicht auszureizen. Prüfen Sie bitte überall dort, wo größere Gottesdienste gefeiert werden genau, ob die Durchführung verantwortbar ist. Setzen Sie sich auch mit den örtlichen Behörden in Verbindung. Dabei geht es weniger darum, ob der Gottesdienst in der geplanten Art und Weise erlaubt ist, sondern darum, ob er tatsächlich nach menschlichen Maßstäben als sicher gelten kann (Einhaltung des Mindestabstands und der Maskenpflicht, Zu- und Abgang geordnet, mit Abstand ohne Kontakt im Anschluss, Ordnersystem).

Es ist ein Anmeldesystem vorzusehen, wenn Besucherzahlen erwartet werden, die zu einer Auslastung der Kapazitäten führen könnten.

Zur Nachverfolgung von Infektionsketten müssen Kontaktdaten erhoben werden.

 

§ 12 Corona-Verordnung betrifft religiöse Veranstaltungen, im Wesentlichen also Gottesdienste und damit auch alle Kasualien. Ein Gottesdienst richtet sich nach der landeskirchlichen Gottesdienstordnung und den landeskirchlichen Agenden. Andere Veranstaltungen können nicht als Gottesdienste deklariert werden. Die Schutzkonzepte gelten allerdings nicht nur für Gottesdienste, sondern auch für Andachten und andere gottesdienstähnliche Formen der Verkündigung. Die Landesregierung betont im Rahmen der verfassungsrechtlich garantierten Freiheit der Religionsausübung, dass die konkrete Umsetzung infektionsschützender Maßnahmen bei den Religionsgemeinschaften liegt, die deshalb ein Schutzkonzept zu erarbeiten haben. Die Kirchen haben ihre Schutzkonzepte im Hinblick auf deren Wirksamkeit mit der Landesregierung abgestimmt.

Nach der Corona-Verordnung religiöse Veranstaltungen und Veranstaltungen bei Todesfällen gibt es ab dem Eintreten der Pandemiestufe 3 des Landes (landesweite 7-Tages-Inzidenz von 35/100.000 Einwohner) eine zahlenmäßige Beschränkung der Zahl der Gottesdienstbesucher bei Gottesdiensten unter freiem Himmel auf 500 Personen, bei Beerdigungen im Freien auf 100 Personen. Mitwirkende bleiben in entsprechender Anwendung von § 10 Abs. 3 Satz 3 Corona-Verordnung bei der Bemessung dieser Zahlen außer Betracht. Für die Zeit des Lockdown begrenzt die Landeskirche die Zahl der Teilnehmenden in geschlossenen Räumen und im Freien auf regelmäßig 200. Verpflichtend ist landesweit die Erfassung der Teilnehmenden bei Gottesdiensten. Ein Hygieneschutzkonzept (§ 5 Corona-Verordnung) vor Ort ist nach Maßgabe der Hygieneanforderungen des § 4 Corona-Verordnung zu erstellen, auch für Bestattungen. Das Hygienekonzept des Friedhofsträgers kann übernommen werden. Soweit es Praxis ist, dass der Friedhofsträger oder das Bestattungsunternehmen die Erfassung der Teilnehmenden besorgt, bedarf es keiner gesonderten kirchlichen Erfassung.

 

Im Übrigen gelten die Regelungen der landeskirchlichen Rundschreiben (Rundschreiben vom 16.12.2020 (AZ 50.10 Nr. 50.10-03-V48/1.1); Rundschreiben vom 8.10.2020 (AZ 50.10 Nr. 50.10-03-V31/1.1 – Fortschreibung: Wiederaufnahme der Gottesdienste), die stadt- und landkreisbezogene Einschränkungen nach Inzidenzzahlen vorsehen. Die Bestimmungen der Corona-Verordnung, der Corona-Verordnung religiöse Veranstaltungen und Veranstaltungen bei Todesfällen und die Bestimmungen der Rundschreiben gelten also kumulativ. Im Zweifel gilt jeweils die strengere Regelung.  

 

Die Nachvollziehung von Infektionsketten ist mit Eintritt der Pandemiestufe 3 landesweit, ansonsten ab einer landkreisbezogenen 7-Tages-Inzidenz von 50/100.000 Einwohner verpflichtend.

