KonfiCamp 2018

God is dead! Oder doch eher Dad!

 

Das KonfiCamp-Motto dieses Jahr hieß „Is God d(e)ad?“

Übersetzt lautet es zweierlei. Zum einen „Ist Gott tot?“ und zum anderen „Ist Gott Vater?“. Inhaltlich ging es also um das Thema, dass Gott tot wirkt, weil man ihn nicht sehen kann und es so schwierig ist mit ihm in Kontakt zu kommen. Die verkürzte Auflösung ist, dass Gott eben auch wie ein(e) Vater/Mutter ist und sich im Hintergrund hält, damit die Kinder (wir Menschen) uns entwickeln können. Gott ist im Hintergrund und schaut uns zu und ermutigt uns, wenn es uns mal nicht so gut geht. Somit wird aus einem tot wirkenden Gott, ein im Hintergrund liebender Vater bzw. Mutter.

Die Konfis sollten sich diesem Thema auch in den „Families“ (Zeltgruppen) stellen. Dort sollten sie eine Welt skizieren, in der Gott und alles auf ihn aufbauende wie z.B. Diakonie, kirchliche soziale Arbeit usw. weg gedacht werden. Zum Schluss sollten sie entscheiden, in welcher Welt sie lieber leben würden. Ein sehr spannendes und gelungenes Gedankenprojekt.

Für die Seele und die Ohren gab es wieder Mucke von der Band „Life turns Gold“ die sich für das KonfiCamp mit anderen MusikerInnen zusammenschließen. Auch in diesen Phasen konnten die Konfis Gott neu erleben, da diese Musik ihrer Lebenswelt entspricht. Aber natürlich gab es noch viel mehr, wie z.B. die ganzen Erlebnispädagogischen Geräte, die Aktion „(k)ein Farbklex“, Late Night usw. Vom Programm her oft nichts Neues, was auch nicht immer sein muss, da ja jedes Jahr andere Konfis dabei sind. Dadurch entsteht immer eine neue Gruppendynamik die es zu gestalten gilt.

Die Krux an einer Gruppendynamik ist, man kann sie nur „gut“ oder „schlecht“ gestalten kann und damit ist es immer spannend wie es wird. Für mich als Leitung war es ein „heiliger“ Moment, als mir auf dem Camp wieder einmal bewusst wurde, wie viele Mitarbeitende sich ehrenamtlich engagieren. Da muss ich immer mit dem „Pippi“ kämpfen ;).

Manche engagieren sich über ihre persönlichen (Kraft-) Grenzen hinaus. Das tun sie für Gott und die damit verbundene Botschaft und das finde ich genial! VIELEN DANK dafür!

Das finde ich persönlich das tolle am Jugendwerk, die Menschen die sich für Gottes Sache einsetzen! Schließlich dienen die ganzen Veranstaltungen, wie das KonfiCamp auch eine von vielen ist, nicht dazu, das Jugendwerk bekannt zu machen oder dem Jugendwerk zu „dienen“, sondern dem Herrn. Das Jugendwerk ist nur die Plattform, Organisationseinheit, vielleicht für den ein oder anderen auch ein „Zuhause“, um an bzw. in der Welt Gottes zu wirken.

Diese ca. 70 Mitarbeitenden haben in die Welt hineingewirkt, indem sie den ca. 180 Konfis so ein super tolles Wochenende ermöglicht haben. So konnten die Konfis merken, dass Gott eben nicht tot ist, sondern wir alle einen himmlischen Vater haben.

 

Daniel Dorn