Kirchliches Umweltmanagement

Der Grüne Gockel erinnert an den Hahn, der krähte, als Petrus es abstritt, zu diesem Menschen Jesus zu gehören (im Lukas-Evangelium, Kapitel 22, die Verse 54 bis 62). Er soll krähen und sich lautstark zu Wort melden, dass wir merken, wenn wir Gott den Schöpfer verleugnen, in dem wir die Schöpfung verachten, vernichten, zerstören, uns über die Schöpfung stellen und meinen, sie sei nur da, damit wir sie ausbeuten können. Auf vielen Kirchtürmen steht dieser Hahn, mit weitem Blick in alle Richtungen.

 

"Der Grüne Gockel" ist eine speziell für Kirchengemeinden und kleine kirchliche Einrichtungen entwickelte Form des Umweltmanagementsystems. Eine nachhaltige, zukunftsfähige Entwicklung in Gemeinden hat die

Ziele:
•    Stetige Verminderung der Umweltbelastung
•    Verbesserung der Umweltleistung
•    Kommunikation in der Gemeinde
•    Öffentlichkeitsarbeit

 

Dies soll in einem transparenten, dauerhaften, glaubwürdigen und unumkehrbaren Prozess verlaufen.
Direkte und indirekte Umweltauswirkungen der Gemeinde spielen eine wesentliche Rolle in ihrem Handeln.

 

Direkte Umweltauswirkung
Ein genaues Hinschauen auf den Verbrauch von Ressourcen und Umweltverschmutzungen aller Art, eine Bestandsaufnahme des Vorhandenen, systematisches Handeln mit der konkreten Festlegung von Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten sorgen für eine dauerhafte Verbesserung der Umweltleistung.

Indirekte Umweltauswirkung
Eine Gemeinde hat in ihrem Umwelthandeln Multiplikatorfunktion, ist Vorbild, bildet Bewusstsein, denkt "Schöpfung" in ihrem Handeln immer mit, redet über das, was sie tut, ist in ihrem Handeln transparent, gibt Auskunft und steckt damit andere an.

 

 

Der "Grüne Gockel" in der Gesamtkirchengemeinde Geislingen

In 2008 wurde beschlossen, dass in der Gesamtkirchengemeinde Geislingen der „Grüne Gockel“ eingeführt wird. Im Konvoi wurden alle Einheiten, mit Unterstützung durch die Geschäftsstelle Grüner Gockel der evangelischen Landeskirche in Württemberg, auf die bevorstehende Zertifizierung nach EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) vorbereitet.


Im Juli 2009 war es dann soweit. Alle Beteiligten wurden durch den Gutachter unter die Lupe genommen. Kirchen, Büros und Kindergärten wurden besichtigt und auf Einhaltung der Vorschriften geprüft. Anschließend wurde die Umwelterklärung hinterfragt. Sie ist eine Beschreibung der Umweltpolitik, der wesentlichen Umweltauswirkungen und der Ziele für die Verbesserung des Umweltschutzes, zusammen mit konkreten Daten zur Umweltleistung.
Die Umweltteams waren gut vorbereitet und zum Abschluss der Prüfung konnte die erfreuliche Botschaft verkündet werden:
Die Stadtkirche, die Martinskirche, die Pauluskirche, die Margaretenkirche in Weiler, die Kirchenpflege, die Diakonie-Sozialstation und die evangelische Erwachsenenbildung wurden erfolgreich zertifiziert und erhalten die Urkunde „EMAS geprüftes Umweltmanagement“.

Inzwischen sind einige Jahre vergangen. Einige Einrichtungen haben ihre Teilnahme am EMAS-System beendet. Sie arbeiten weiterhin im Sinne des kirchlichen Umweltmanagements, lassen sich aber nicht mehr nach EMAS zertifizieren.
Die Kirchengemeinde Geislingen und die evangelische Erwachsenenbildung sind EMAS treu geblieben und werden weiterhin im Abstand von mehreren Jahren zertifiziert. Zuletzt im September 2016.

 

EMAS Zertifizierung der Kirchengemeinde Geislingen 2016

EMAS Zertifizierung der Pauluskirche 2016

EMAS Zertifizierung der Evang. Erwachsenenbildung Geislingen 2016

 

Weitere Informationen um Umweltmanagement in der Württembergischen Landeskirche finden Sie unter

www.gruener-gockel.de