 

Im Übrigen gilt:

 

1. In Stadt- und Landkreisen mit einer 7-Tages-Inzidenz unter 200/100.000 Einwohnern gelten die Bestimmungen des Rundschreibens vom 8. Oktober 2020 (AZ 50.10 Nr. 50.10-03-V31/1.1) mit der Maßgabe, dass

- nur Personen, die einem Haushalt angehören, den Mindestabstand von zwei Metern unterschreiten und näher zusammensitzen oder -stehen können;

- die Teilnehmerzahl einschließlich der Mitwirkenden auf in der Regel 200 Personen begrenzt ist;

- ein Anmeldesystem vorzusehen ist, wenn Besucherzahlen erwartet werden, die zu einer Auslastung der Kapazitäten führen könnten, § 6 Corona-Verordnung ist zu beachten;

- neben der Gemeinde auch die Mitwirkenden verpflichtet sind, durchgängig eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, davon kann nur abgesehen werden, sofern dies für die Mitwirkung notwendig ist (z.B. beim Gebet, der Lesung, der Predigt oder beim Spielen von Blasinstrumenten);

 

- der Gemeindegesang auch nach § 1g Abs. 1 Satz 1 Corona-Verordnung in geschlossenen Räumen untersagt ist;

- stellvertretendes Singen und Musizieren in geschlossenen Räumen nur in kleiner Formation zulässig ist (maximal Quintett);

- Gottesdienste möglichst so gelegt werden, dass Gottesdienstbesucher vor Eintritt der Ausgangssperre um 20 Uhr zuhause sein können; davon kann bei den Gottesdiensten am Heiligen Abend abgesehen werden;

- soweit noch möglich Digitalformate zu nutzen oder mehr Gottesdienste im Freien zu feiern, allerdings mit einer ortsangepassten geringeren Besucherzahl.

2. In Stadt- und Landkreisen mit einer 7-Tages-Inzidenz ab 200/100.000 Einwohnern gilt darüber hinaus, dass

 

- eingehend zu prüfen ist, ob von der eingangs genannten Möglichkeit Gebrauch gemacht wird, Gottesdienste an Sonn- und Feiertagen nicht zu feiern und stattdessen digitale Formate zu nutzen;  

- der Gemeindegesang im Freien auf wenige Lieder und Strophen zu begrenzen ist;

- das stellvertretende Singen und Musizieren auch im Freien nur noch in kleiner Formation zulässig ist (maximal Quintett);

- das Heilige Abendmahl nicht gefeiert wird; davon kann abgesehen werden, wenn nur ein kleiner Teilnehmerkreis zu erwarten ist oder das Heilige Abendmahl im Anschluss oder in einem selbstständigen Gottesdienst gefeiert wird;

- Taufen nicht mehr im Predigtgottesdienst der Gemeinde, sondern in einem selbstständigen Taufgottesdienst gefeiert werden;

- Trauungen verschoben werden sollen; von einer Verschiebung kann aus dringlichen Gründen und dann abgesehen werden, wenn die Trauung im kleinsten Kreis (Teilnahme von nicht mehr als 5 Personen; Kinder der Eheschließenden und Mitwirkende zählen hierbei nicht mit) gefeiert wird;

- bei Beerdigungen die Zahl der Besucher in geschlossenen Räumen und unter freiem Himmel in der Regel auf 50 begrenzt ist. Bietet die Friedhofskapelle oder Trauerhalle vor Ort unter Einhaltung der Abstandsregeln nur Raum für weniger Besucher, so ist die Zahl der in der Friedhofskapelle oder Trauerhalle Platz findenden Besucher auch im Freien maßgeblich.

 

3. In Stadt- und Landkreisen mit einer 7-Tages-Inzidenz ab 300/100.000 Einwohnern ist die Feier von Präsenzgottesdiensten mit Ausnahme von Beerdigungen, Not- und Jähtaufen nicht möglich. Die Feier von Gottesdiensten mit bis zu zehn Mitwirkenden zum Zwecke der digitalen oder analogen Übertragung oder zum digitalen Abruf bleibt zulässig. 

Abweichend davon ist es ausnahmsweise zulässig, Präsenzgottesdienste mit der Begründung zu feiern, das Infektionsgeschehen lasse die Feier von Gottesdiensten als verantwortbar erscheinen. Zu berücksichtigen sind dabei 

die örtliche 7-Tages-Inzidenz 

die Einschätzung der örtlichen Behörden und 

die sonstigen Gegebenheiten vor Ort (Größe des Gottesdienstraums, Lüftungsmöglichkeiten, Möglichkeiten zur Feier des Gottesdienstes im Freien).

Voraussetzung dafür ist ein Beschluss des Kirchengemeinderats, in Verbundkirchengemeinden des Verbundkirchengemeinderats sowie die Zustimmung der zuständigen Pfarrerin, des zuständigen Pfarrers sowie des Dekanatamts.

 

4. Die vorstehenden Regelungen und Empfehlungen gelten, sobald der jeweils genannte Inzidenzwert über drei Tage durchgängig erreicht ist, und zwar solange, bis der entsprechende Inzidenzwert über fünf Tage durchgängig unterschritten wird.

Ungeachtet der jeweiligen Inzidenz ist es zulässig, dass Gottesdienste an Sonn- und Feiertagen mit der Begründung nicht gefeiert werden, das Infektionsgeschehen lasse die Feier von Gottesdiensten als nicht verantwortbar erscheinen. Zu berücksichtigen sind dabei die örtliche 7-Tages-Inzidenz und die sonstigen Gegebenheiten vor Ort (Größe des Gottesdienstraums, Lüftungsmöglichkeiten, Möglichkeiten zur Feier des Gottesdienstes im Freien). Voraussetzung ist ein Beschluss des Kirchengemeinderats, in Verbundkirchengemeinden des Verbundkirchengemeinderats sowie die Zustimmung der zuständigen Pfarrerin, des zuständigen Pfarrers. Das zuständige Dekanatsamt ist in Kenntnis zu setzen.

 

Proben zur Gottesdienstvorbereitung oder Aufzeichnung (Musizierende, Sängerinnen und Sänger, Anspiele, Krippenspiele im gottesdienstlichen Rahmen) bleiben als zur Aufrechterhaltung unseres Dienstbetriebs zulässig.

Evangelischer Oberkirchenrat, 13. Dezember 2020

Angesichts der heute, 13. Dezember, bekanntgegebenen, bundesweit gültigen staatlichen Lockdown-Maßnahmen überprüfen wir im Blick auf die Weihnachtstage die bisherigen landeskirchlichen Vorgaben. Die für religiöse Zusammenkünfte heute unter Punkt 10 geforderten Maßgaben erreichen oder übertreffen wir zwar bereits mit unseren derzeitigen landeskirchlichen Hygienekonzepten (Mindestabstand von 1,5 Metern, Maskenpflicht auch am Platz, Gemeindegesang untersagt. Bei Zusammenkünften, in der Besucherzahlen erwartet werden, die zu einer Auslastung der Kapazitäten führen könnten, ist ein Anmeldungserfordernis einzuführen). Aber angesichts der sich deutlich verschärfenden Infektionslage und der drastischen staatlichen Maßnahmen zum Infektionsschutz beraten wir über weitere Regelungen für die Weihnachtstage.

Die Landesregierung hat am Freitag beschlossen, dass von Samstag, 12. Dezember, an Ausgangsbeschränkungen und eine nächtliche Ausgangssperre von 20.00 Uhr abends bis 5.00 Uhr gelten. Der Gottesdienstbesuch bleibt bis auf weiteres ein wichtiger Grund, der ein Verlassen des Hauses auch während Ausgangsbeschränkungen und der Zeit der Ausgangssperre gestattet.

Wir empfehlen weiterhin, Gottesdienste soweit möglich so zu legen, dass sie rechtzeitig vor der nächtlichen Ausgangssperre enden, andernfalls den Kontakt mit den örtlichen Behörden zu suchen, das gilt besonders für geplante Christmetten.

Wie bereits Mitte der Woche mitgeteilt , können Gottesdienste an Sonn- und Feiertagen mit der Begründung abgesagt werden, das Infektionsgeschehen lasse die Feier von Gottesdiensten als nicht verantwortbar erscheinen. Zu berücksichtigen sind dabei die örtliche 7-Tages-Inzidenz und die sonstigen Gegebenheiten vor Ort (Größe des Gottesdienstraums, Lüftungsmöglichkeiten, Möglichkeiten zur Feier des Gottesdienstes im Freien). Dies gilt in besonderer Weise ab einer 7-Tages-Inzidenz von 300/100.000 Einwohner. Voraussetzung ist ein Beschluss des Kirchengemeinderats, in Verbundkirchengemeinden des Verbundkirchengemeinderats sowie die Zustimmung der zuständigen Pfarrerin, des zuständigen Pfarrers. Das zuständige Dekanatsamt ist zu informieren.

Unabhängig davon gilt die Empfehlung, überall, wo im Hinblick auf Weihnachten größere Gottesdienste gefeiert geplant sind, noch einmal genau zu prüfen, ob diese Gottesdienste in der geplanten Größe aktuell verantwortbar sind. Wenn es noch möglich ist, dann wäre es ratsam lieber einen großen Gottesdienst weniger und dafür einen kleinen mehr zu feiern.

Bitte achten Sie dringend darauf, dass der Mindestabstand von zwei Metern und die Maskenpflicht im Gottesdienst eingehalten werden. 

Evangelischer Oberkirchenrat am 23. Oktober 2020

Das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport hat diese Woche die Corona-Verordnung religiöse Veranstaltungen und Veranstaltungen bei Todesfällen wieder geändert.

 

Nunmehr gilt für Gottesdienste unter freiem Himmel eine Personenobergrenze von 500 Personen, bei Beerdigungen unter freiem Himmel von 100 Personen. Im Übrigen gelten die Bestimmungen des Rundschreibens vom 8. Oktober 2020.

Für Gottesdienste in geschlossenen Räumen gilt diese Personenobergrenzen nicht. Es bleibt bei den Bestimmungen im Rundschreiben vom 8. Oktober 2020 und der Festlegung der Obergrenze anhand der verfügbaren Fläche und des Mindestabstands von zwei Metern.

 

Gottesdienste, gleich ob drinnen oder draußen, sind nicht Veranstaltungen im Sinne des § 10 Corona-Verordnung. Die Allgemeinverfügungen der Landkreise betreffen Gottesdienste regelmäßig nicht.

 

Unverändert bleibt die landesweite Verpflichtung zur Erfassung der Teilnehmenden an Gottesdiensten. Das geänderte Erfassungsformular finden Sie in der Anlage.

 

Ebenfalls unverändert geblieben sind die Bestimmungen für ein Hygienekonzept bei Beerdigungen. Das Kultusministerium weist aber darauf hin, dass dieses durch den Friedhofsträger zu erstellen ist. Darzustellen ist wie die Hygieneanforderungen nach § 4 Corona-Verordnung einschließlich der Abstandsregel und die sich daraus ergebende Begrenzung der Teilnehmerzahl umgesetzt werden. Der Friedhofsträger stellt das Hygienekonzept den Beteiligten vorab zur Verfügung. Ein Bediensteter des Friedhofsträgers oder der vom Friedhofsträger mit der Durchführung und Beaufsichtigung der Bestattung beauftragte Bestatter weist die Teilnehmenden in geeigneter Weise auf die Inhalte und die Erforderlichkeit der Einhaltung des Hygienekonzepts hin.
Soweit es Praxis ist, dass der Friedhofsträger oder das Bestattungsunternehmen die Erfassung der

Teilnehmenden besorgt, bedarf es keiner gesonderten kirchlichen Erfassung.

 

Da es nach Ausrufung der landesweiten Pandemiestufe 3 verschiedene Rückfragen zum Verhältnis der Verordnung des Kultusministeriums und des Rundschreibens vom 8. Oktober 2020 gegeben hat, hier noch die Klarstellung: Die Bestimmungen der Corona-Verordnung religiöse Veranstaltungen und Veranstaltungen bei Todesfällen und die Bestimmungen des Rundschreibens gelten kumulativ. Im Zweifel gilt jeweils die strengere Regelung.

 

Die Informationen auf der Seite www.elk-wue.de/corona werden im Übrigen ständig aktualisiert.

Evangelischer Oberkirchenrat, 16. Oktober 2020

§ 12 Corona-Verordnung betrifft religiöse Veranstaltungen, im Wesentlichen also Gottesdienste und damit auch alle Kasualien.

Die Landesregierung betont im Rahmen der verfassungsrechtlich garantierten Freiheit der Religionsausübung, dass die konkrete Umsetzung infektionsschützender Maßnahmen bei den Religionsgemeinschaften liegt, die deshalb ein Schutzkonzept zu erarbeiten haben.

Die Kirchen haben ihre Schutzkonzepte im Hinblick auf deren Wirksamkeit mit der Landesregierung abgestimmt. Nach der neuen Corona-Verordnung religiöse Veranstaltungen und Veranstaltungen bei Todesfällen gibt es ab dem Eintreten der Pandemiestufe 3 des Landes (landesweite 7-Tages-Inzidenz von 35/100.000 Einwohner) eine zahlenmäßige Beschränkung der Zahl der Gottesdienstbesucher bei Gottesdiensten und Beerdigungen im Freien, diese liegt aktuell noch bei 500 Personen, wird aber in den nächsten Tagen auf 100 Personen gesenkt.

Allerdings ist das Hygieneschutzkonzept (§ 5 Corona-Verordnung) vor Ort nach Maßgabe der Hygieneanforderungen des § 4 Corona-Verordnung zu erstellen, auch für Bestattungen. Verpflichtend ist danach auch die Erfassung der Teilnehmenden.

Im Übrigen gelten die Regelungen des Rundschreibens vom 07.10.2020 (AZ 50.10 Nr. 50.10-03-V31/1.1 – Fortschreibung: Wiederaufnahme der Gottesdienste) fort. Danach gilt insbesondere

a) die Abstandsregelung von 2 m. Diese beruht auf einer Absprache mit der Landesregierung. Nach allem, was wir wissen, kommt es in geschlossenen Räumen vor allem darauf an, dass jeder Mensch hinreichend Luft um sich und über sich hat, die er verbrauchen kann, ohne mit Aerosolen anderer in Kontakt zu kommen. Ein größerer Abstand ist schon deshalb sinnvoll, weil die Zeitdauer des Kontaktes in einem Gottesdienst mit 30 – 40 Minuten relativ lang ist und unter den Virologen noch keine Einigkeit besteht, welchen Einfluss der Zeitfaktor auf die Ansteckungsgefahr hat.

Personen, die in gerader Linie verwandt sind, Geschwister und deren Nachkommen oder Personen, die dem eigenen Haushalt angehören, einschließlich deren Ehegatten, Lebenspartnerinnen oder Lebenspartner oder Partnerinnen oder Partner können näher zusammensitzen.

In Gemeinden, in denen die 7-Tages-Inzidenz von 35/100.000 Einwohner überschritten und dies von den zuständigen Behörden festgestellt ist, können nur Personen, die einem Haushalt angehören näher zusammensitzen.

b) die Maskenpflicht beim gemeinsamen Singen und Sprechen sowie beim Unterschreiten des Mindestabstands (etwa bei der Taufe oder bei der Austeilung des Heiligen Abendmahls, selbstverständlich nicht bei der Einnahme).


In Landkreisen, in denen die 7-Tages-Inzidenz über 50/100.000 Einwohner liegt und dies von den örtlich zuständigen Behörden festgestellt ist, ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung für die gesamte Dauer des Gottesdienstes verpflichtend.

c) die Nachvollziehung von Infektionsketten ist ab einer 7-Tages-Inzidenz über 50/100.000 Einwohner verpflichtend, ansonsten ins Ermessen der Kirchengemeinde gestellt. Das Formular Anwesenheitserfassung Gottesdienst_18.Mai ist zu verwenden.


d) das gemeinsame Singen im Gottesdienst bleibt möglich. In Landkreisen mit einer 7-Tages-Inzidenz über 50/100.000 Einwohner ist auf den gemeinsamen Gesang in geschlossenen Räumen zu verzichten.

Wiedereinführung Abendmahlsfeiern nach Corona

Evangelischer Oberkirchenrat Stuttgart

24. Juli 2020

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Schwestern und Brüder,

nach enger Abstimmung mit der Evangelischen Landeskirche in Baden hat das Kollegium des Evangelischen Oberkirchenrates beschlossen, Ihnen anhängenden Text zur Kenntnis zu geben, auf dessen Basis ab dem 7. Sonntag nach Trinitatis (26. Juli 2020) Abendmahlsfeiern wieder möglich sein werden. Dies ist insoweit besonders schön, weil im Zentrum des „Klangraums“ des 7. Sonntags nach Trinitatis ja das Heilige Abendmahl steht.

Insoweit ist die Bestimmung Nr. 10 des Rundschreibens vom 14. Mai 2020 „10. Das Heilige Abendmahl wird bis auf weiteres nicht gefeiert“ aufgehoben, die untenstehenden Hinweise zu Hygiene und Liturgie sind verbindlich. Nach wie vor ist in der Wissenschaft umstritten bzw. nicht hinreichend untersucht, welche Ausbreitungsbedingungen das Virus bei der Abendmahlsfeier haben könnte, aber mit den genannten Punkten scheint die Wiederaufnahme von Abendmahlsfeiern verantwortlich, zumal auch bislang aus der römisch-katholischen Kirche kein Übertragungsfall bekannt ist, der mit einer Eucharistiefeier zu tun haben könnte.

 

Noch einige allgemeine Hinweise zum Gottesdienst, die in den letzten Wochen immer wieder als Fragen an uns gestellt wurden:

a) Gruppen von Menschen im Gottesdienst: im Rundschreiben vom 14. Mai 2020 ist an dem Punkt der Begriff „Haushaltung“ versehentlich stehengeblieben, gemeint ist: „Familien und Haushalte im Sinne von CoronaVO § 9 Abs. 2“. Mit anderen Worten: Familienangehörige, die direkt miteinander verwandt (in auf- oder absteigender Linie, oder als Geschwister, sowie die Ehe-, Lebens-  und sonstigen Partner dieser Personen) können beieinander sitzen. Zwischen den so gebildeten Gruppen bzw. zur nächsten Einzelperson gelten dann wieder 2m Abstand. Auf diese Weise können – vor allem bei Kasualien – deutlich mehr Menschen eingeladen werden, vor allem wenn es die Möglichkeit gibt, eine Empore mit Paaren und Einzelpersonen zu besetzen. Natürlich fordert dies eine sorgfältige vorherige Planung.

b) Das Verbot, Gesangbücher auszulegen, ist nicht mehr im Text und damit entfallen. Allerdings fällt es dann unter die Rubrik „Gegenstände, die von mehreren Menschen benutzt werden“ (jedenfalls über die Zeit) und unterliegt besonderer Hygienebeachtung. Empfohlen wird, die Plastikeinbände nach Gebrauch mit einem Desinfektionstuch abzuwischen.


c) Bislang galt, dass nicht laut gesprochen werden soll, sondern eher halblaut. Wenn jetzt „exspiratorisch“ gesprochen wird, ist das hinsichtlich des Aerosol-Ausstoßes dem Singen gleichzusetzen, von daher ist die Regelung, die jetzt gilt, konsequent. Die AG hat sich lange überlegt, ob sie im Freien auf die Maskenpflicht verzichten soll, sich dann aber dagegen entschieden, auch „um der Schwachen willen“.

Mit freundlichen Grüßen
I h r

Dr. Frank Zeeb
Referatsleiter


Abendmahl Liturgie

Stand: 24. Juli 2020

 

Vorbemerkung

 

Dieser Text ist in enger Abstimmung mit der Evangelischen Landeskirche in Baden entstanden, die allerdings an manchen Stellen andere Wege geht. Gemeinsam ist beiden Landeskirchen, dass sie nach wie vor vorschreiben, bzw. dringend dazu raten, die Gottesdienste in verkürzter Form (etwa eine starke halbe Stunde) zu feiern. Die Vollform der „evangelischen Messe“ eignet sich daher nicht für die Feier des Heiligen Abendmahls, ebensowenig wie andere „angereicherte“ Formen.

 

Die nachfolgenden Gedanken beziehen sich daher auf den Abendmahlsgottesdienst (oberdeutsche Form) im Gottesdienstbuch der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Aus dieser Agende kommt zudem die Form „kurze Feier des Abendmahls“ in Betracht. Evtl. lässt sich auch die altwürttembergische Tradition der Abendmahlsfeier im Anschluss an den Gottesdienst in diesen Zeiten fruchtbar machen.

 

Voraussetzungen

 

Beide Landeskirchen gehen von der Form der Wandelkommunion aus, da nur so die Mindestabstände von 2 m verlässlich eingehalten werden können.

Wo es einen Mittelweg und seitliche Wege gibt, treten die Menschen durch den Mittelweg zum Altar und gehen seitlich zurück. Wo zwei seitliche Wege vorhanden sind, wird einer als Hin- und einer als Rückweg benutzt; wo nur ein Weg zum Altar führt, kann diese Form nicht durchgeführt werden.

Die Teilnehmenden am Abendmahl treten in einer Reihe zum Altar. Auf dem Weg ist ein Desinfektionsmittelbehälter aufgebaut, wo sie sich unmittelbar vor dem Abendmahlsempfang die Hände desinfizieren.

 

Der Rückweg nach dem Empfang des Abendmahls geschieht auf einem anderen Weg als der Hinweg, damit die Menschen sich nicht in den engen Wegen begegnen. Es ist auch darauf zu achten, dass der Mindestabstand auch zwischen den Menschen in den Gängen und den Sitzenden / Stehenden in den Reihen gewahrt ist, z.B. so dass die „Wartezone“ im Mittelgang sich auf Höhe der Reihen befindet, die noch nicht an den Platz zurückgekehrt sind.
 

Die Wegführung wird optisch und durch Ankündigung mitgeteilt.

Auf den Friedensgruß wird verzichtet, ebenso wie auf Schlusskreise, bei denen sich die Teilnehmenden an den Händen fassen.

 

Hygienische Aspekte zur Vorbereitung

Es ist darauf zu achten, dass bei der Vorbereitung keine Berührung von Elementen mit der bloßen Hand erfolgt. Brot bzw. Hostie sollten nur mit Einmalhandschuhen angefasst werden (ggf. mit einer Zange). Auch bei der Vorbereitung wird Mund-Nasen-Schutz getragen.

Wird Brot verwendet, ist dieses vorher unter Beachtung hygienischer Regeln in mundgerechte Stücke zu zerteilen.

 

Wein bzw. Traubensaft stammen aus einer original verschlossenen Flasche (z.B. mit Schraubverschluss) und werden mit behandschuhten Händen geöffnet.

 

Sie werden in einen Gießkelch gegossen, der bis zur Verwendung abgedeckt wird. Einzelkelche werden entweder vor dem Gottesdienst auf einer Kredenz / Tischchen mit der Öffnung nach unten auf einem Tuch vorbereitet, sie können auch am Eingang den Besucherinnen und Besuchern individuell gegeben werden.

Alternativ können auch die Einzelkelche vorab gefüllt werden, dann ist auf eine hygienische Abdeckung zu achten.

Die Gemeinde soll in geeigneter Form darüber informiert werden, dass bei der Vorbereitung höchste hygienische Vorsichtsmaßnahmen herrschen.

 


Austeilung in der Grundform: Wandelkommunion mit Handkommunion

 

Neben dem Liturgen / der Liturgin werden Oblaten / Brot und Wein / Traubensaft in Einzelkelchen von einer bzw. zwei weiteren Personen gereicht, die einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Bei der Austeilung treten die Abendmahlsgäste einzeln an die Stelle, wo das Brot gereicht wird. Die austeilende Person fasst Brot bzw. Hostie, ohne es mit der unbedeckten Hand zu berühren (Handschuhe). Der / die Empfangende streckt die Hand aus, Brotstück bzw. Hostie werden ohne Berührung in die Hand gegeben. Auf Spendeworte und das respondierende Amen des Empfangenden wird verzichtet.

Danach tritt der Abendmahlsgast an die Stelle, wo Wein / Traubensaft gereicht werden und nimmt sich einen gefüllten Einzelkelch und trinkt.

Andernfalls nimmt sich der Abendmahlgast einen Kelch, den er / sie mit der Öffnung nach oben an einen

vorbestimmten Platz stellen / bzw. stellt den vorab ausgegebenen Kelch an diesen Platz und tritt zurück. Dann tritt die austeilende Person herzu, gießt aus dem Gießkelch einen Schluck in den Einzelkelch und tritt wieder zurück.

Die empfangende Person geht weiter und trinkt.

 

In beiden Fällen stellt der Gast den Einzelkelch dann an einem bestimmten Platz (weiteres Tischchen) ab und geht dann an den Platz zurück.

Wenn alle wieder zurück am Platz sind, spricht der Liturg / die Liturgin das Entlasswort, das in Dankgebet, Fürbittgebet und Vater Unser übergeht.

Gottesdienst-Verordnung der Landeskirche

Stand: 04. Juli 2020

 

Ab Samstag, den 4. Juli 2020 können Gottesdienste der Gemeinde anhand der anliegenden örtlichen Agende unter folgenden Bedingungen gefeiert werden:

 

1. In den Kirchen, Gottesdiensträumen und im Freien muss ein Abstand von mindestens 2 Metern (Mindestabstand) zwischen den Gottesdienstbesuchern eingehalten werden. In einem Haushalt zusammenlebende Personen können in Abweichung davon näher zusammensitzen.

 

2. Das Tragen einer nicht medizinischen Alltagsmaske oder einer vergleichbaren Mund-Nasen-Bedeckung wird empfohlen. Bei Unterschreitung des Mindestabstands nach Nummer 9 sowie beim gemeinsamen Sprechen und Singen ist das Tragen verpflichtend.

 

3. Das den Behörden auf Verlangen vorzulegende, schriftliche örtliche Hygieneschutzkonzept muss folgende Anforderungen erfüllen:

- die Begrenzung und Festlegung der Personenzahl durch den Kirchengemeinderat oder Verbundkirchengemeinderat auf Grundlage der räumlichen Kapazitäten und die Regelung von Personenströmen und Warteschlangen, damit eine Umsetzung des Mindestabstands ermöglicht wird,
- eine Regelung zur Empore, die einen Abstand der Emporennutzer von 5 Metern zu den Gottesdienstbesuchern im Kirchenschiff sowie möglichst einen getrennten Zu- und Abgang vorsehen muss,
- die regelmäßige und ausreichende Lüftung von Innenräumen, die dem Aufenthalt von Personen dienen, sowie die regelmäßige Wartung von Lüftungsanlagen,
- die regelmäßige Reinigung von Oberflächen und Gegenständen, die häufig von Personen berührt werden,
- die Reinigung der Mikrophone,
- die regelmäßige Reinigung der Sanitärbereiche,
- das Vorhalten von Handwaschmittel in ausreichender Menge sowie von nicht wiederverwendbaren Papierhandtüchern, alternativ Handdesinfektionsmittel oder andere gleichwertige hygienische Handtrockenvorrichtungen, wie zum Beispiel Textilhandtücher, die ausgetauscht werden, nachdem diese von einer Person benutzt wurden,
- eine rechtzeitige und verständliche Information über Zutritts- und Teilnahmeverbote, Abstandsregelungen und Hygienevorgaben, Reinigungsmöglichkeiten für die Hände sowie einen Hinweis auf gründliches Händewaschen in den Sanitäranlagen,
- die rechtzeitige und verständliche Information darüber, ob im Gottesdienst gemeinsam gesungen wird,
- eine eventuell bestehende Möglichkeit bargeldlosen Opferns,
- die Nennung der zuständigen Pfarrerin, des zuständigen Pfarrers als für den Gottesdienst verantwortliche Person.

 

4. Im Gottesdienst wird in der Regel wieder gemeinsam gesungen. Sofern die örtlichen Behörden die Nachvollziehung von Infektionsketten zur Auflage machen, kommt insbesondere die Auslage nummerierter Namenszetteln mit Datenschutzerklärung und Stiften auf den Sitzplätzen in Betracht, die beim Verlassen in eine eigens aufgestellte Kiste geworfen werden. Die Kiste ist zu verschließen und mit dem Datum des Gottesdienstes zu versehen. Vier Wochen nach dem Gottesdienst ist sie komplett zu vernichten, wenn keine Infektion aufgetreten ist. Ansonsten stehen Maßnahmen zur Nachvollziehung von Infektionsketten im Ermessen der Kirchengemeinde. Dabei ist von den Kirchengemeinderäten oder Verbundkirchengemeinderäten zwischen der Freiwilligkeit und grundsätzlichen Anonymität der Teilnahme am Gottesdienst und dem persönlichen und öffentlichen Vertrauen in die Sicherheit der Ausgestaltung von Gottesdiensten, in denen gemeinsam gesungen wird, abzuwägen.

Ausnahmsweise kann der Liturg statt des Gemeindegesangs ein Musikstück (z. B. Sologesang oder Instrumentalstück) vorsehen.

 

5. Zur Musik wird im Übrigen auf das Schutzkonzept des Amtes für Kirchenmusik verwiesen.

 

6. Der Kirchengemeinderat, in Verbundkirchengemeinden der Verbundkirchengemeinderat kann im Einvernehmen mit den zuständigen Pfarrerinnen und Pfarrern weitere Gottesdienstzeiten festsetzen, um möglichst Vielen die Teilnahme an einem Gottesdienst zu ermöglichen.

 

7. Nicht notwendige liturgische Berührungen (Handauflegen, Friedensgruß, Begrüßung, Abschied) unterbleiben.

 

8. Das Heilige Abendmahl wird bis auf weiteres nicht gefeiert.

 

9. Bei der Taufhandlung am Taufstein kann der Mindestabstand unterschritten werden. Neben der Pfarrerin oder dem Pfarrer und dem Täufling dürfen nicht mehr als zwei Personen unmittelbar am Taufstein sein.

 

10. Bestattungen können unter Beachtung ortspolizeilicher Auflagen und der Regeln, die für alle Gottesdienste gelten, gefeiert werden, im Freien unter bloßer Wahrung des Mindestabstands.

 

11. Gottesdienste im Grünen, Autogottesdienste oder Motorradgottesdienste können unter Beachtung ortspolizeilicher Auflagen unter Wahrung des Mindestabstands gefeiert werden. Das Hygienekonzept kann an die Besonderheiten im Freien angepasst werden.

 

12. Online- und Streaminggottesdienste sind weiterhin möglich.

 

 

Einstweilige Gottesdienstordnung Predigtgottesdienst

Stand 01.07.2020

 


Eröffnung und Anrufung

Glockengeläut
* Gemeindelied / Musikstück
Eingangswort
*Psalmgebet
*Ehr sei dem Vater
Eingangsgebet
Stilles Gebet

Verkündigung und Bekenntnis

*Schriftlesung
Gemeindelied, in der Regel das Wochenlied / Musikstück
Predigttext und Predigt
*Gemeindelied / Musikstück

Fürbitte und Segen
Fürbittengebet (Allgemeines Kirchengebet)
Vaterunser
*Gemeindelied / Musikstück
*Abkündigungen
*Friedens- oder Segensbitte
Segen
*Musik zum Ausgang

Der Oberkirchenrat macht insbesondere auf folgende Punkte aufmerksam:

Stand: 02. Juli 2020

 

  • Der Abschnitt zu Kindergottesdiensten ist entfallen, sie können wieder gefeiert werden, es gelten die Hygienevorschriften für Gottesdienste, denn Kindergottesdienst ist öffentlicher Gottesdienst. Bitte beachten Sie, dass der Landesverband für Kindergottesdienst in Absprache mit den anderen Kindergottesdienststellen in der EKD hier noch zu Vorsicht rät, die Empfehlungen finden Sie unter www.kinderkirche-wuerttemberg.de/corona-empfehlungen-fuer-kindergottesdienste .

  • Der Gemeindegesang wird wieder eingeführt, allerdings unter eingeschränkten Bedingungen. Immer noch ist in der Wissenschaft nicht zweifelsfrei geklärt, welche Ansteckungsrisiken herrschen, daher ist beim gemeinsamen Singen und Sprechen ein geeigneter Mund-Nasen-Schutz verbindlich zu tragen.

  • Dass wieder gesungen wird, kostet den Preis, dass um der Vorsicht willen die Mindestabstände nicht verringert werden. Es bleibt also bei 2 m, Personen, die demselben Haushalt angehören, können enger beieinander sitzen. Dann muss aber zwischen dieser Gruppe und der nächsten oder der nächsten Person der Mindestabstand eingehalten werden.

  • Bitte beachten Sie auch das zeitgleich veröffentlichte „Infektionsschutzkonzept Kirchenmusik“, das weitere wichtige Hinweise enthält.

  • Die Regelungen hinsichtlich der Nutzung von Emporen sind nicht mehr in der Regelung, d.h. Emporen können – unter Wahrung der Regeln – genutzt werden. Manche Gemeinden berichten, dass bei Konfirmationen mehr Gemeindeglieder eingeladen werden können, wenn man Einzelpersonen und Paare auf die Empore setzt, die Familien aber ins Schiff. Auch die sorgsame Kalkulation von versetzten Gruppen in den Bankreihen kann überraschende Gewinne bringen.

  • Die Feier des Heiligen Abendmahls bleibt im öffentlichen Gottesdienst bis auf weiteres ausgesetzt. Dies ist in den meisten Landeskirchen der EKD so. Wir wissen darum, dass diese Regelung für viele Menschen schmerzlich ist, oft auch eine geistliche Not bedeutet. Dennoch ist hier das Risiko einer Übertragung einfach noch zu groß für eine allgemeine Freigabe. Wir arbeiten derzeit zusammen mit der badischen Landeskirche an einem Vorschlag, wie es zeitnah wieder ermöglicht werden könnte, die Communio mit dem leibhaft gegenwärtigen Herrn und untereinander wieder zu feiern. Ohne dem Ergebnis der Beratung vorgreifen zu wollen, wird es vermutlich auf eine Wandelkommunion, Einzelkelche und besondere Hygienevorschriften bei der Darreichung hinauslaufen. Bis es soweit ist, bitten wir aber noch um Geduld und Verständnis.